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Koffein in der Schwangerschaft und Stillzeit - was und wieviel erlaubt ist

Koffein in der Schwangerschaft und Stillzeit - was und wieviel erlaubt ist

Ein frischer, heißer, duftender Kaffee. Perfekter Milchschaum auf dem Latte Macchiato – für Viele von uns ein kleines Highlight im Alltag. Ein Highlight, auf das man als Schwangere oder Stillende verzichten muss? Oder ist Kaffee in der Schwangerschaft okay? Liebe Coffeelover, kommen wir direkt zur guten Nachricht: in Maßen ist Kaffee in der Schwangerschaft und Stillzeit erlaubt. Es gibt dennoch ein paar Dinge, auf die ihr bei Koffein und anderen Genussmittel in der Schwangerschaft und während der Stillzeit achten solltet: Wie viel Kaffee darf man als Schwangere trinken? Bevor dazu kommen, wie viel Kaffee, genauer gesagt Koffein, in der Schwangerschaft erlaubt sind, schauen wir uns erst einmal an, was Koffein genau ist: Was ist Koffein und worin ist Koffein enthalten? „Koffein (in der Fachsprache Coffein, auch Thein, Tein oder Teein) ist ein Purin-Alkaloid und ein anregend wirkender Bestandteil von Genussmitteln wie Kaffee, Tee, Cola, Mate, Guaraná, Energy-Drinks und Kakao. Es ist eines der ältesten von Menschen genutzten Stimulanzien.“ (Quelle: www.chemie.de) Koffein ist ein stimulierendes Alkaloid und wirkt auf uns wachmachend und aufputschend. Es kommt nicht nur in Kaffee vor, sondern befindet sich auch in schwarzem und grünem Tee, in Cola, Mate, Energy Drinks und in Kakaobohnen. Koffein wird schnell von unserem Verdauungstrakt aufgenommen und gelangt in unseren Blutkreislauf. Seine Wirkung zeigt sich nach etwa 15 Minuten und kann bis zu sechs Stunden anhalten.  Koffein in der Schwangerschaft Koffein kann die Plazentaschranke passieren und gelangt bis zum Embryo. Wir Erwachsene haben Enzyme, um das Koffein abzubauen. Das ist bei einem ungeborenen Baby anders – ihm fehlen diese Enzyme noch. Dadurch dauert es wesentlich länger bis das Koffein bei ihm abgebaut und verstoffwechselt ist. In den letzten Jahren wurden viele Studien betrieben, die zeigen, das moderater Konsum von Kaffee in der Schwangerschaft dem Baby nicht schaden. Häufig diskutierte Risiken, wie beispielsweise ein erhöhtes Fehlgeburtsrisiko, die im Zusammenhang mit Kaffeekonsum standen, konnten bisher in keiner Studie bestätigt werden.  Was bedeutet moderater Konsum von Kaffee in der Schwangerschaft? Die Europäische Gesellschaft für Lebensmittelsicherheit (EFSA) schätzte 2015 eine Menge von 200mg Koffein am Tag für unbedenklich ein. Die WHO und die DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) sprechen sogar von 300mg Koffein am Tag, die Schwangere zu sich nehmen können. Sagen wir also: 200 - 300mg Koffein am Tag könnt ihr auch während der Schwangerschaft trinken. Und: Wir Mamas und werdenden Mamas wissen intuitiv, was für uns und unser Baby richtig ist. Achte darauf, wie du dich nach dem Kaffee trinken in der Schwangerschaft fühlst.  Einige Frauen beschreiben, dass ihr Kind im Bauch unruhiger wirkt oder sich viel bewegt, nach dem sie Kaffee getrunken haben. Andere fühlen sich selbst unruhig. Und wieder Andere spüren eine positive Wirkung und fühlen sich gut nach einer Tasse Cappuccino. Du weißt, was für dich, euch und deinen Körper richtig ist  – vertraue darauf. :-)  Denke auch daran, dass Koffein nicht nur in Kaffee, sondern auch in anderen Getränken und Lebensmitteln enthalten ist.  