Eine Erkältung ist nicht gefährlich, aber sie verunsichert
Schnupfen, Halsschmerzen, Husten und plötzlich ist sie da: diese Unsicherheit.
Darf ich überhaupt etwas nehmen? Schadet das meinem Baby?
Als Apothekerin werde ich genau das ständig gefragt. Und als zweifache Mama kenne ich dieses Gefühl selbst: Du willst dich nicht unnötig belasten, aber du willst auch nichts falsch machen.
Die gute Nachricht: Eine gewöhnliche Erkältung ist in der Schwangerschaft in der Regel harmlos.
Wichtig ist nur, dass du Symptome sinnvoll behandelst und bestimmte Wirkstoffe vermeidest.
Ist eine Erkältung in der Schwangerschaft gefährlich?
Eine Erkältung wird meist durch harmlose Viren ausgelöst und betrifft die oberen Atemwege. Für dein Baby ist das normalerweise kein Problem.
Wichtig wird es bei:
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hohem Fieber
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sehr starken Schmerzen
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Atemnot
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Beschwerden, die länger als 7–10 Tage anhalten
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deutlicher Verschlechterung
Dann solltest du ärztlich abklären lassen.
Was du zuerst tun kannst
Gerade in der Schwangerschaft gilt: Erst die einfachen Maßnahmen.
Viele Symptome bessern sich deutlich durch:
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ausreichend trinken (Wasser, Kräutertee, Brühe)
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Ruhe und Schlaf
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Nasenspülung mit Kochsalzlösung
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Nasentropfen mit Kochsalzlösung
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Inhalation mit Wasserdampf oder Kochsalz
Das klingt banal, ist aber tatsächlich der wirksamste „Therapieblock“, weil er die Schleimhäute stabilisiert und den Körper entlastet.
Schnupfen: Was ist erlaubt?
Kochsalzspray & Nasenspülung
Kochsalzsprays oder Nasenduschen sind die erste Wahl. Sie sind gut verträglich und können mehrmals täglich angewendet werden.
Abschwellendes Nasenspray
Wenn du nachts nicht schlafen kannst, ist ein abschwellendes Nasenspray kurzfristig möglich.
Wichtig:
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nur wenige Tage
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Dosierung einhalten
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idealerweise nur abends
Ziel ist nicht „Erkältung weg“, sondern Schlaf und Atmung sichern.
Halsschmerzen: sanft, aber wirksam
Bei Halsschmerzen helfen:
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warme Getränke
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Gurgeln mit Salzwasser
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milde Lutschpastillen
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Stimmschonung
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Ggf. Schmerzmittel - welche, kommt gleich
Wenn du starke Schluckbeschwerden, hohes Fieber oder eitrige Beläge bemerkst, ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll.
Husten: Reizhusten oder Schleimhusten?
Husten ist oft das Symptom, das am längsten bleibt.
Reizhusten (trocken)
Hier helfen:
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Inhalation
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Honig
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warme Getränke
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ggf. ein Hustenstiller, wenn Schlaf unmöglich ist
Produktiver Husten (mit Schleim)
Hier gilt: Nicht unterdrücken, sondern unterstützen.
Hilfreich:
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viel trinken
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Inhalation
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ggf. schleimlösende Wirkstoffe nach Rücksprache
Fieber und Schmerzen: Was darf ich nehmen?
Paracetamol
Paracetamol ist das Mittel der Wahl bei:
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Fieber
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Kopf- und Gliederschmerzen
Wichtig:
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niedrigste wirksame Dosis
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so kurz wie möglich
Ibuprofen
Ibuprofen ist in der Schwangerschaft nur eingeschränkt geeignet:
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im 1. und 2. Trimester nur nach Rücksprache
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im 3. Trimester nicht empfohlen
Was du vermeiden solltest
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Kombinationspräparate („Erkältungskomplex“)
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orale abschwellende Mittel ohne ärztliche Rücksprache
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Daueranwendung von Nasenspray
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unnötige Selbstmedikation über viele Tage
Je weniger Wirkstoffe, desto besser.
