Eisen ist essenziell für die Bildung von Hämoglobin und damit für den Sauerstofftransport im Blut. Es ist außerdem wichtig für die normale Zellteilung und Zelldifferenzierung, für eine normale kognitive Entwicklung und für ein normal funktionierendes Immunsystem. In der Schwangerschaft steigt der Eisenbedarf auf 27 mg täglich, da das Blutvolumen der Mutter zunimmt, das Kind seinen eigenen Eisenspeicher aufbaut und Plazenta und Gebärmutter wachsen.
Eisen in Lebensmitteln liegt in zwei grundlegend verschiedenen Formen vor: Hämeisen aus tierischen Quellen wird vom Körper gut resorbiert. Nicht-Hämeisen aus pflanzlichen Quellen hingegen ist deutlich schlechter bioverfügbar, weil es im Darm durch Phytate, Polyphenole und andere Nahrungsbestandteile gehemmt werden kann. Eisenbisglycinat ist eine Chelatform des Nicht-Hämeisens: Das Eisen ist an zwei Moleküle der Aminosäure Glycin gebunden, was es vor dieser Hemmung schützt und die Absorption verbessert.
Klassische Eisenpräparate (z. B. Eisensulfat) setzen freie Eisenionen im Darm frei, die oxidativen Stress und Schleimhautreizungen auslösen können. Das ist der häufigste Grund für Verstopfung und Übelkeit. Eisenbisglycinat setzt weniger freie Ionen frei, ist dadurch deutlich verträglicher und erleichtert die langfristige und regelmäßige Einnahme.