Wie viel Koffein ist in Kaffee, Tee und anderen Genussmitteln enthalten? Hier siehst du wie viel Koffein in Kaffee und anderen Getränken enthalten ist. Es handelt sich hierbei um Durchschnittswerte, die variieren können: Espresso (60ml): ca. 80mg Koffein Filterkaffee (200ml): ca. 90mg Koffein Grüner Tee (200ml): ca. 30mg Koffein Schwarzer Tee (200ml): ca. 45mg Koffein Cola (250ml): ca. 25mg Koffein Zartbitterschokolade (100g): ca. 50mg Koffein Milchschokolade (100g): ca. 50mg Koffein Kakao (200ml): 8 bis 35mg Koffein (Quelle: https://www.oekotest.de/kinder-familie/Kaffee-in-der-Schwangerschaft-Wie-viel-Koffein-ist-erlaubt_12665_1.html)  Auf Energy Drinks solltet ihr in der Schwangerschaft lieber komplett verzichten. Diese enthalten sowohl viel Koffein, als auch Zucker und Zusatzstoffe, die als nicht gesund eingestuft werden.  Was spricht gegen Kaffee in der Schwangerschaft? Kaffee kann die Nährstoffaufnahme hemmen und zu einer schnelleren Ausscheidung von Nährstoffen führen. Das ist gerade für Schwangere wichtig zu wissen, da sie einen erhöhten Nährstoffbedarf haben. Die Gerbstoffe im Kaffee können die Aufnahme von Eisen aus der Nahrung mindern. Wenn du einen niedrigen Eisengehalt hast, macht es Sinn, dass du während oder direkt nach dem Essen auf Kaffee verzichtest. Trinke deinen Kaffee lieber zu einem späteren Zeitpunkt mit etwas Abstand zu den Mahlzeiten. Kaffee kann auch dazu führen, dass Magnesium und Kalzium schneller ausgeschieden werden. Insgesamt gilt aber dennoch: Wenn es dir und deinem Baby gut geht, ist Kaffee in Maßen okay! Wenn du unsicher in Bezug auf deine Nährstoffe bist, sprich mit deiner Frauenärztin hierüber. In der Regel werden im Laufe der Schwangerschaft mehrere Blutbilder gemacht, die zB deinen Eisenspiegel anzeigen. Alternativen zu Kaffee in der Schwangerschaft Wer keinen Kaffee in der Schwangerschaft trinken möchte und sich einfach nicht gut damit fühlt, für den gibt es natürlich auch tolle Alternativen. Koffeinfreier Kaffee beispielsweise. Der schmeckt in der Regel ganz ähnlich und hat vielleicht sogar einen Koffein-Placebo-Effekt. ;) Ein weitere Alternative ist auch ein Getreide Kaffee, koffeinfreier Chai oder Tee. Denke daran, dass schwarzer und grüner Tee auch Koffein enthalten. Die meisten Kräuter- und Früchtetees sind aber koffeinfrei und unbedenklich in der Schwangerschaft. Auch bei Tees kursieren Gerüchte, dass sie wehenfördernd oder milchbildungshemmend sein können. Aber sind wir mal ehrlich: alles in Maßen ist völlig in Ordnung! Denn wer trinkt schon fünf Liter Kräutertee auf einmal??!? Du weißt selbst, was gut für dich ist! Koffein und Kaffee in der Stillzeit  Der moderate Konsum von Kaffee gilt auch für die Stillzeit. Genau, wie während der Schwangerschaft, wird auch hier eine Menge von ca. 200 - 300mg Koffein am Tag für unbedenklich eingestuft. Koffein gelangt über die Muttermilch zum Baby. Beobachte auch hier, wie dein Baby reagiert und wie es ihm geht. Wenn du merkst, dass dein Kaffee trinken deinem Baby nicht gut tut, versuche deinen Kaffee direkt während des Stillens oder kurz danach zu trinken. So hat dein Körper Zeit, das Koffein bis zur nächsten Stillmahlzeit abzubauen. Andere Genussmittel in der Schwangerschaft und Stillzeit Wie sieht es mit anderen Genussmittel in der Schwangerschaft und Stillzeit aus? Ist ein Glas Wein erlaubt oder tabu? Und was sollte man in Bezug auf Nikotin wissen? Alkohol in der Schwangerschaft Auf Alkohol solltest du in der gesamten Schwangerschaft komplett verzichten. Es ist mehrfach belegt und erwiesen, dass es durch Alkoholkonsum zu Schädigungen am Kind kommen kann. Von Entwicklungsverzögerungen bis zu Hirnschäden kann Alkohol bei einem Ungeborenen viel Unheil anrichten.  