mother magazin

mother magazine

Warum Langzeitstillen normal ist - und völlig natürlich

Warum Langzeitstillen normal ist - und völlig natürlich

Langzeitstillen – ein Begriff, der oft Diskussionen und kontroverse Meinungen auslöst. Doch was bedeutet Langzeitstillen eigentlich? Im Grunde gibt es keine festgelegte Zeit, ab wann das Stillen als Langzeitstillen bezeichnet wird. Für viele Menschen in unseren Breitengraden beginnt Langzeitstillen jedoch meist nach dem ersten Lebensjahr des Kindes. Dabei gibt es von offizieller Seite, wie der WHO (Weltgesundheitsorganisation), keine maximale Stilldauer. Die WHO empfiehlt sogar, Kinder bis zum zweiten Lebensjahr und darüber hinaus zu stillen – und das weltweit, nicht nur in Entwicklungsländern. Normalzeitstillen: Ein besserer Begriff In vielen Kulturen wird das Stillen weit über das erste Lebensjahr hinaus als normal angesehen. Biologisch betrachtet, gibt es keine zeitliche Obergrenze für das Stillen. Es ist solange gut, wie es sowohl Mutter als auch Kind gut tut. Der richtige Zeitpunkt zum Abstillen ist daher individuell und kann sehr unterschiedlich sein. Aus diesem Grund plädiere ich dafür, den Begriff „Normalzeitstillen“ statt „Langzeitstillen“ zu verwenden, weil es das natürliche Verhalten beschreibt. Wer lange stillt, weiß: Die Brustwarzen brauchen auch nach dem ersten Jahr gute Pflege. Der baybies Nipple & Lip Balm begleitet dich durch jede Stillphase. Er ist frei von Lanolin, Calendula und Duftstoffen, kann vor und nach dem Stillen angewendet werden, ohne ihn abzuwaschen, und ist dabei so mild, dass er als Soforthilfe für die ganze Familie taugt. Gesellschaftliche Vorurteile und Missverständnisse Leider ist Langzeitstillen in unserer Gesellschaft oft negativ behaftet. Bilder von älteren Kindern, die noch gestillt werden, wirken fremd und ungewohnt. Aussagen wie „Ein Kind, das schon laufen und sprechen kann, gehört nicht mehr an den Busen“ sind weit verbreitet. Diese Vorurteile und Tabus machen es Frauen schwer, die sich für das Langzeitstillen entscheiden. Häufig kommen die negativen Kommentare von Personen, die wenig Wissen über das Thema haben. Dabei gibt es zahlreiche Studien, die die Vorteile des Langzeitstillens belegen. Vorteile des Langzeitstillens Stillen über das erste Lebensjahr hinaus hat viele gesundheitliche Vorteile für Mutter und Kind. Muttermilch passt sich kontinuierlich den Bedürfnissen des Kindes an und bleibt eine wichtige Nährstoffquelle. Im zweiten Lebensjahr deckt die Muttermilch beispielsweise 43% des Proteinbedarfs und 60% des Vitamin-C-Bedarfs des Kindes. Zudem enthält sie weiterhin Hormone, Enzyme, lebende Zellen, Stammzellen und Immunstoffe, die die Gesundheit des Kindes unterstützen. Darüber hinaus bietet das Langzeitstillen Schutz vor Infektionen, reduziert das Risiko von Diabetes Typ 1 und 2 sowie Adipositas. Es stärkt die Bindung zwischen Mutter und Kind, bietet wertvolle Zeit mit Körperkontakt und unterstützt die gesunde Entwicklung des Kindes. Kulturelle Unterschiede Wie lange gestillt wird, hängt stark von kulturellen und gesellschaftlichen Faktoren ab. In Deutschland stillen zwar viele Frauen direkt nach der Geburt, aber nur wenige über das erste Lebensjahr hinaus. Laut Studien stillen im zweiten Lebensjahr nur noch 2,4% der Frauen. In anderen Ländern sieht das ganz anders aus: In Japan und in einigen Teilen Afrikas ist eine Stilldauer von 2-4 Jahren die Norm. In Bangladesch werden laut WHO noch 95% der Einjährigen und 91% der Zweijährigen gestillt. Langzeitstillen: Kein Grund zur Sorge Es gibt keine negativen Auswirkungen des Langzeitstillens, solange es Mutter und Kind wollen. Kritiker behaupten oft, dass sich das Langzeitstillen negativ auf die psychische Gesundheit des Kindes auswirken könnte, doch das Gegenteil ist der Fall. Studien zeigen, dass Kinder, die lange gestillt wurden, weniger Verhaltensstörungen haben, einen höheren IQ aufweisen und sich gut von den Eltern lösen können. Fazit: Die beste Entscheidung für Mutter und Kind Beim Thema Stillen kann man es der Gesellschaft selten recht machen. Die Entscheidung, wie lange gestillt wird, sollte daher ausschließlich von Mutter und Kind getroffen werden. Ob kurz oder lang – alles ist gut und normal, solange es für beide passt. Langzeitstillen ist eine individuelle Entscheidung und bietet viele gesundheitliche Vorteile. Lasst uns das Stillen wieder als das sehen, was es ist: Das natürlichste der Welt. Alles Liebe für Euch, Eure baybies-Hebamme Ana
Abpumpen leicht gemacht - Tipps zur Pumpe und Aufbewahrung