Bitte denke auch daran, dass bestimmte Lebensmittel und Speisen Alkohol enthalten können. Und auch so genannten Alkoholfreie Getränke, haben manchmal einen Gehalt an Restalkohol. Zum Glück gibt es inzwischen aber ja viele Säfte, Eistees und andere Getränke, die als kühles Erfrischungsgetränk wunderbar mithalten können! Alkohol in der Stillzeit Auch in der Stillzeit solltest du auf Alkohol verzichten. Alkohol gelangt über das Blut in die Muttermilch und somit zu deinem Baby. Der Alkoholspiegel im Blut ist identisch mit dem Alkoholgehalt in deiner Muttermilch. Außerdem hemmt Alkohol die Milchbildung.  Nikotin in der Schwangerschaft Das Nikotin und Rauchen in der Schwangerschaft tabu sind, sollte klar sein. Wichtig zu beachten ist auch, dass passives Rauchen und Einatmen von Nikotin schädlich für dein ungeborenes Baby sein können. Solltest du Raucherin sein und Probleme haben, damit aufzuhören, sprich mit deinem Gynäkologen über mögliche Hilfe. Es gibt inzwischen zahlreiche Therapien und Unterstützungsmöglichkeiten, die helfen das Rauchen zu beenden. Deine Schwangerschaft, dein Kaffee Weißt du, das Wichtigste ist, dass du auf dein Gefühl und deinen Körper hörst. Das gilt ganz besonders für die Schwangerschaft. Nimm wahr, wie es dir mit Kaffee, mit anderen Lebensmitteln und auch sonst in deinem Alltag geht. Fühle, wie du deinen Bauch und dein Baby wahrnimmst. Was fühlt sich gut und richtig an? Und was nicht? Du darfst dir selbst vertrauen. Ich wünsche dir eine zauberhafte Schwangerschaft – ob mit oder ohne Latte Macchiato! ;) Lass’ es dir gutgehen und alles Liebe, deine baybies Hebamme Ana
Vaginale Infektionen in der Schwangerschaft - Ursachen, Symptome & sichere Behandlung

Vaginale Infektionen in der Schwangerschaft - Ursachen, Symptome & sichere Behandlung

Vaginale Infektionen gehören zu den häufigsten gesundheitlichen Problemen bei Frauen und in der Schwangerschaft treten sie oft noch häufiger auf. Durch hormonelle Veränderungen verändert sich das Scheidenmilieu, was dazu führen kann, dass bestimmte Keime sich leichter vermehren. Etwa ein Drittel aller Schwangeren ist von einer vaginalen Pilzinfektion (Candidose) betroffen, meist verursacht durch Candida albicans. Wichtig: Infektionen sollten in der Schwangerschaft - auch ohne starke Beschwerden - behandelt werden, weil sie das Risiko für vorzeitige Wehen, Blasensprung oder Frühgeburt erhöhen können. Warum vaginale Infektionen in der Schwangerschaft häufiger sind Während der Schwangerschaft steigt der Östrogenspiegel, und das Immunsystem verändert sich. Diese hormonellen Einflüsse begünstigen das Wachstum von Hefepilzen und können zu Störungen der normalen Scheidenflora führen. Zu den häufigsten Infektionen gehören: Vaginale Hefepilzinfektion (Candidose) - besonders häufig (~30 % der Schwangerschaften) Bakterielle Vaginose (BV) - Ungleichgewicht der bakteriellen Scheidenflora Trichomoniasis - durch einen parasitären Erreger verursachte Infektion Chlamydien- und andere sexuell übertragbare Infektionen – können Schwangerschaft und Neugeborenes gefährden Besiedlung mit B-Streptokokken - wichtig für das Geburtsmanagement, aber nicht immer behandlungsbedürftig vor der Entbindung Häufige Symptome und wann du handeln solltest Vaginale Infektionen können verschiedene Anzeichen haben. Dazu gehören: veränderter Ausfluss (Farbe, Menge, Geruch) Juckreiz oder Brennen im Intimbereich unangenehmer Geruch Schmerzen beim Wasserlassen oder Geschlechtsverkehr Wichtig: Manche Infektionen verlaufen aber ohne eindeutige Beschwerden - deshalb sind regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen und Abstriche besonders wichtig. Wenn du ungewöhnliche Symptome bemerkst - auch ohne Schmerzen, sprich am besten frühzeitig mit deiner Frauenärztin/deinem Frauenarzt. Eine frühe Diagnose kann das Risiko von Komplikationen deutlich senken. Risiken einer unbehandelten Infektion Unbehandelte vaginale Infektionen können die Schwangerschaft direkt oder indirekt belasten: vorzeitige Wehen oder Blasensprung Frühgeburt oder niedriges Geburtsgewicht Übertragung bestimmter Erreger auf das Neugeborene während der Geburt Zum Beispiel können Hefepilze am Ende der Schwangerschaft bei etwa 80 % der Neugeborenen in Mundhöhle und Verdauungstrakt nachgewiesen werden, wenn sie unbehandelt sind – was zwar meist harmlos bleibt, aber zur Entwicklung von Mundsoor beitragen kann. Diagnose: So erkennt deine Ärztin oder dein Arzt die Infektion Im Rahmen der Schwangerschaftsvorsorge können vaginale Abstriche angefertigt werden. Diese werden mikroskopisch und kulturell untersucht, um: den Erreger zu identifizieren die passende Therapie auszuwählen andere Infektionsursachen auszuschließen Ein Test auf B-Streptokokken wird üblicherweise zwischen SSW 35 und 37 empfohlen, um bei positiver Besiedlung eine Antibiotikaprophylaxe während der Geburt einzuleiten. Therapie - sicher und wirkungsvoll während der Schwangerschaft Vaginale Hefepilzinfektionen (Candidose) In der Schwangerschaft sicher und bevorzugt: Clotrimazol (lokal) Miconazol (lokal) Nystatin (lokal; weniger wirksam) Diese Mittel gelten als unbedenklich und können meist lokal angewendet werden. Bakterielle Vaginose (BV) Eine bakterielle Vaginose sollte in der Schwangerschaft behandelt werden, da sie mit Frühgeburtsrisiko assoziiert ist. Empfohlene Antibiotika: Metronidazol (systemisch oder lokal) Clindamycin (systemisch oder lokal) Clindamycin wird in Leitlinien oft bevorzugt, da es gut verträglich ist und im Vergleich zu Metronidazol eine breite Abdeckung bietet. Trichomoniasis Die Therapie der Wahl ist systemisches Metronidazol. Da es sich um eine sexuell übertragbare Infektion handelt, sollte auch der Partner behandelt werden. Chlamydien & andere STI Infektionen wie Chlamydia trachomatis können ohne Symptome verlaufen, aber frühzeitig behandelt werden, um Komplikationen wie vorzeitigen Blasensprung oder Neugeboreneninfektionen zu reduzieren. Hierzu wird in Deutschland in der Frühschwangerschaft standardmäßig gescreent und ggf. behandelt. B-Streptokokken-Besiedlung Meist keine Therapie während der Schwangerschaft, außer bei bestimmten Risiken. Viel wichtiger ist die Antibiotikaprophylaxe zur Geburt, wenn der Abstrich positiv ist oder Risikofaktoren bestehen. Prävention: Wie du dein Scheidenmilieu unterstützen kannst Auch wenn nicht jede Infektion vermeidbar ist, helfen diese Maßnahmen, das Risiko zu reduzieren: regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen Vermeidung reizender Intimpflegeprodukte luftige Kleidung, kein intensives Duschen der Scheide sicheren Sex praktizieren (Kondome, Partnerbehandlung bei STI) auf Hygiene nach dem Toilettengang achten Fazit Vaginale Infektionen in der Schwangerschaft sind häufig und behandelbar. Sie müssen nicht dein Alltagserlebnis dominieren. Mit frühzeitiger Diagnose, sachgerechter Therapie und regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen lassen sich Risiken für dich und dein Baby deutlich reduzieren. Besonders wichtig ist, dass du dein Körpergefühl ernst nimmst und Beschwerden offen ansprichst – du bist nicht allein damit.