Abpumpen leicht gemacht - Tipps zur Pumpe und Aufbewahrung

Wer stillt kann sich dazu entscheiden Muttermilch abzupumpen und aus dem Fläschchen zu geben. Das kann aus verschiedenen Gründen sinnvoll sein und der jungen Mama eine Nuance mehr Flexibilität schenken. Warum Muttermilch abpumpen ratsam sein kann, verrate ich dir in diesem Artikel. Außerdem welche Pumpe für welche Situation am besten geeignet ist und wie lange du abgepumpte Milch verwenden kannst. Gründe für Muttermilch abpumpen Jede stillende Mutter kann sich dazu entscheiden Muttermilch abzupumpen und somit etwas mehr Flexibilität zu haben. Wer abpumpt und zum Beispiel hin und wieder dem Papa das Füttern überlässt, der kann auch mal etwas ohne Baby für sich allein machen. Und das ist ein nicht zu unterschätzender Vorteil, liebe Mamas. Wer sich 24/7 kümmert, der darf und sollte auch mal einen Moment für sich haben. Sich um sich kümmern und den eigenen Bedürfnissen nachgehen, ist wichtig, um den eigenen Akku aufzuladen. Für alle, die trotz Stillen wieder berufstätig sein möchten, ist das Abpumpen der Muttermilch eine super Lösung. Schaut, dass der Muttermilchvorrat ausreichend ist und zack könnt ihr locker für ein paar Stunden außer Haus sein und arbeiten gehen. Ein weiterer Grund Muttermilch abzupumpen kann aber auch sein, dass dein Baby nach der Geburt noch zu schwach zum Trinken an der Brust ist. Dies ist bei Frühgeburten oder kranken Kindern hin und wieder der Fall. Das Saugen aus einem Fläschchen ist einfacher und braucht weniger Kraft. In dem ihr abpumpt könnt ihr euer Baby trotzdem mit Muttermilch versorgen. Manche Frauen stillen nicht gerne in der Öffentlichkeit. Dies kann ebenfalls ein Anlass zum Abpumpen der Milch sein. So könnt ihr euer Baby unterwegs aus der Flasche füttern, ohne dass ihr euch und eure Brüste auspacken müsst. Auch um deine Muttermilch Produktion anzuregen, kann es Sinn machen, parallel zum Stillen, abzupumpen. Hierzu weiter unten mehr.  Deine persönlichen Gründe für das Milch abpumpen Alle Gründe sind sehr individuell. Finde heraus, was am besten zu dir passt. Wie du dich wohlfühlst und was dein Baby annimmt. Besprich dich mit deiner Hebamme oder Stillberaterin und lasse dir das Pumpen zeigen. Zu Beginn ist das sicherlich etwas ungewohnt und braucht – genau wie das Stillen auch – Übung. Es kommt vor, dass beim ersten Abpumpversuch keine Milch kommt und dass sich deine Brüste erst an das Pumpen gewöhnen müssen. Mach dir keinen Stress und lasse dir Zeit. Und: aus welchen Gründen auch immer du dich für oder gegen Abpumpen entscheidest, sie sind genau richtig. Es ist deine Stillbeziehung, die dann am besten ist, wenn du dich gut fühlst und sie nach deinem Gefühl und deinen Gründen gestaltest.  Welche Pumpe ist die richtige für mich? Es gibt zwei Kategorien von unterschiedlichen Muttermilch Pumpen: Erstens elektrische Pumpen und zweitens manuelle Handpumpen. Innerhalb dieser Kategorien gibt es je nach Hersteller und Modell Unterschiede. Entscheidend für die Wahl der richtigen Pumpe ist, erstens warum, also aus welchem Grund du abpumpen möchtest und zweitens natürlich, was für dich angenehm in der Handhabung ist. Wenn du direkt nach der Geburt mit dem Abpumpen startest, dein Baby also noch klein und schwach ist, empfehle ich eine elektrische Milchpumpe mit Doppelset zu verwenden. So kannst du auf beiden Seiten gleichzeitig abpumpen. Gleichzeitiges Abpumpen erhöht die Prolaktinausschüttung und fördert die Milchbildung. Außerdem sparst du bei dieser Variante Zeit. Gut zu wissen: In den meisten Kliniken werden solche Pumpen auf der Wochenbettstation zur Verfügung gestellt. Sobald du die Klinik verlässt, kannst du dir eine Pumpe, beispielsweise in einer Apotheke, leihen und musst dir nicht selbst eine anschaffen. Wenn Abpumpen aus medizinischen Gründen bei dir sinnvoll ist, erhältst du von deinem Gynäkologen sogar ein Rezept für eine Pumpe. Möchtest du nur hin und wieder neben dem Stillen abpumpen, ist in den meisten Fällen eine Handpumpe ausreichend. Besprich dich mit einer Expertin, die dir eine Empfehlung für deine individuelle Situation geben kann. Übrigens: Wenn du einseitig pumpst, kann es gut sein, dass Milch aus der anderen Brust herausläuft. Hierfür gibt es extra Aufsätze, eine sogenannte Muttermilchauffangschale, mit der du die Milch auffangen kannst – so geht nichts verloren.  Wann ist der richtige Zeitpunkt zum Abpumpen? Es gibt weder einen richtigen, noch einen falschen Zeitpunkt für das Muttermilch abpumpen. Entscheidend ist warum du abpumpst. Ziehe auch hier gerne wieder deine Hebamme zu Rate und besprich, welcher Zeitpunkt ideal zu deiner Situation und euren Routinen passt. Und dann: taste dich heran und probiere aus! Jeder Körper, jede Brust reagiert anders auf Stillen und Abpumpen. Es gibt keinen fixen Plan, der bei jeder Frau gleich funktioniert. Wenn dein Baby nach der Geburt noch zu schwach zum Saugen an der Brust ist, dann solltest du möglichst bald nach der Geburt mit dem Pumpen beginnen. So regst du die Produktion der Muttermilch bestmöglich an. Studien haben gezeigt, dass wenn innerhalb weniger Stunden mit dem Pumpen begonnen wurde, Frauen mehr Muttermilch produzieren und Babys so am ehesten ausschließlich mit Muttermilch ernährt werden können. Auch wenn dein Baby gut an der Brust trinkt, du deine Muttermilch Produktion aber zusätzlich anregen möchtest, solltest du möglichst früh mit dem Muttermilch abpumpen beginnen. Hierbei ist es auch wichtig nachts weiter zu pumpen, um keine zu großen  Pumpabstände zu haben. Möchtest du Abpumpen, um einen Muttermilchvorrat anzuschaffen, dann rate ich dazu mit dem ersten Pumpen zu warten. Sobald ihr eine stabile und gut eingespielte Stillbeziehung habt, kannst du langsam mit dem Pumpen starten. Meist ist das nach etwa sechs bis acht Wochen der Fall. Für bevorstehende Termine, zu denen du ohne Baby gehst, planst du das Abpumpen am besten mit etwas Puffer ein. Übt vorher das Fläschchen geben und pumpe mit Vorlaufzeit ab, damit ihr sicher sein könnt, dass alles gut funktioniert. Was solltest du beim Abpumpen beachten? Wie bereits gesagt: Ähnlich, wie beim Stillen, gilt auch hier – Abpumpen braucht Übung. Bei manchen Mamas klappt es sofort, andere brauchen eine Weile bis es „läuft“. Es ist völlig normal, wenn du gerade zu Beginn, mehrfach abpumpen musst, um deine gewünschte Menge Muttermilch zu haben. Keine Milchpumpe ist so effektiv, wie ein hungriges, saugendes Baby. ;) Schau, dass du, wie auch beim Stillen, eine gemütliche Atmosphäre hast, wenn du abpumpst. Achte auf einen bequemen Sitz und eine lockere Haltung. Wie auch beim Stillen kannst du deine Brust vorbereiten, beispielsweise mit Wärme oder einer leichten Brustmassage, die die Milchgänge öffnet, so dass die Milch besser fließen kann. Muttermilch abpumpen sollte nicht wehtun. Du solltest dabei weder gerötete noch gereizte Brustwarzen bekommen. Wenn dies dennoch auftritt, dann stimmt möglicherweise die Größe der Brusthaube nicht. Die Brusthaube sollte weder zu klein, noch zu groß sein. Bei den meisten Herstellern kannst du zwischen unterschiedlichen Größen wählen. Auch eine schlecht sitzende Pumpe kann unangenehm sein und die Milchmenge reduzieren. Gerade in der Anfangszeit können Brustwarzen durch das Stillen, Abpumpen oder die Umstellung auf neue Routinen empfindlich reagieren. Für diese Momente kann eine sanfte Pflege helfen. Unser baybies Nipple & Lip Balm unterstützt die natürliche Regeneration der Haut, beruhigt beanspruchte Brustwarzen und kommt ohne Lanolin, Duftstoffe oder unnötige Zusätze aus – damit du dich beim Stillen und Abpumpen rundum wohlfühlen kannst. Es ist wichtig, dass die Pumpe gut passt und für deine Brüste und Nippel richtig eingestellt ist. Die Brustwarze sollte zentriert in dem Tunnel sitzen und sich frei bewegen können, ohne an den Seiten zu reiben. Wenn das Vakuum gezogen wird, wird die Brustwarze mittig in den Tunnel eingesogen und umschlossen. Es sollte zu jeder Zeit genügend Platz sein, dass sie sich vor- und zurückbewegen können. Finde dann die richtige Intervallstufe und Abpumpstärke, die gut für dich funktioniert. Ideal ist es, wenn du während des Abpumpens dein Baby siehst. Denn das löst in deinem Körper den Milchspendereflex aus! Solltest du mal nicht bei deinem Baby sein können, kann es helfen dir ein Foto oder Video von ihm anzusehen oder an einem Kleidungsstück mit Babygeruch zu riechen. Hygiene beim Abpumpen und die richtige Aufbewahrung von Muttermilch Bevor du mit dem Abpumpen beginnst, solltest du dir immer gründlich die Hände waschen. Desinfizieren ist im eigenen Haushalt nicht nötig. Du musst auch deine Brustwarze vor dem Pumpen nicht waschen oder desinfizieren. Nach jedem Abpumpen solltest du die Pumpe, wie in der Anleitung beschrieben, reinigen. Zur Aufbewahrung der Muttermilch gibt es spezielle Muttermilchbeutel oder Muttermilchflaschen. Alternativ kannst du auch gut verschließbare Glasgefäße oder Kunststoffgefäße (aus Polypropylen PP und BPA frei) verwenden. Achtung! Bitte keine Plastikflaschen aus Polycarbonat PC benutzen. Diese können Chemikalien enthalten, die im Verdacht stehen gesundheitsschädigend zu sein. Auch herkömmliche Tiefkühlbeutel sind nicht geeignet, da diese nicht vorsterilisiert sind. Fülle nie zu viel Milch in den Behälter bzw. den Muttermilchbeutel. Durch das Einfrieren vergrößert sich das Volumen der Milch und benötigt mehr Platz. Bevor du eine neue Portion einfrierst, beschriftest du diese am besten mit dem Datum, Uhrzeit und Menge (ml). So hast du immer einen guten Überblick. Über den Tag verteilt abgepumpte Milch kannst du zusammenschütten und als ein Paket einfrieren. Aber Achtung: körperwarme Milch, die frisch abgepumpt ist, solltest du nicht mit kalter Milch aus dem Kühlschrank vermischen. Warte bis alle Portionen die gleich kühle Temperatur haben und gieße sie erst dann zusammen. Die Behälter und Flaschen müssen Zuhause (bei einem gesunden Baby) nicht sterilisiert werden. Es reicht, wenn du sie mit heißem Wasser und geeignetem Spülmittel gründlich spülst und danach gut trocknen lässt. Haltbarkeit von Muttermilch Zimmertemperatur (16°C bis 29°C): 4 bis 6 Stunden Die Milch sollte Abgedeckt sein und so kühl wie möglich gehalten werden. Kühlschrank (4°C): 4 bis 5 Tage Nicht in der Kühlschranktür lagern, sondern im hinteren Bereich des Kühlschrankes im Hauptfach (dort gibt es am wenigsten Temperaturschwankungen). Gefrierschrank (-18°C): 3 bis 6 MonateTiefkühltruhe (-20°C): 6 bis 12 Monate    Lagere die Milch nicht an den Wänden des Gefrierschranks und eher im hinteren Teil, dort ist die Temperatur am konstantesten. Wichtig: Aufgetaute Milch darf nicht wieder eingefroren werden! Quelle: La Leche League International 2017)Wie taut man Muttermilch am besten auf? Eingefrorene Muttermilch solltest du am besten möglichst schonend und langsam auftauen, damit die wertvollen Inhaltsstoffe nicht verloren gehen. Am besten legst du das gefrorene Paket zuerst für eine Weile in den Kühlschrank, so kann die Milch langsam entfrosten. Plane ausreichend Zeit ein und bitte: Muttermilch nicht in der Mikrowelle erwärmen! Hierbei gehen zu viele Inhaltsstoffe kaputt. Wenn es mal doch mal schneller gehen muss, kannst du die gefrorene Milch im Wasserbad warm werden lassen. Deine Milch und deine Stillbeziehung Es gibt Frauen, für die das Abpumpen zu einer guten Stillbeziehung dazu gehört. Und es gibt Frauen, die es überhaupt nicht mögen. Entscheidend ist, was für dich richtig ist. Abpumpen bietet den großartigen Vorteil, dass jemand Anderes hin und wieder das Füttern übernehmen kann und du mehr Freiraum hast. Es muss aber zu dir und euch passen. Probiere es also gerne aus! Teste dich heran und schau, ob Abpumpen für dich eine Unterstützung und eine passende Variante für mehr Flexibilität ist :) Ich wünsche dir und euch von Herzen alles Gute, eure baybies-Hebamme Ana
Geburtsverletzungen und Dammriss - was Hebammen empfehlen

Geburtsverletzungen und Dammriss - was Hebammen empfehlen

Geburtsverletzungen – das Thema beschäftigt die meisten Frauen (meist nicht nur kurz) vor der Geburt. Alle haben irgendwie Angst davor, jeder hat die Worte wie "Dammriss", "Labienriss" oder "Dammschnitt" schon mal gehört, meistens in Zusammenhang mit viel Blut, Schmerzen und anderen Katastrophenszenarien. Kein Wunder also, dass es immer ein großes Thema mit vielen Fragen in jedem Geburtsvorbereitungskurs ist. Das ist für uns heute Anlass genug, mal aufzuräumen mit den Geburtsverletzungs-Mythen und auch, ein paar Tipps, Tricks aber auch Daten und Fakten mit Euch zu teilen. Wir wollen das große Thema Geburtsverletzungen etwas für Euch „entmystifizieren“. Ein paar kurze Fakten vorab: Ja, viele Frauen haben nach einer Vaginalen Geburt (kleine) Verletzungen. Meistens sind die Geburtsverletzungen aber auch eher harmlos und heilen sehr gut und schnell ab. Wirklich nur selten kommt es zu größeren Verletzungen bei der Geburt und nachfolgenden Wundheilungsstörungen im Wochenbett. Wenn es aber zu Wundheilungsstörungen und Schmerzen kommt, muss das dennoch sehr ernst genommen werden und professionell von einer Gynäkologin, einem Gynäkologen und einer Hebamme begleitet werden, damit es zu keinen Langzeitfolgen und anhaltenden Beschwerden kommt. Deshalb sprecht bei Problemen immer direkt mit eurer Nachsorge-Hebamme oder kontaktiert eure Gynäkologin oder euren Gynäkologen Es kann zu verschiedensten Geburtsverletzungen im gesamten Geburtsbereich kommen, unter anderem: am Damm, an der Vulva (Schamlippen, Klitoris), der Vagina, dem Muttermund, dem Schließmuskel oder auch der inneren Beckenmuskulatur Welche Geburtsverletzungen gibt es überhaupt?  Dammriss – die häufigste aller Geburtsverletzungen Im Rahmen einer vaginalen Geburt kommt es häufig zu Verletzungen am Damm –  dem „Dammriss“. Als Damm, medizinisch auch bekannt unter Perineum, liegt bei uns Frauen zwischen Scheide und After. Er ist Teil des Beckenbodens und besteht aus Haut, Muskeln und Bindegewebe. Auch Männer haben einen Damm - zwischen Hodensack und After. Am gefürchtetsten ist wohl der Dammriss – zu Unrecht – denn als Hebamme kann ich sagen, der Dammriss ist eine „sinnvolle“ von unserem Körper eingerichtet Methode, die ihre positiven Aspekte mit sich bringt! Der Dammriss kann als eine vom Körper eingerichtete „Sollbruchstelle“ angesehen werden, die wir als Positiv ansehen sollten, denn wir können unserem Körper sehr dankbar dafür sein. Die Sollbruchstelle der Geburt – der Dammriss  Ich erkläre Dir mal genauer, warum der Dammriss etwas Positives sein kann: Der Damm ist eine sogenannte Sollbruchstelle -  das Gewebe unseres Damms ist dafür konzipiert sich zu dehnen und anzupassen und auch dem Baby mehr Platz zu machen (falls es diesen benötigt). Der Damm reißt immer nur genauso weit, wie auch wirklich Platz benötigt wird. Wenn der Druck nach dem Durchtritt (meist des Kopfes oder der Schultern) weniger wird, hört er auf zu reißen und sich zu weiten, was durchaus sehr praktisch ist. Zudem zieht sich das Damm-Gewebe erst ganz dünn aus und wird fast weiß, was auf eine nicht mehr vollständige Durchblutung hindeutet – dies ist wiederum eine sehr smarte Sache von unserem (magischen) Körper, denn so schützen wir uns vor den Schmerzen und einer stärkeren Blutung wenn der Damm reißt. Unser Körper betäubt sich also selbst. In den meisten Fällen kommt es bei einer vaginalen Geburt ohne Interventionen nur zu kleinen Verletzungen am Damm (bezeichnet als Dammriss 1. oder 2. Grades), die nicht oder nur wenig versorgt werden müssen und oft nur eine kleine Naht brauchen und danach gut heilen. Grundsätzlich teilen Hebammen und Gynäkologen den Dammriss je nach Schwere in vier unterschiedliche Grade ein: Es gibt einen Dammriss 1. bis 4. Grades, in den allermeisten Fällen handelt es sich um einen Dammriss 1. oder 2. Grades Dammriss Grad 1: Dies ist ein oberflächlicher Hautriss der Vaginal- und/oder Dammhaut. Dieser kann ganz von alleine heilen oder wird unter lokaler Betäubung mit wenigen Stichen genäht. Die Wundheilung verläuft meist komplikationsfrei. Dammriss Grad 2: Die Haut und Muskulatur im Dammbereich reißt, der Schließmuskel ist noch intakt. Dieser wird unter lokaler Betäubung genäht, auch hier ist die Wundheilung meist komplikationsfrei. Dammriss Grad 3 : Der äußere Schließmuskel des Afters ist angerissen oder reißt. Er wird auch meistens unter lokaler Betäubung genäht (selten auch in Vollnarkose). Dammriss Grad 4 : Der Schließmuskel ist durchtrennt und ein Teil der Darmschleimhaut ist gerissen. Hier wird die Verletzung in einem operativen Eingriff in Vollnarkose genäht. Das klingt jetzt erstmal „schlimm“, daher will ich Euch die Dammriss-Statistiken nicht vorenthalten: 2017 kam es bei gut der Hälfte aller natürlichen Geburten zu einem Dammriss (bei 54,7%, laut Bundesamt für Statistik - Geburten und Müttergesundheit 2017) Fast immer handelte es sich um einen Dammriss 1. oder 2. Grades – und zwar in 94,7% der Fälle Dammschnitt oder Episiotomie Auch der (nicht natürliche) Dammschnitt ist eine Geburtsverletzung, in der Fachsprache sagt man dazu Episiotomie oder kurz Epi. Es handelt sich dabei um einen künstlich herbei geführten Schnitt durch eine Hebamme oder eine Gynäkologin oder einen Gynäkologen: Auf dem Höhepunkt einer Wehe wird mit einer medizinischen Schere ein Schnitt im Dammbereich gemacht. Dabei kann man u.a. drei verschiedene Schnittführungen unterscheiden. Warum ein Dammschnitt? Er soll zur Vermeidung von größeren Geburtsverletzungen verhelfen – aber zahlreiche Studien haben gezeigt, dass dies nicht immer der Fall ist und das der Dammschnitt das weitere Einreißen des Dammes nicht unbedingt verhindern kann (Bundesamt für Statistik - Geburten und Müttergesundheit 2017). Darüber hinaus gibt es Studien, dass bei einem Dammschnitt mehr Blutgefäße und Nerven verletzt werden und somit ein Dammschnitt schlechter verheilt als ein Dammriss. Somit ist auch bei einem Dammriss eine schnellere und eine weniger schmerzhafte Wundheilung zu erwarten. Die Empfehlung ist daher, einen Dammschnitt nur in ganz selten Fällen und bestimmten medizinischen Situationen durchzuführen. Entgegen dessen wird von verschiedenen Instanzen immer noch behauptet, der Dammschnitt sei zwingend nötig. Bei z.B. Zwillingsgeburten, Geburten aus Beckenendlage, vaginal operativen Geburten (also z.B. Saugglockengeburt) aber all das ist nicht zwangsläufig medizinisch richtig. Der Dammschnitt ist in diesen Situationen nicht unbedingt zwingend notwendig und muss daher auch nicht routinemäßig durchgeführt werden (wie es früher der Fall war, es wurde früher auch angenommen, dass dieser routinemäßig erfolgen sollte. Damals hat jede Erstgebärende einen Dammschnitt bekommen). Nur in sehr ausgewählten Situationen ist ein Dammschnitt nötig und sinnvoll – z.B. dann, wenn es dem Baby während der Geburt schlecht geht und man durch den Dammschnitt dem Baby schneller auf die Welt helfen kann. ´ Du kannst dich bei deiner Auswahl des Geburtsortes über die Dammschnittrate in dem jeweiligen Krankenhaus informieren und gezielt danach fragen und dich außerdem bei dem Vorgespräch oder Anmeldegespräch in der Klinik deine Wünsche äußern. Du kannst z.B. auch transparent und offen äußern, dass du einen Dammschnitt - wenn möglich - vermeiden willst und, dass du einen natürlichen Dammriss bevorzugst. Leider ist es nicht so einfach an die exakten Zahlen zu kommen, viele Kliniken liefern keine genauen Daten zu ihren Dammschnittraten. Heutzutage findet man in Deutschland Angaben zu Dammschnittraten von 0-29% (mother hood e.V.). Sicher ist, er sollte nur in bestimmten medizinischen Situationen angewendet werden. Weitere kleinere Geburtsverletzungen Es kann neben Dammriss und Dammschnitt auch zu anderen Rissverletzungen oder Schürfungen während der Geburt kommen. Scheidenriss: Dies ist ein Riss bzw. eine Verletzung der Vagina Labienriss: Dieser steht für einen Riss oder eine Schürfung der Schamlippen. Je nachdem, wie groß die Verletzung und die Blutung ist, wird der Riss in lokaler Anästhesie mit selbstauflösenden Fäden genäht. Das Gewebe im Intimbereich heilt aber erstaunlich gut und auch schnell: Wenn im Wochenbett viel Ruhe eingehalten wird, fördert das die Wundheilung - Ruhe und viel Liegen hilft . Tipps zur Heilung von Geburtsverletzungen - Wie kann ich den Heilungsverlauf selbst unterstützen? Um nach der Geburt wieder auf die Beine zu kommen, empfiehlt sich das Wochenbett dafür zu nutzen, wofür es da ist: Ruhe 😉 Ihr könnt alles zum Wochenbett auch hier nachlesen. Ich will Euch aber auch die anderen Tipps zur Heilung von Geburtsverletzungen und, was Du tun kannst, nicht vorenthalten. Ruhe und Schonung Mein erster Tipp ist tatsächlich – Schone dich so gut es geht! – gönne dir ganz viel Ruhe nach der Geburt. Versuche bitte so viel wie nur möglich zu liegen, denn das entlastet die Geburtsverletzung und trägt somit auch zu einer besseren und schnelleren Wundheilung bei. Versuche wenn möglich auch im Liegen (in Seitenlage) zu stillen , denn am Anfang stillt man wirklich oft und diese Zeit kannst du gut nutzen um zu Liegen und den Beckenboden und die Geburtsverletzungen zu entlasten. Achte bitte, gerade zu Beginn im Heilungsprozess auf eine „gute Position“ beim Sitzen und Stehen, also auf eine „geschlossene“ Haltung! So empfiehlt es sich z.B. nicht im Schneidersitz sitzen oder zu lange breitbeinig stehen, denn das kann Spannung auf die Naht ausüben und könnte zu vermeidbaren Schmerzen führen . Kurze Checkliste: besser mit ausgetreckten oder überkreuzten Beinen sitzen, Schneidersitz vermeiden besser vor dem Wickeltisch im Ausfall Schritt stehen (schützt den Beckenboden) Du wirst dann auch von alleine merken welche Positionen für dich angenehm sind und was nicht. Vertraue auch hier wieder deinem Körper und höre auf seine Zeichen, wenn sich abzeichnet, dass etwas zu viel wird! Frische Luft Ein weiterer Tipp den ich Dir mitgeben möchte ist neben Ruhe auch Luft – du kannst ab und zu mal nackig oder „unten ohne „ ;-) auf einer Unterlage oder einem Handtuch liegen und frische Luft an die Verletzung lassen. Achte in diesem Zusammenhang auch auf gute Wochenbettbinden: Diese sind Plastikfrei Luftdurchlässig ohne Duftstoffe und wechsele die Binden regelmäßig. Lifehack: Po-Dusche  Eine Intim/Po-Dusche ist sehr angenehm im Wochenbett und vor allem bei Geburtsverletzungen – damit kannst du einfach bei und nach jedem Toilettengang mit klarem Wasser spülen. Wenn es beim Wasserlassen brennen sollte, brennt es durch das fließende Wasser nicht mehr. Du kannst Dir dabei aussuchen, ob Du kühles, klares Leitungswasser verwenden willst oder aber auch ein paar hilfreiche „Zusätze“ hinzu geben willst z.B. Calendula Essenz. Du kannst diese Essenz mit ins Wasser mischen, es hilft die Wunde zu säubern und unterstützt den Heilungsprozess (da es antibakteriell und abschwellend wirkt).  Ausreichende Kühlung Eine schmerzende Wunde zu kühlen – ist für viele Frauen ein angenehmes Gefühl. Immer wenn Du auf Kühlbags zurückgreifst, bitte ich Dich, darauf zu achten, dass die Kühlunhg nicht zu kalt ist. Das bedeutet: Nicht aus dem Eisfach direkt auf die Wunde, sondern erst einmal etwas bei Zimmertemperatur liegen lassen und dann die Temperatur überprüfen bevor du Dein Kühlbags auf die Wunde legst. Beim Kühlbag darfst Du kreativ sein: Du kannst z.B. ein Kondom mit Wasser befüllen und ins Gefrierfach legen. Oder Du nimmst eine Binde und machst sie mit sauberem Leitungswasser nass (auch hier könntest du Calendula Essenz mit dazu mischen) und legst sie dann ins Gefrierfach und lässt die nasse Binde einfrieren. Achte darauf, dass du nicht zu lange und zu oft kühlst, das könnte den Heilungsprozess wiederrum verlangsamen. Sitzbäder Auch Sitzbäder – können eine sehr schöne Sache sein. Viele Frauen empfinden es als sehr angenehm im Wochenbett, Sitzbäder zu nehmen. Je nach dem welchen Zusatz ihr verwendet, wirkt das Sitzbad entzündungshemmend, lindernd, antibakteriell oder einfach nur wohltuend. Besprich am Besten mit deiner Hebamme ob ein Sitzbad bei deiner Geburtsverletzung Sinn macht und ab wann ein Sitzbad für dich empfehlenswert ist. Schöne Zusätze für ein Sitzbad könnten sein : Sitzbad aus der Bahnhofsapotheke Tannolact Kamille Calendulaessenz Eichenrinde Totes-Meersalz und viele andere Zusätze Es gibt auch verschiedene Salben und Sprays die super angenehm sein können und die Heilung unterstützen: Mein Hebammentipp: Beinwellsalbe (aus der Apotheke) oder das Recoveryspray (into-life, Kareen Dannhauer) Was sind mögliche Folgen von Geburtsverletzungen? Kann ich langfristigen Schaden tragen von Geburtsverletzungen? Natürlich trägt jede Geburt ein gewisses Risiko in sich. Wir bringen aus unserem Körper ein Leben hervor – Dein Körper vollbringt ein Wunder, und das kann manchmal natürlich schmerzhafter und weniger schnell heilend sein und ist – wie immer - sehr individuell. Auch wenn Geburtsverletzungen in den ersten Tagen echt mitunter sehr unangenehm sein können, verheilen sie bei guter Nachsorge meist problemlos, ohne langfristige Spuren zu hinterlassen. Wundheilungsstörung und Infektion ist das häufigste Risiko. Bei Wundheilungstörungen oder Problemen wende dich lieber direkt an deine Hebamme bzw. deine Gynäkolgin oder deinen Gynäkologen, denn es könnte zu einer Infektion der Geburtsverletzung kommen und dies sollte dann immer medizinisch abgeklärt und ärztlich behandelt werden. Lass Deinem Körper also genügend Ruhe und Zeit für die ungestörte Wundheilung. Überstürze am besten auch postnatalen Sex nicht: Gerade während des Wochenflusses ist Geschlechtsverkehr zwar möglich, birgt aber auch eine erhöhte Infektionsgefahr – daher in jedem Fall ein Kondom verwenden. Kann ich Geburtsverletzungen vorbeugen? Yes you can try! Geburtsverletzungen sind sehr individuell und hängen von unterschiedlichsten Faktoren wie Gewicht, Größe, Lage und Kopfumfang des Babys, Geburtsgeschwindigkeit sowie Höhe und Dehnbarkeit des Dammes (genetischer Einfuss) ab. All das kann Einfluss darauf haben, ob Du davon Verletzungen bei der Geburt trägst oder nicht. Wenn Du das erste Mal ein Kind gebärst, ist dein Risiko statistisch höher, Geburtsverletzungen zu erleiden, denn die Wahrscheinlichkeit für Geburtsverletzungen sinkt mit der Zahl an vaginalen Geburten. Es gibt ein paar kleine Tipps und Tricks, wie man sich vorbereiten kann: Dammmassage: Bereits vor der Geburt kannst Du Deinen Damm mit einer Massage auf die Belastung während der Geburt und die enorme Dehnung vorbereiten. Eine Dammmassage ist nie eine Garantie dafür, dass ein Dammriss oder andere Geburtsverletzungen ausbleiben, sie trägt aber dazu bei, das Gewebe geschmeidiger zu machen und gibt Dir auch eine gehörige Portion Selbstliebe 😉. Außerdem hilft sie vielen Schwangeren, sich etwas zu entspannen und das Gefühl zu haben, der Geburt gelassener und „gut vorbereitet“ entgegenzublicken. Geburtsposition: Auch während der Geburt gibt es einige Dinge, die Du tun kannst, um die statistische Wahrscheinlichkeit für Geburtsverletzungen zu senken. So spielt beispielsweise die richtige Position eine essenzielle Rolle: Die „traditionelle“ Geburtsposition, liegend mit angewinkelten Beinen, belastet den Damm am stärksten. Im Vierfüßler Stand oder auch in der Position der Seitenlage ist der Druck auf den Damm weniger stark und die Wahrscheinlichkeit für Risse im empfindlichen Gewebe kann sinken. Je nach Phase der Geburt gibt es unterschiedliche empfehlenswerte Positionen – Deine Hebamme kennt sich dazu am besten aus – sprich sie proaktiv an. Es ist auch üblich während der Geburt die Positionen zwischendurch zu wechseln, wenn beispielsweise die Lage des Kopfes Deines Babys sich ändert. Richtig Pressen: In der finalen Phase der Geburt, der sogenannten Austreibungsphase, treten häufig Verletzungen auf. In dieser Phase, wo der Kopf Deines Babys den Damm am meisten dehnt, kann Deine Hebamme den Damm von außen unterstützen, um die Spannung etwas abzufedern. Sie wird Dich auch darauf hinweisen und Dir helfen, bewusst die Wehen zum richtigen Pressen zu nutzen. So vermeidest Du, dass Dein Damm durch kontinuierliches Pressen unnötig belastet wird. Es ist sinnvoll, zwischen den Wehen kurz innezuhalten oder diese sogar zu veratmen – auch wenn Du es kaum noch erwarten kannst, Dein Baby in Deinen Händen zu halten! Denn so kann sich Dein Dammgewebe langsam dehnen und auch kleine Geweberisse können verhindert werden. Du siehst, selbst die Atmung kann einen Unterschied machen. Sei also bewusst mit Ihr – auch das kannst Du trainieren 😊 Deine Frauenärztin/Dein Frauenarzt beziehungsweise Deine Hebamme werden Deinen Damm während des Geburtsverlaufes im Blick haben und alles versuchen, das Verletzungsrisiko möglichst zu minimieren. Famous last words Wichtig ist wirklich, dass du bei allen Beschwerden dich immer traust mit deiner Hebamme oder deiner Gynäkologin, deinem Gynäkologen zu sprechen Es kann zu Wundheilungsstörungen und Infektionen kommen und das sollte immer ärztlich abgeklärt werden Du musst keine Schmerzen nach der Geburt aushalten! Du darfst gerne Schmerzmittel einnehmen – bespreche also immer welche Schmerzmittel und in welcher Dosierung du sie einnehmen kannst (auch wenn du stillst gibt es viele Präparate, die geeignet und zugelassen sind) Nahtfäden die für die Versorgung einer Geburtsverletzung verwendet werden sind in den meisten Fällen selbstauflösend - natürlich dauert es je nach Nahtmaterial und Gewebe unterschiedlich lange bis die Fäden sich komplett aufgelöst haben Es kann sein, dass sich dann kleine harte Konten bilden (durch den Kontakt mit dem Wochenfluss zum Beispiel) diese können mitunter dann sehr unangenehm sein und sich z.B. etwas stachelig anfühlen. Besprich Deine Sorgen, Schmerzen und auch Ängste in diesem Zusammenhang dann bitte direkt mit deiner Hebamme oder deiner Gynäkologin / deinem Gynäkologen. Sie können nach ca. 7 Tagen dann diese harten Stellen/Knoten entfernen. Alles in allem könnt Ihr hier mal wieder sehen, wir wie wichtig die Zeit des Wochenbettes ist. Um Anzukommen und Dein Baby kennenzulernen, aber eben auch zum Erholen und Heilen! Jetzt ist also viel Ruhe angesagt. Jede Geburt hinterlässt ihre Spuren – Äußere und Innere. Lasse Dich durch den Gedanken an potenzielle Risiken bei einer Geburt nicht zu stark verunsichern, sondern versuche, dem Wunder der Geburt möglichst entspannt entgegenzublicken. Sobald Du Dein Kind in Armen hältst, wird es Dich sowieso für alle Schmerzen entschädigen, sodass diese schon bald wieder vergessen sind. Wir drücken Dir die Daumen, für eine möglichst schmerz- und verletzungsfreie Geburt. Alles Gute für Dich und Euch,Deine baybies Hebamme Ana
Intimität nach der Geburt - wann du bereit bist und was du beachten solltest

Intimität nach der Geburt - wann du bereit bist und was du beachten solltest

In diesem Artikel geht es um das Thema „Sex nach Geburt“, denn diese Frage taucht bei werdenden Eltern früher oder später auf. Als Hebamme und Mama werde ich auf die meist gestellten Fragen eingehen und dir verraten, was wichtig ist und auf was du und ihr achten solltet. In diesem Artikel erfährst du: Ab wann darf man nach der Geburt Sex haben? Sex nach Geburt aus medizinischer Sicht Bedenken und Ängste bei Sex nach Geburt Keine Lust auf Sex? Das erste Mal Sex nach der Geburt Fruchtbarkeit und Verhütung  Ab wann darf man nach der Geburt Sex haben?  Die eine Frage ist das „dürfen“ und die andere –für mich mindestens genauso relevante– das „wollen“. Theoretisch darfst du immer Sex haben und kannst alleine entscheiden, wann und wie du Lust hast. Eine genau Zeitangabe kann keiner geben. Du entscheidest mit deinem Partner oder deiner Partnerin, wann für euch der richtige Zeitpunkt für Sex nach der Geburt gekommen ist. Solltest du Geburtsverletzungen haben, die noch nicht vollständig verheilt sind und schmerzen, solltest du mit dem Geschlechtsverkehr noch warten – ich denke aber, dass sich das von allein ergibt, da man mit diesen Schmerzen in der Regel keine Lust auf Sex hat. Du darfst Sex nach Geburt dann haben, wenn DU dazu bereit bist und das ist wann immer du willst. Sex nach Geburt aus medizinischer Sicht In den meisten Artikeln wird empfohlen, dass du nach der Geburt sechs bis acht Wochen warten und erst mit vollständig abgeklungenem Wochenfluss wieder Sex haben solltest. Aus medizinischer Sicht gibt es hierfür allerdings keine Begründung. Der Wochenfluss ist nicht infektiös und Wöchnerinnen haben nachweislich nicht mehr Keime, als andere Frauen in ihrem Intimbereich. Da die innere Wunde in der Gebärmutter, die Plazentahaftstelle, in dieser Zeit noch am abheilen ist, raten Mediziner allerdings dazu in den ersten Wochen postpartum ein Kondom zu verwenden. Ein Kondom schützt dich vor einer möglichen Infektion und – wichtig – vor einer möglichen Schwangerschaft (dazu später mehr). Bedenken und Ängste beim Sex nach der Geburt Wie wir gerade besprochen haben, ist der Wochenfluss, zumindest aus medizinischer Sicht, kein Hindernis für Sex nach Geburt. Es geht viel mehr darum, ob und wann du dich wohlfühlst mit deinem Partner oder deiner Partnerin wieder sexuell aktiv zu werden. Viele Frauen, die einen Dammriss oder Dammschnitt haben, sind nach der Geburt unsicher, ab wann Sex für sie wieder möglich ist. Sobald diese Wunde verheilt ist – und das geht meistens sehr schnell – spricht nichts dagegen! Ein unangenehmeres und manchmal sogar schmerzhaftes Problem beim Sex nach Geburt ist Scheidentrockenheit. Durch die geringe Scheidensekretion kann es schnell zu kleinen, oberflächlichen Rissen kommen, die brennen und schmerzen. Scheidentrockenheit ist nach einer Geburt normal und liegt am niedrigen Östrogenspiegel in der Stillzeit. Dieses Problem legt sich nach einer Zeit von alleine wieder. Wann dies besser wird, ist von Frau zu Frau unterschiedlich. Abhilfe können Kondome mit Gleitgel oder Gleitgel an sich schaffen. Bitte achtet hier darauf ein Produkt zu wählen, dass auf euer Scheidenmilieu abgestimmt ist. Öle und Vaseline eignen sich nicht!   Keine Lust auf Sex nach Geburt? Der wichtigste und entschiedenste Faktor, wann der richtige Zeitpunkt für Sex nach der Geburt ist, ist deine Lust auf Sex. Die wenigsten Frauen haben dies innerhalb des Wochenbetts – das ist völlig normal und okay. Dann, wenn deine Lust wieder kommt, ist genau der richtige Zeitpunkt, dann bist du ready, dass es im Bett wieder losgehen kann. Ganz wichtig: mach dir keinen Druck! Auch, wenn nach sechs bis acht Wochen die meisten Geburtsverletzungen und Kaiserschnitt Narben verheilt sind, bedeutet das nicht, dass du direkt wieder Sex haben musst. Lass dir so viel Zeit, wie du brauchst. Neben deinen eigenen Geburtserfahrungen ist da ja nun auch noch euer kleines Wunder, auf dem besonders zu Beginn viel Fokus liegt. Ankommen im neuen Familienleben, Schlafmangel, Wickeln, Hormone, Stillen und Co können Lustkiller sein und: das ist okay. Es wird nicht immer so bleiben und du wirst sehen: deine Lust auf Intimität wird ganz plötzlich und automatisch wiederkommen.  Sprich über deine Wünsche und Bedürfnisse Dein Partner oder deine Partnerin hat natürlich keinen Einblick in dein aktuelles Lustbarometer und kann nicht wissen, ob du Lust auf Sex hast oder noch nicht. Sprecht offen miteinander. Wenn du stillst, kann es sein, dass deine Brüste hin und wieder schmerzen oder dass Milch tropft. Teile deinem Partner mit, ob und wie du an den Brüsten berührt werden möchtest. Sag ihm oder ihr, was dir aktuell gefällt und was du lieber (noch) nicht möchtest. Ein kleiner Tipp bei tropfender Milch: Stille bevor ihr Sex haben wollt. Oder probiere es mit einem BH und Stilleinlagen aus, das stabilisiert wunde Brüste gleichzeitig und kann sich erstmal besser anfühlen. Als frischgebackene Mama hast du den ganzen Tag viel Körperkontakt und Nähe zu deinem Baby. Kuscheln, Tragen, Füttern und Stillen sind ein Großteil der ersten Wochen nach Geburt. Das kann dazu führen, dass dir Körperkontakt mit deinem Partner einfach zu viel ist. Und auch das ist völlig in Ordnung. Sprich offen darüber, so dass dein Partner oder deine Partnerin Verständnis haben kann. Und vergiss nicht: Je weniger Druck du dir machst, desto schneller und entspannter wird deine Lust wiederkommen. ;) Das erste Mal Sex nach Geburt Wie ist das, das erste Mal Sex nach Geburt? Kann man direkt voll loslegen oder sollte man etwas beachten? Ich empfehle euch, euch langsam ranzutasten. Lasst euch Zeit. Lass dir Zeit genau zu spüren, was sich für dich gut anfühlt. Sprich darüber, was du dir wünschst und was dir gefällt. Zu Beginn helfen Stellungen, bei denen der Penis nicht so tief eindringt oder bei denen die Frau den Penis regulieren kann. Alternativ könnt ihr aber natürlich auch ganz ohne Penetration starten und auf andere Weise Zärtlichkeiten austauschen – da sind eurer Fantasie keine Grenzen gesetzt. Schmerzen treten normalerweise nicht auf. Solltest du anhaltende Schmerzen haben sprich mit deiner Hebamme oder einem Gynäkologen darüber.  Ein Tipp für Sex nach Geburt: Trainiere deinen Beckenboden! Durch Rückbildungsgymnastik und gezieltem Beckenbodentraining kannst du deine Muskulatur wieder stärken und deinen Körper dabei unterstützen, dass alles wieder wird wie vorher. Beckenbodentraining hat viele Vorteile und kann außerdem hilfreich für dein Sexleben und dein Lustempfinden nach  der Geburt sein.  Fruchtbarkeit nach der Geburt und Verhütung Es ist sehr unterschiedlich, wann eine Frau ihren ersten Eisprung nach einer Geburt hat und wieder schwanger werden kann. Dies kann sehr schnell, nach etwa sechs Wochen, der Fall sein.  Besonders, wenn du nicht stillst, kann der erste Eisprung nach kurzer Zeit eintreten. Viele Frauen bemerken ihre erste Regelblutung gar nicht, da diese noch während des Wochenflusses passiert, beziehungsweise beides direkt ineinander übergeht. Ein Zeichen hierfür ist, erneute stärkere Blutung, nachdem dein Wochenfluss bereits abgeflacht war und nur noch wie ein durchsichtiger, vaginaler Ausfluss ausgesehen hat. Genauso kann es auch sein, dass es deutlich länger dauert, bis du wieder einen Eisprung und deine Periode hast. Das ist sehr individuell und alles normal. Bei voll stillenden Müttern wird das Hormon Prolaktin ausgeschüttet. Dieses kann die Aktivität der Eierstöcke hemmen und unter bestimmten Voraussetzungen KANN es dadurch den Eisprung verhindern. In dieser Zeit bist du nicht fruchtbar – aber eben nur, wenn du voll, ausschließlich und regelmäßig stillst, das heißt: Tags und Nachts alle vier Stunden. Kleinste Unterbrechungen und Stillpausen können direkt zu einem Absinken des Hormonspiegels führen. Dadurch kannst du auch während der Stillzeit deinen ersten Eisprung bekommen und wieder regelmäßig deine Periode haben. Das bedeutet: Stillen ist kein sicheres Verhütungsmittel! Solltest du stillen und den Wunsch haben wieder schwanger zu werden, kann es helfen abzustillen. Möchtest du nicht direkt erneut schwanger werden, kümmert euch am besten frühzeitig um eine passende Verhütungsmethode. Im Wochenbett eignen sich Kondome am besten. Für weitere Varianten besprich dich gerne mit deiner Gynäkologin und deinem Frauenarzt. Wann WILLST du wieder Sex haben?  ..das ist die wichtigste Frage. Eine Geburt ist eine gigantische Meisterleistung deines Körpers. Stillen ist besonders in den ersten Wochen ein Fulltime Job. Sei sanft mit dir  selbst und lass dir alle Zeit, die du und dein Körper brauchen. Viele Frauen machen sich Gedanken über die Bedürfnisse des Partners. Aber hey, weißt du was? Auch das Leben deines Partners nimmt durch die Geburt ganz neue Dimensionen an. Vielleicht braucht auch er oder sie eine gewisse Zeit, um wieder Lust auf Sex zu haben. Sprecht über eure Wünsche und Bedürfnisse und seid offen miteinander. Eines ist sicher: die Lust kommt wieder – und sie kommt genau zum richtigen Zeitpunkt! Ich wüsche euch von Herzen alles Gute, eure baybies Hebamme Ana
Hausapotheke fürs Wochenbett: Was wirklich sinnvoll ist

Hausapotheke fürs Wochenbett: Was wirklich sinnvoll ist

Das Wochenbett ist eine besondere Zeit. Dein Körper regeneriert sich von der Geburt, dein Hormonhaushalt stellt sich um, dein Schlaf ist fragmentiert und gleichzeitig versorgst du ein Neugeborenes. In dieser Phase ist es unglaublich entlastend, eine gut durchdachte Hausapotheke fürs Wochenbett zu haben. Nicht überfüllt, nicht panisch zusammengestellt, sondern sinnvoll, evidenzbasiert und auf das Wesentliche reduziert. Als Apothekerin und zweifache Mama weiß ich: Sicherheit entsteht nicht durch 30 Produkte im Schrank, sondern durch die richtigen. Hier findest du eine klare, praxisnahe Übersicht. 1. Schmerzmittel im Wochenbett Nach einer Geburt, egal ob vaginal oder per Kaiserschnitt, sind Schmerzen normal. Druckgefühl im Beckenboden, Nachwehen, Wundschmerz oder Spannung in der Brust gehören häufig dazu. Was sinnvoll ist: Paracetamol bei Schmerzen oder Fieber Ibuprofen ist im Wochenbett und in der Stillzeit in der Regel gut verträglich Ibuprofen hat zusätzlich einen entzündungshemmenden Effekt, was gerade bei Dammschmerzen oder nach Kaiserschnitt hilfreich sein kann. Wichtig ist: niedrigste wirksame Dosis möglichst kurze Einnahmedauer keine unnötigen Kombinationspräparate Du musst Schmerzen nicht „aushalten“. Eine gute Schmerztherapie unterstützt sogar die Regeneration. 2. Wundpflege nach vaginaler Geburt oder Kaiserschnitt Nach vaginaler Geburt Typische Beschwerden: Druckgefühl Schwellung Brennen Dammnaht Sinnvoll in der Hausapotheke: kühlende Kompressen sterile Wundauflagen sanfte Intimpflege Sitzbäder (bei Bedarf) Wichtig: Wenn Schmerzen stärker statt besser werden, Rötung zunimmt oder Fieber auftritt, bitte ärztlich abklären. Nach Kaiserschnitt Hier gilt: Die Haut heilt meist schneller als das Gewebe darunter. Sinnvoll sind: sterile Kompressen Pflaster aus medizischem Silikon Narbenpflege nach abgeschlossener Wundheilung Warnzeichen sind: Nässen zunehmende Schmerzen starke Rötung Fieber 3. Stillprobleme: Was in die Hausapotheke gehört Stillen ist ein Lernprozess - für Mutter und Baby. Beschwerden sind häufig, aber meist gut behandelbar. Wunde Brustwarzen Stillen soll kein Schmerz sein und viele Mamas erleben trotzdem wunde Brustwarzen, besonders am Anfang. Du bist damit nicht allein. Was kann bei wunden Brustwarzen helfen? 1. Ursachen verstehen Eine der häufigsten Ursachen ist falsches Anlegen - achte darauf, dass dein Baby mit weit geöffnetem Mund viel Brustgewebe erfasst und die Lippen fischmundartig nach außen gestülpt sind Auch ein verkürztes Zungen- oder Lippenbändchen kann dazu führen, dass dein Baby nicht effektiv saugt Pralle, harte Brüste (z. B. beim Milcheinschuss) können ebenfalls das Anlegen erschweren 2. So kannst du wunde Brustwarzen verhindern Stilltechnik: Nehme dir Zeit fürs Anlegen und übe verschiedene Stillpositionen Entspannt Stillen: Stress hemmt das Kuschelhormon Oxytocin und kann den Milchfluss beeinflussen 3. Pflege & Heilung Muttermilch antrocknen lassen Luft ranlassen & Hygiene: Stilleinlagen wechseln, Hände waschen 💛 Unsere sanfte SOS-Pflege: Unser Nipple & Lip Balm unterstützt die natürliche Regeneration und ist frei von Lanolin und Duftstoffen. Weniger Reizung und Brennen, dafür mehr Entspanntheit in einer Phase, in der dein Körper ohnehin schon so viel gibt.  Milchstau Typische Anzeichen: verhärtete, druckschmerzhafte Bereiche Spannungsgefühl evtl. leicht erhöhte Temperatur Was helfen kann: Wärme vor dem Stillen Kühlen nach dem Stillen häufiges Anlegen sanfte Brustmassage Früh reagieren verhindert oft eine Brustentzündung. Mastitis - wann nicht abwarten? Warnzeichen: starke Schmerzen gerötete, heiße Brust Fieber ausgeprägtes Krankheitsgefühl Hier solltest du ärztlich abklären lassen. Eine Mastitis ist behandelbar, aber sie gehört nicht in die Selbsttherapie. 4. Fieber im Wochenbett Fieber ist immer ein Warnsignal. Mögliche Ursachen: Infektion der Gebärmutter Wundinfektion Mastitis Harnwegsinfekt Bei Fieber im Wochenbett gilt: nicht abwarten ärztliche Abklärung Paracetamol oder Ibuprofen können Fieber senken - ersetzen aber keine Ursachenklärung. 5. Baby-Hausapotheke: Weniger ist mehr Neugeborene brauchen keine große Medikamentensammlung. Sinnvoll sind: Kochsalzlösung für Nase oder Augen Fieberthermometer Wundschutzcreme für den Windelbereich Schmerzmittel  ggf. sanfte Hautpflege Desinfektionsmittel für die Hände für Besucher Alles andere sollte individuell entschieden werden. 6. Mikronährstoffe im Wochenbett: Das wird oft vergessen Während du dich um dein Baby kümmerst, regeneriert dein Körper gleichzeitig: Blutverlust ausgleichen Gewebe heilen Hormonhaushalt stabilisieren Muttermilch produzieren Gerade jetzt sind bestimmte Mikronährstoffe wichtig: Eisen (bei Blutverlust) Jod (für die Stillzeit) Vitamin D Omega-3 (DHA) ein ausgewogenes Komplexpräparat Die Stillzeit ist eine Phase erhöhter Nährstoffabgabe. Eine stabile Basisversorgung unterstützt dich, nicht nur dein Baby. Unsere mother Supplements für Schwangerschaft und Stillzeit sind genau dafür konzipiert: phasenangepasst, evidenzbasiert und ohne unnötige Überdosierungen. Wann du im Wochenbett sofort ärztliche Hilfe suchen solltest Bitte zögere nicht, wenn du: Fieber hast starke Unterbauchschmerzen entwickelst sehr starke oder übelriechende Blutungen bemerkst plötzlich starke Kopfschmerzen mit Sehstörungen hast dich ungewöhnlich schwach oder benommen fühlst Wochenbett bedeutet Heilung, nicht Risiko. Fazit: Sicherheit statt Überforderung Eine gut zusammengestellte Hausapotheke fürs Wochenbett gibt dir Ruhe in einer ohnehin intensiven Phase. Du brauchst keine 50 Produkte. Du brauchst: ein sinnvolles Schmerzmittel Wundpflege Unterstützung bei Stillproblemen Aufmerksamkeit bei Fieber eine stabile Nährstoffbasis Und vor allem: Du darfst Hilfe annehmen. Das Wochenbett ist keine Prüfung, sondern eine Regenerationsphase.
Warum Nähe so wichtig ist - Haut-zu-Haut mit deinem Baby einfach erklärt

Warum Nähe so wichtig ist - Haut-zu-Haut mit deinem Baby einfach erklärt

Direkt nach der Geburt – aber auch in den Tagen und Wochen danach – gibt es kaum etwas Wichtigeres und gleichzeitig Einfacheres, als dein Baby ganz nah bei dir zu haben. Der sogenannte Haut-zu-Haut-Kontakt, bei dem dein nacktes Baby (gegebenenfalls mit Windel und Mützchen) auf deinem unbedeckten Oberkörper liegt, ist viel mehr als nur eine schöne Kuscheleinheit. Er ist ein echtes Geschenk der Natur – mit unglaublich vielen positiven Effekten für euer Baby, für dich und für die ganze Familie. Ein sanfter Start ins Leben In den ersten Stunden nach der Geburt erlebt dein Baby den größten Umbruch seines bisherigen Lebens: vom warmen, schützenden Mutterleib hinein in eine laute, helle und völlig neue Welt. Haut-zu-Haut-Kontakt wirkt in diesem Moment wie ein sicherer Hafen. Dein Körper hilft dem kleinen Menschen dabei, sich zu stabilisieren – ganz ohne medizinisches Zutun. Atmung, Herzfrequenz und Körpertemperatur regulieren sich im engen Körperkontakt wie von selbst. Gleichzeitig sorgt die Nähe dafür, dass der Blutzuckerspiegel deines Babys stabil bleibt – ein entscheidender Punkt in den ersten Lebensstunden. Und auch emotional bedeutet dieser Kontakt pure Geborgenheit: Dein Baby weint weniger, wirkt ruhiger und kann sich besser auf das neue Umfeld einstellen. Viele Babys zeigen in dieser Zeit schon instinktiv erste Such- und Saugbewegungen – ein wunderbarer Start fürs Stillen. Ganz nebenbei wird bei Mama und Baby das Bindungshormon Oxytocin ausgeschüttet – das sorgt für Entspannung, reduziert Stress und schafft eine intensive emotionale Verbindung. Auch nach einem Kaiserschnitt: Nähe ist möglich Wenn du einen Kaiserschnitt hattest oder nach der Geburt medizinisch versorgt wirst, ist das kein Grund zur Sorge. In dieser Zeit kann der Papa oder eine andere enge Bezugsperson übernehmen und das Baby auf der Brust willkommen heißen. Auch hierbei entstehen Nähe, Bindung und Sicherheit – und euer Baby spürt: Ich bin nicht allein. Ich bin geborgen. Sobald es dir gut geht, darfst auch du dein Baby ganz nah bei dir haben. Die Verbindung wird dadurch nicht weniger stark – im Gegenteil. Der Körperkontakt von Papa und Mama kann sehr heilsam sein und euch beiden helfen, in Ruhe in eure neue Rolle hineinzuwachsen. Warum Hautkontakt auch für Mamas so wertvoll ist Nicht nur für dein Baby, auch für dich hat Haut-zu-Haut-Kontakt enorme Vorteile. Durch die vermehrte Oxytocin-Ausschüttung wird nicht nur die emotionale Bindung gestärkt, sondern auch die Milchbildung unterstützt und die Rückbildung der Gebärmutter gefördert. Gleichzeitig kann regelmäßiger Hautkontakt helfen, postpartalen Stress oder depressive Verstimmungen zu lindern und stärkt dein Vertrauen in dich und deinen Körper. Du merkst: Ich kann mein Baby beruhigen. Ich bin genau richtig für mein Kind. Auch Papas sollten kuscheln Gerade in den ersten Tagen ist es oft der Papa, der übernimmt, wenn Mama eine Pause braucht – und das ist wunderbar. Denn auch bei Vätern werden beim Kuscheln Bindungshormone ausgeschüttet. Das fördert die Vater-Kind-Beziehung von Anfang an, schafft Nähe und gibt Sicherheit. Und ja: Auch Frühgeborene oder Babys nach Kaiserschnitt profitieren enorm davon. Für viele Väter ist der erste Hautkontakt ein bewegender Moment, in dem sie sich plötzlich ganz „angekommen“ fühlen – in ihrer neuen Rolle als Papa. Und danach? Kuscheln darf bleiben! Haut-zu-Haut-Kontakt ist nicht auf die ersten Stunden nach der Geburt begrenzt. Auch im Wochenbett, beim Tragen, beim Stillen oder einfach mal zwischendurch auf dem Sofa – dieser intensive Körperkontakt bleibt wertvoll. Studien zeigen, dass Babys, die regelmäßig hautnah bei ihren Eltern sind, oft besser schlafen, weniger Stress zeigen und insgesamt eine stärkere emotionale Regulation entwickeln. Die Gehirnentwicklung wird gefördert, das Immunsystem gestärkt – und die Bindung wächst Tag für Tag. Rebonding: Es ist nie zu spät Manchmal läuft die Geburt anders als geplant. Vielleicht war dein Baby auf der Neugeborenen-Intensivstation. Vielleicht musstest du dich selbst erst einmal erholen. Vielleicht war einfach alles zu viel. Und dann plagt einen schnell das Gefühl: „Ich habe etwas verpasst.“ Doch bitte: Atme tief durch – denn es ist nie zu spät, den Hautkontakt nachzuholen. Babys sind unglaublich anpassungsfähig und stark. Sie sind bereit, sich auch später noch mit ihren Eltern zu verbinden – auf ganz natürliche Weise. Das sogenannte Rebonding kann helfen, genau diese Nähe nachzuholen. Gemeinsam kuscheln, baden, tragen – liebevolle Rituale wie ein Bonding-Bad, bei dem du mit deinem Baby im warmen Wasser bist, können heilsam und verbindend wirken. Auch hier gilt: Eine Hebamme kann euch dabei unterstützen, passende Wege für euch zu finden. Fazit: Nähe als tägliches Geschenk Der Hautkontakt ist nicht nur ein „Wochenbett-Ding“. Auch später im Alltag darf es diese innigen, warmen Momente geben – beim Kuscheln nach dem Baden, beim gemeinsamen Schlafen oder einfach beim Stillen mit nackter Haut. Diese kleinen Momente im Alltag sind oft die wertvollsten. Sie stärken nicht nur euer Band, sondern tun auch einfach gut – euch beiden. Haut-zu-Haut-Kontakt ist daher so viel mehr als nur Kuscheln. Er ist Verbindung, Beruhigung, Vertrauen, Gesundheit – ein echtes Wunder der Natur, das du jederzeit (wieder) erleben kannst. Alles Liebe wünscht Dir, Deine Hebamme Ana 💕
Frühchen begleiten - das ist nach einer Frühgeburt entscheidend

Frühchen begleiten - das ist nach einer Frühgeburt entscheidend

Frühgeborene sind Babys, die vor der vollendeten 37. Schwangerschaftswoche oder  mit einem Geburtsgewicht von unter 2500g geboren werden. Etwa 8% aller Babys sind Frühgeburten. Eine Frühgeburt bedeutet erstmal eine ungeplante Situation für die ganze Familie. Und nicht nur für das zu früh geborenen Baby ist diese Zeit intensiv und herausfordernd, auch für euch als Eltern bedeutet sie oft Sorgen und besonderes Kümmern. In diesem Artikel möchte ich euch rund um das Thema Frühgeburten aufklären und euch Tipps und Wissen mitgeben: Was für Arten von Frühgeburten gibt es? Wodurch kommt es zu einer Frühgeburt? Kann man Frühgeburten vorbeugen? Frühgeburten rechtzeitig erkennen Was tun beim Verdacht auf eine Frühgeburt? Ab wann sind Frühchen überlebensfähig? Was muss man bei einem Frühchen beachten? Unterschiedliche Frühgeborene – Was für Arten von Frühgeburten gibt es? Frühchen ist nicht gleich Frühchen – es gibt große Unterschiede bei Frühgeburten. Eingeteilt werden sie je nachdem in welcher Schwangerschaftswoche (SSW) und mit welchem Geburtsgewicht sie zur Welt kommen. Späte Frühgeborene Kinder, die zwischen der 34. und der 37. Schwangerschaftswoche zur Welt kommen, werden als sogenannte späte Frühgeborene (LPI = „late preterm infants“) bezeichnet. Sie unterscheiden sich in Bezug auf ihre Größe und ihr Gewicht nur unwesentlich von reif geborenen Kindern. Dennoch fehlt auch ihnen wertvolle Entwicklungszeit, so dass sie zu Frühgeburten zählen. Frühgeburten mit sehr niedrigem Geburtsgewicht Babys, die bei ihrer Geburt weniger als 1.500g wiegen, werden als Frühgeborene mit sehr niedrigem Geburtsgewicht (VLBW = „very low birth weight infants“) bezeichnet. Meist kommen sie vor der 32. Schwangerschaftswoche zur Welt. Frühgeburten mit extrem niedrigem Geburtsgewicht Und dann gibt es die noch zarteren Babys, die vor der 29. Schwangerschaftswoche geboren werden. Sie werden als Frühgeborene mit extrem niedrigem Geburtsgewicht (ELBW = „extremely low birth weight infants“) betitelt, da sie meist anfangs nur um die 1.000g wiegen. Entsprechend klein ist ihre Körpergröße. Untergewichtige Termingeborene Als vierte Kategorie von Frühgeburten gibt es noch reif geborene Kinder, die zwar um den errechneten Geburtstermin herum zur Welt kommen, aber ein Gewicht von weniger als 2.500g mitbringen. Sie gelten als Frühgeborene, wodurch ihre Mütter einen Anspruch auf verlängerten Mutterschutz haben. (Quelle: https://www.fruehgeborene.de/familie/allgemeine-infos.htm) Die medizinische Versorgung, die ein Frühchen bekommt, und wie lang es auf der Neonatologie (Kinderintensivstation) behandelt wird, richtet sich danach, wann und mit welchem Gewicht es zur Welt gekommen und wie sein allgemeiner Zustand ist. Wodurch kommt es zu einer Frühgeburt? Ursachen und Risikofaktoren, die zu einer Frühgeburt führen können, sind sehr unterschiedlich und individuell. Oftmals kann man nicht genau definieren, was der Auslöser für eine verfrühte Geburt war, es gibt allerdings ein paar Faktoren, die im Zusammenhang mit Frühgeburten beobachtet wurden. Risikofaktoren für Frühgeburten können sein: Mehrlingsschwangerschaften Das Alter der Mutter: Unter 18 oder über 35 Jahren Erfahrungen der Mutter: Bereits erlebte Frühgeburten Künstliche Befruchtung Vorerkrankung der Mutter (zB. Diabetes mellitus, Bluthochdruck, Infektionskrankheiten) Vaginalinfektionen Lebensstil der Mutter: Alkoholkonsum, Nikotinkonsum, Drogenkonsum, starkes Unter- oder Übergewicht, starke psychische Belastungen. Erkrankungen des Kindes (zB. Fehlbildungen) Komplikationen in der Schwangerschaft (zB. Gebärmutterfehlbildungen, Muttermundschwäche, Störungen der Plazenta, vorzeitiger Blasensprung, vorzeitige Wehentätgigkeit) Wie kann man Frühgeburten vorbeugen? Wir alle möchten, dass unsere Kinder gesund, reif und gut entwickelt zur Welt kommen. Damit unser Baby seine Reife im Mutterleib bekommt und nicht zu früh zur Welt kommt, gibt es ein paar Dinge, auf die werdende Mamis achten können: Regelmäßige Vorsorgen mit deiner Hebamme und/oder deiner Frauenärztin: Ein regelmäßiger Check kann helfen einer Frühgeburt vorzubeugen. Sollte beispielsweise dein Muttermund verkürzt sein, kann dies in einer Untersuchung festgestellt und entsprechende Maßnahmen getroffen werden. Ähnlich ist es auch mit Vaginalinfektionen. Werden diese frühzeitig erkannt, können sie direkt behandelt werden. Grundsätzlich hilft ein gesunder Lifestyle in der Schwangerschaft natürlich auch. Stärke dein Immunsystem mit gesunder Ernährung und bewege dich viel an der frischen Luft. Verzichte auf Nikotin, Alkohol und Drogen und vermeide extremen körperlichen oder mentalen Stress. Achte auf die richtige Hygiene im Intimbereich. Vermeide aggressive Seife, die deine natürliche Vaginalflora angreift. Wenn du das Gefühl hast einen Scheidenpilz zu haben oder dass deine Vaginalflora nicht in Ordnung ist, besprich dies zeitnah mit deiner Gynäkologin. Anzeichen für eine veränderte Vaginalflora können sein: Jucken, Brennen, vermehrter oder veränderter Ausfluss, auffälliger Geruch.Neben diesen Dingen, auf die du selbst achten kannst, gibt es leider auch eine Reihe an Faktoren, die du als Schwangere nicht beeinflussen kannst. Solltest du also eine Frühgeburt haben, kann dies durch die unterschiedlichsten Gründe verursacht worden sein. Du brauchst dir kein schlechtes Gewissen zu machen, denn Frühgeburten können nur selten durch das Verhalten der Mutter beeinflusst werden!Tatsächlich bleibt die Ursache einer Frühgeburt häufig ungeklärt. Solltest du, aufgrund von vorherigen Erfahrungen oder – warum auch immer – Ängste und Sorgen in Bezug auf eine Frühgeburt haben, besprich dies unbedingt mit deiner Hebamme oder einem Ansprechpartner deines Vertrauens. Anzeichen für eine Frühgeburt – Frühgeburten rechtzeitig erkennen Es gibt Anzeichen, die auf eine drohende Frühgeburt hinweisen. Hierzu zählen vorzeitige Wehen. Vorzeitige Wehen zeigen sich als Krämpfe im Unterbauch, die sich ähnlich, wie Periodenschmerzen anfühlen, und bei denen der Bauch regelmäßig hart wird. Ein weiteres Indiz für eine Frühgeburt ist ein Blasensprung und der Verlust von Fruchtwasser. Dies muss nicht unbedingt schwallartig oder fontänenmäßig, wie in Hollywoodfilmen geschehen, sondern kann sich auch tröpfchenweise äußern. Was tun bei dem Verdacht auf eine Frühgeburt? Wenn du Anzeichen für eine Frühgeburt beobachtest, solltest du dies immer mit deinem Frauenarzt oder im Krankenhaus abklären. Dort wirst du körperlich untersucht und es werden unterschiedliche Tests durchgeführt. Anhand von Ultraschall, einem CTG, einer Untersuchung deines Muttermundes und einem Test, ob du einen Blasensprung hattest, können Ärzte die Situation einschätzen. Dein Arzt und deine Hebamme werden das weitere Vorgehen entsprechend der Diagnose mit dir besprechen. Bei einer rechtzeitige Behandlung kann eine drohende Frühgeburt oft noch hinausgezögert werden. Ab wann sind Frühchen überlebensfähig? Je früher ein Baby geboren wird, desto unreifer sind seine Organe und sein Immunsystem. Und desto intensiver muss seine Behandlung sein. Heutzutage gilt ein Baby zwischen der 23. und der 25. SSW schon als medizinisch lebensfähig und hat Chancen auch außerhalb des Mutterleibes zu überleben. Mit jeder weiteren Schwangerschaftswoche steigt die Lebensfähigkeit. Ab der vollendeten 34. SSW ist die Lungenreife des Babys abgeschlossen. Dies ist ein wichtiger Meilenstein in seiner Entwicklung. Werden Babys vor der 34. SSW geboren, wird versucht der Mutter noch vor bevorstehender Geburt eine Spritze, die sogenannte RDS-Prophylaxe, zur Lungenreife zu geben. Was tun bei einer Frühgeburt? Was muss man bei Frühchen beachten?  Känguruhen – Frühgeburten brauchen Körperkontakt Frühchen brauchen ganz besonders viel Wärme und Körperkontakt, denn ihnen fehlt behütete Zeit im Bauch der Mutter. Wenn du ein Frühchen hast, ist dieser Körperkontakt und Haut-auf-Haut, Liebe und Zuwendung das Wichtigste. Es gibt sogar einen Fachbegriff hierfür: Wenn ein Baby nackt auf dem Oberkörper seiner Eltern liegt, nennt man dies Känguruhen. Das Klinikpersonal hilft dir hierbei und legt in der Regel großen Wert darauf, dass dies so früh, wie möglich, geschieht – selbst bei den ganz Kleinen, die an Kabel angeschlossen sind. Die Vorteile von Känguruhen sind enorm! Deine Körperwärme, dein Geruch und dein Herzschlag wirken, wie ein Wundermittel für die Kleinen. Frühchen können sich dadurch entspannen, die eigene Körpertemperatur stabilisieren und besser mit Schmerzen und Unwohlsein umgehen. Außerdem werden Vitalfunktionen, wie die Atmung, stabilisiert. Und auch für die Eltern hat Kängruhen Vorteile. Durch den engen Körperkontakt kann die Bindung gefestigt werden, Stichwort: Bonding, und ihr werdet automatisch sicherer im Umgang mit eurem Baby. Muttermilch von Anfang an Wenn du stillen möchtest, ist Muttermilch immer die beste Nahrung für dein Frühchen – sobald das möglich ist. Anfangs kann abgepumpte Muttermilch auch über eine Sonde gefüttert werden. Sobald dein Baby kräftiger ist, kann es selbst saugen und du kannst es an die Brust anlegen. Hol’ dir gerne Unterstützung durch Stillberaterinnen auf der Frühchenstation. So kannst du tolle Tipps lernen und herausfinden, welche Möglichkeiten es gibt, um deine Milchproduktion anzuregen und zu stillen. Hol’ dir Unterstützung – physisch und mental! Die erste Unterstützung bei Frühgeburten kommt meist durch das Klinikpersonal. Kinderkrankenpfleger und Schwestern zeigen dir, wie du dein frühgeborenes Baby – trotz Verkabelung – selbst wickeln und waschen kannst. Unsicherheit ist am Anfang ganz normal, mit der Zeit und den richtigen Griffen wirst du immer sicherer werden. Diese Unterstützung bereitet dich auch auf die anschließende Zeit Zuhause vor. Apropos Zuhause: Wenn es dann soweit ist, dass ihr euer Frühchen mit nach Hause nehmen könnt, ist es super, wenn du auch hier vorab für Unterstützung sorgst. Kümmere dich um eine erfahrene Hebamme, die dir zur Seite steht. Übrigens: Mit einem Attest des Kinderarztes kann die Betreuung durch eine Hebamme bei Frühgeburten verlängert werden. Je nach Zustand des Kindes gibt es auch ambulante Betreuungsmöglichkeiten durch Kinderkrankenpfleger oder Pflegerinnen, die zu euch nach Hause kommen. In manchen Fällen besteht außerdem ein Anspruch auf eine Haushaltshilfe. Frag’ hierfür bei deiner Krankenkasse nach. Viele Kassen übernehmen die Kosten. In manchen Fällen brauchen Frühgeburten besondere Therapien. Auch hierum kümmert ihr euch am besten frühzeitig. Welche speziellen Therapeuten gibt es bei euch in der Nähe? Was könnte hilfreich für euer Mini sein? Und zu guter Letzt: auch der Austausch mit Anderen kann eine großartige (mentale) Unterstützung sein. Ihr seid nicht die einzigen Frühchen-Eltern. Ihr seid nicht die einzigen, die entsprechende Sorgen und Ängste haben. Schaut, welche Angebote es in eurer Nähe mit Gleichgesinnten gibt. Vielleicht gibt es einen Austausch-Treff oder eine Selbsthilfegruppe. Die Situation mit einem früh geborenen Baby kann belastend sein. Kümmert euch – neben all der Babypflege – auch um euch und euer Wohl. Gut zu wissen: Mit einem Attest über die Frühgeburt kannst du den Mutterschutz nach der Geburt verlängern! Empfehlungen und weitere Infos bei Frühgeburten Kennst du den Podcast „Die friedliche Geburt“? Neben einer Vielzahl an Tipps und Informationen rund um Schwangerschaft, Geburt und Co gibt es hier auch eine Folge zum Thema Frühgeburt. Hört gerne mal rein! Vielleicht kann sie euch ein wenig Angst nehmen und ermutigen: https://die-friedliche-geburt.de/2023/06/25/293-fruehgeburt-mit-einleitung-neo-und-trotzdem-positiv-interview-mit-chantal/ Wichtige und weiterführende Informationen rund um das Thema Frühgeburten und Frühchen bekommt ihr auf dieser Seite des Familienportals: https://familienportal.de/familienportal/lebenslagen/schwangerschaft-geburt/fruehgeborene Euer Frühchen und ihr! Manchmal kommt es anders als geplant. Und manchmal wirft das ziemlich viel durcheinander. Warum, wieso, weshalb – das weiß man nicht immer. Was aber sicher ist: heutzutage sind die Möglichkeiten und ist die medizinische Versorgung für Frühgeburten so gut, wie nie zuvor! Es gibt zahlreiche Varianten Frühchen zu unterstützen, so dass man ihnen nach einer gewissen Zeit ihren Frühchen-Status nicht mehr anmerken wird. Euer Frühchen steht im Mittelpunkt. Und dennoch möchte ich euch ans Herz legen auch auf euch und euer Wohl zu achten. Es ist okay, wenn ihr zwischendurch auch eure Akkus aufladet, euch Momente nur für euch nehmt, euch selbst stärkt. Ich wünsche euch von Herzen alles Gute – und eine Extraportion Power und Liebe für euren kleinen Erdbewohner, eure baybies Hebamme Ana
Die Kraft der Muttermilch - Inhaltsstoffe, Fakten und Besonderheiten

Die Kraft der Muttermilch - Inhaltsstoffe, Fakten und Besonderheiten

Die Zusammensetzung von Muttermilch ist einzigartig und verändert sich stetig mit den Bedürfnissen des Babys. Welche wertvollen Inhaltsstoffe in der Muttermilch stecken und warum sie so besonders ist, wird hier genauer erklärt.
Milchstau erkennen und lösen - Tipps bei Stillproblemen

Milchstau erkennen und lösen - Tipps bei Stillproblemen

Stillen ist das natürlichste der Welt! Und trotzdem braucht es oft Zeit, bis sich Mutter und Kind aufeinander eingespielt haben. Bis das Anlegen klappt und der Milchfluss in Schwung ist. 
Deine Wochenbett-Liste - was du als Mama wirklich brauchst

Deine Wochenbett-Liste - was du als Mama wirklich brauchst

Dein Wochenbett und die ersten Wochen nach der Geburt darfst und sollst du so gestalten, wie es für dich und euch richtig ist. Es ist eine Zeit zum Kuscheln, Kennenlernen und Erholen. Was man dafür braucht? Nicht viel!, so viel verrate ich dir direkt! In diesem Artikel habe ich dir meine Wochenbett must haves, also die Dinge, auf die es wirklich ankommt, zusammengefasst: Wochenbett must haves für die Mama Ähnlich, wie bei der Wochenbett Erstausstattung für das Baby, findest du auch in diesem Artikel eine must-have-Liste nach meinem Credo „weniger ist mehr“. Als Mama und Hebamme habe ich die Erfahrung gemacht, dass du für die Wochenbettzeit nicht viel brauchst – welche Dinge ich dennoch sehr wertvoll finde, verrate ich dir gleich. In erster Linie geht es in der Zeit des Wochenbetts um immaterielle Dinge. Es ist die Zeit, in der ihr euer Baby auf dieser Welt willkommen heißt, in der ihr es kennenlernt und die Beziehung zueinander stärkt. Das wirklich Entscheide ist viel Ruhe und Zeit zusammen als Familie. „Bonding“ nennt man dies. Es geht um Körperkontakt, Kuscheln und Haut an Haut. Es gibt nichts Wichtigeres für ein Baby, als in den ersten Tagen durch deine und eure Körperwärme, euren Herzschlag und Körpergeruch langsam in dieser Welt anzukommen. Übrigens: Auch für dich als stillende Mama ist dieser Körper- und Hautkontakt wertvoll, denn er hilft deine Milchproduktion anzuregen. Checkliste für deine Wochenbett Ausstattung Wer googlet, der findet. Und zwar unzählige Listen mit Dingen, die du unbedingt für dein Wochenbett brauchst. Ich staune immer wieder, wie lang diese Listen sind, was heutzutage alles angeboten wird und dass „Mama am besten alles schon prophylaktisch kaufen sollte“. Hier möchte ich ein liebevolles „Stop!“ dazwischen werfen. Jedes Wochenbett ist unterschiedlich und individuell. Ich habe es oft erlebt, dass werdende Mamis sich eine Menge Zeug zulegen, das sie im Endeffekt gar nicht brauchen. Ich empfehle dir ein paar Essentials zu besorgen und dann zu gucken, ob noch weitere Dinge für dich hilfreich sein könnten – diese kannst du (oder dein Partner) dann immer noch besorgen. So vermeidet ihr unnötige Käufe, spart wahrscheinlich eine Menge Geld und handelt wesentlich nachhaltiger. Außerdem leben wir in einer Zeit, in der Apotheken 24h geöffnet haben und die meisten Shops einen Service anbieten, mit dem Produkte bereits am nächsten Tag verfügbar sind. Du hast also genügend Möglichkeiten super schnell Fehlendes zu erwerben. Stillhütchen sind solch ein Beispiel – brauchst du sie doch, kannst du sie ruckzuck haben. Was brauche ich alles für das Wochenbett? – Must haves für die Mama Hier findest du meine Wochenbett must haves Liste mit den Dingen, die du meiner Meinung nach vorab anschaffen solltest: Wochenbett must have: für den Wochenfluss Für den Wochenfluss solltest du geeigneten Binden und/oder Periodenunterwäsche Zuhause haben. Ich empfehle dir eine große Packung saugstarke Binden bzw. so genannte „Vorlagen“ (ohne Plastikfolie). Hierfür gibt es unterschiedliche Anbieter, einer davon ist Pelzy Protec. Diese findest du in der Drogerie, meist im Regal bei den Windeln.Große, besonders saugstarke Binden brauchst du meist nur in den ersten Tagen nach der Geburt. Sobald der Wochenfluss weniger wird, kannst du zu kleineren Binden (am besten ebenfalls ohne Plastik) wechseln, hier empfehle ich gerne Samu Classic. Viele Frauen finden es, sobald die Blutung etwas abschwächt, angenehm zu Periodenunterwäsche zu wechseln. Mittlerweile gibt es auch extra Maternity beziehungsweise Postpartum Unterwäsche, zum Beispiel die von dais (https://shopdais.com/de/collections/incontinence-underwear). Periodenunterwäsche ist oft angenehmer zu tragen als Binden und natürlich nachhaltiger. Außerdem ist es hilfreich ein paar angenehm große und nicht zu enge Unterhosen zu haben, die du heiß waschen kannst. Manche Frauen benutzen auch in den ersten Tagen nach Geburt Netzhosen (Fixierhosen). Diese kannst du wegschmeißen, wenn mal etwas Blut daneben geht. Wochenbett must have: Po-Dusche / Intim-Dusche Eine Intim-Dusche ist für mich kein absolutes Muss, aber in jedem Fall eine sehr praktische und angenehme Anschaffung. Du kannst aber auch einen Messbecher oder ein anderes sauberes Gefäß verwenden. Mit diesem kleinen Hilfsmittel kannst du direkt beim Wasserlassen mit klarem Wasser spülen. Falls du Geburtsverletzungen hast, kann dies angenehm sein und mögliches Brennen reduzieren. Nach jedem Toilettengang kannst du deinen Intimbereich mit der Intim-dusche abspülen und reinigen. Weitere Produkte für Geburtsverletzungen Meist werden dir dann noch eine ganze Reihe an weiteren Produkten empfohlen, um eventuelle Geburtsverletzungen zu pflegen – aber auch hier rate ich dir: kaufe nicht zu viel und warte bis nach der Geburt ab. Dann kannst du mit deiner Hebamme besprechen, ob es sinnvoll ist ein bestimmtes Spray, Sitzbad oder eine Creme zu besorgen, um die Heilung zu unterstützen. Da jede Geburtsverletzung und jede Frau anders ist, gibt es hier nicht DAS Allheilmittel, was du unbedingt Zuhause haben solltest. Vielmehr macht es Sinn individuell bei dir zu gucken, was für dich das beste Produkt ist.  Wochenbett must haves: für das Stillen Auch für das Stillen, während des Wochenbetts gilt: Du musst nicht vorab Produkte für jede möglicherweise eintretende Situation anschaffen. Stillhütchen, Milchpumpen und Muttermilchgefrierbeutel kannst du dann kaufen, wenn du diese tatsächlich brauchst. Was ich dir empfehle, sind: zwei bis drei gut sitzende Still-BHs, am besten ohne Bügel. eine Packung Stilleinlagen oder waschbare Stilleinlagen. eventuell eine Brustwarzen Salbe zur Pflege deiner Brustwarzen.  Eine Pflege, die sich von Anfang an bewährt hat, ist der baybies Nipple & Lip Balm. Er ist frei von Lanolin, Calendula und Duftstoffen, lässt sich vor und nach dem Stillen anwenden, ohne abgewaschen zu werden, und ist dabei so mild, dass er als kleine Soforthilfe für die ganze Familie taugt. Meiner Meinung nach reicht dies am Anfang aus und du brauchst nichts Weiteres. Du kannst dich auch bezüglich des Stillens mit deiner Hebamme besprechen, was noch sinnvoll ist und was individuell zu eurer Situation passt. Bei dem Thema Stillkissen gehen die Meinungen sehr auseinander. Die Eine liebt es und nutzt es täglich, bei der Anderen liegt es ungebraucht herum. Entscheide für dich selbst, ob du ein Stillkissen haben möchtest oder probiere es zu Beginn mit unterschiedlichen Kissen, die du sowieso Zuhause hast, aus. Verpflegung im Wochenbett Über die Verpflegung im Wochenbett macht ihr euch am besten schon vor der Geburt Gedanken. Wer kann welche Aufgaben übernehmen? Wer kann euch im Haushalt unterstützen oder sogar Gekochtes vorbeibringen? Besonders im Wochenbett ist es wichtig regelmäßig, lecker und gesund ausgewogen zu essen. Hierfür gibt es in manchen Städten sogar Lieferservices, die extra Essen fürs Wochenbett anbieten. Eine weitere Möglichkeit für gesunde Mahlzeiten in dieser Zeit ist, dass ihr vorkocht und Essen portionsweise einfriert. Gesunde Snacks, Obst, Rohkost, Müsliriegel und Energy Balls könnt ihr wunderbar vorher besorgen, so dass ihr gut ausgestattet seid. Während des Wochenbetts ist es wichtig, dass Mama und Baby liegen bleiben und sich auf sich konzentrieren können. Durch das Stillen haben viele Mütter oft plötzlich großen Durst oder Hunger – da sollte im besten Falle immer etwas griffbereit sein. Einige Frauen richten sich einen kleinen Wagen mit Rollen (Servierwagen) ein. Auf diesem stehen Getränke und Snacks bereit und er kann überall mit hin gefahren werden. Auch für dein Baby kannst du so alles griffbereit haben und Windeln, Tücher oder sonstige Dinge leicht mit dir transportieren. Einen geeigneten Wagen oder Ablageideen findet ihr beispielsweise, wenn ihr „Wochenbett Wagen Ikea“ oder „Wochenbett Tablett“ googlet.  Was braucht man für das Baby im Wochenbett? Neben den Dingen, die du als Mama brauchst, gibt es auch ein paar Sachen, die sinnvoll für dein Baby sind. Dies hier ist keine komplette Erstausstattungsliste, sondern nur meine Wochenbett must haves.  Kleidung für dein Baby  Was für Kleidung du für dein Baby während des Wochenbetts brauchst, hängt von der Jahreszeit ab. Achte am besten immer auf gute Qualität der Stoffe. Das bedeutet: Baby Kleidung sollte atmungsaktiv, temperaturregulierend und schadstoffarm sein. Ich empfehle dir lieber zwei bis drei gute Wolle-Seide-Bodies zu besorgen, als 15 „billige Bodies“. Mittlerweile bekommst du hochwertige Babykleidung auch in Drogeriemärkten oder natürlich Secondhand. Hygieneartikel für dein Baby Windeln solltet ihr für die erste Zeit ausreichend parat haben und etwas zum Reinigen. Hierfür eignen sich Babywattepads, Waschlappen oder dünne Stofflappen. Gerade am Anfang und Zuhause empfehle ich euch auf Feuchttücher zu verzichten, um die empfindliche Babyhaut zu schonen. Babywattepads oder Waschlappen und lauwarmes Wasser eigenen sich wunderbar, um euer Baby zu waschen. Ein hochwertiges Babyöl, wie das baybies Baby Öl ist für mich außerdem ein Wochenbett must have für die Babypflege. Babyöl ist das einzige Produkt, das man für ein Baby von Anfang an haben sollte. Es ist ein echter Allrounder und eignet sich sowohl zum Saubermachen und Reinigen, als auch zum Pflegen der Babyhaut.  Das, worauf es im Wochenbett ankommt… Ich weiß, wie überwältigend die Listen sein können, die aufzählen, was man alles für ein Baby anschaffen und unbedingt haben sollte. Und ich möchte dir gerne sagen: Mach’ dir keinen Stress. Es braucht so viel weniger Dinge, um ein Baby großzuziehen. Deinem Kind geht es kein Stückchen schlechter, wenn es keine Federwiege, keine riesige Palette an Stramplern oder keine unterschiedlichen Schlafsäcke hat. Das, worauf es wirklich ankommt, ist, eure gemeinsame Zeit. Euer Kuscheln und aneinander gewöhnen. Dein Kind wird sich später nicht daran erinnern, was du alles für es gekauft hast, aber es wird die Liebe und das Urvertrauen in sich tragen, was es durch eure Liebe erfährt. Erlaubt euch entspannt zu sein und die Dinge anzuschaffen, die sich für euch richtig anfühlen! Ich wünsche euch von Herzen alles Gute, Eure baybies Hebamme Ana
Wunde Brustwarzen beim Stillen - Ursachen erkennen, Tipps und was wirklich hilft

Wunde Brustwarzen beim Stillen - Ursachen erkennen, Tipps und was wirklich hilft

Wunde Brustwarzen und Schmerzen beim Stillen sind in den ersten Wochen weit verbreitet - doch mit der richtigen Anlegetechnik und etwas Geduld lässt sich vieles vermeiden.

Das mother magazine

mother matters – weil alles, was Frauen durchleben, Aufmerksamkeit verdient. Dieser Blog ist der Ort, an dem wir über Frauengesundheit reden, wie es sonst zu selten passiert: offen, fundiert und ohne Beschönigung.

Wir begleiten dich durch jede Lebensphase. Beim Kinderwunsch sprechen wir über Zyklus, Fruchtbarkeit und die emotionale Achterbahn auf dem Weg zum positiven Test. In der Schwangerschaft geht es um wachsende Bäuche, hormonelle Veränderungen und die Pflege, die deine Haut jetzt wirklich braucht. Im Wochenbett und in der Stillzeit reden wir über Heilung, Schlafmangel, Nährstoffbedarf und die neue Identität als Mutter.

Doch mother matters denkt weiter. Auch die Jahre nach der aktiven Mutterschaft – Perimenopause, Wechseljahre, hormonelle Umstellungen ab 40 – gehören zur Geschichte einer Frau. Wir liefern dir Wissen zu Symptomen, Mythen und sinnvoller Unterstützung durch Pflege und Nahrungsergänzung.
Hier findest du Beiträge von Hebammen, Gynäkologinnen und Frauen, die genau das durchleben, worüber sie schreiben. Praktisch, ehrlich, evidenzbasiert.
Denn Frauen sein ist kein Lebensabschnitt, sondern ein lebenslanger Prozess. Und genau darum geht es bei mother matters.