Obstipation in der Schwangerschaft - Ursachen, Symptome und sichere Behandlung

Obstipation in der Schwangerschaft - Ursachen, Symptome und sichere Behandlung

Verstopfung (medizinisch: Obstipation) ist ein häufiges Problem in der Schwangerschaft. Schätzungen zufolge sind bis zu 40 % der Schwangeren betroffen. Die Beschwerden reichen von seltenem Stuhlgang über harten Stuhl bis hin zu schmerzhaftem Pressen. Auch wenn Obstipation meist harmlos ist, kann sie die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen und Folgeprobleme wie Hämorrhoiden begünstigen. Die gute Nachricht: Es gibt wirksame und sichere Behandlungsmöglichkeiten. Was ist Obstipation? Von Obstipation spricht man, wenn mindestens eines der folgenden Symptome über längere Zeit besteht: weniger als drei Stuhlentleerungen pro Woche harter, trockener Stuhl starkes Pressen beim Stuhlgang Gefühl unvollständiger Entleerung Schmerzen bei der Defäkation Wichtig ist: Nicht jede seltene Stuhlentleerung ist automatisch krankhaft. Entscheidend sind die Begleitsymptome und der individuelle Leidensdruck. Warum kommt es in der Schwangerschaft häufiger zu Verstopfung? Mehrere physiologische Veränderungen tragen dazu bei: 1. Hormonelle Umstellung Das Hormon Progesteron steigt im Verlauf der Schwangerschaft deutlich an. Es entspannt nicht nur die Gebärmutter, sondern auch die glatte Darmmuskulatur. Die Darmbewegung wird langsamer, der Stuhl verweilt länger im Darm. 2. Erhöhte Wasserresorption Durch die verlängerte Verweildauer wird dem Stuhl mehr Wasser entzogen – er wird härter und trockener. 3. Mechanischer Druck Mit zunehmender Schwangerschaft übt die wachsende Gebärmutter Druck auf den Darm aus und kann die Darmpassage zusätzlich verlangsamen. 4. Eisenpräparate Viele Schwangere nehmen Eisen zur Behandlung oder Prävention einer Anämie ein. Eisen kann als Nebenwirkung Verstopfung verursachen oder verstärken. Typische Symptome Betroffene berichten häufig über: seltenen Stuhlgang harten, klumpigen Stuhl Völlegefühl und Blähungen Bauchschmerzen schmerzhaftes Pressen Bleibt die Obstipation länger bestehen, können Hämorrhoiden oder Analfissuren entstehen. Therapie der Obstipation in der Schwangerschaft  Die Behandlung erfolgt stufenweise. Zunächst stehen nicht-medikamentöse Maßnahmen im Vordergrund. Medikamente werden nur eingesetzt, wenn diese nicht ausreichen. 1. Basistherapie: Nicht-medikamentöse Maßnahmen Diese Maßnahmen sind sowohl zur Behandlung als auch zur Vorbeugung geeignet: Ballaststoffreiche Ernährung Vollkornprodukte Obst (z. B. Pflaumen) Gemüse Hülsenfrüchte Ausreichende Flüssigkeitszufuhr mindestens 1,5–2 Liter täglich Regelmäßige Bewegung Spazierengehen Schwimmen Schwangerschaftsyoga Vor dem Einsatz von Laxanzien sollte geprüft werden, ob diese Maßnahmen konsequent umgesetzt wurden. 2. Medikamentöse Therapie Wenn die Basismaßnahmen nicht ausreichen, können Abführmittel eingesetzt werden. In der Schwangerschaft gelten bestimmte Wirkstoffe als bevorzugt. Erste Wahl: Quell- und Füllstoffe Flohsamenschalen (Plantago ovata) Leinsamen Weizenkleie Sie binden Wasser im Darm und fördern die natürliche Peristaltik. Wichtig ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Osmotische Laxanzien Lactulose (Mittel der Wahl) Macrogol Diese Substanzen werden kaum systemisch aufgenommen und gelten als sicher in der Schwangerschaft. Nur kurzfristig und bei Bedarf Bisacodyl Glycerinzäpfchen Natriumpicosulfat Diese sollten nicht dauerhaft eingesetzt werden. Nicht empfohlen bzw. zurückhaltend anzuwenden Paraffinöl Rizinusöl Anthrachinon-haltige Abführmittel (z. B. Sennesblätter, Rhabarber) Bittersalz Wann sollte ärztlich abgeklärt werden? Eine medizinische Abklärung ist sinnvoll bei: starken oder zunehmenden Schmerzen Blut im Stuhl anhaltender Obstipation trotz Therapie neu auftretenden Beschwerden Auch bei Unsicherheit über die richtige Medikation sollte Rücksprache mit der betreuenden Ärztin oder dem betreuenden Arzt erfolgen. Ist Obstipation gefährlich für das Baby? In der Regel nicht. Obstipation betrifft primär die Mutter und führt nicht zu Fehlbildungen oder direkten kindlichen Schäden. Unbehandelt kann sie jedoch zu Komplikationen wie Hämorrhoiden oder schmerzhaften Einrissen führen, was die Schwangerschaft unnötig belastet. Eine frühzeitige Behandlung verbessert daher die Lebensqualität deutlich. Fazit Obstipation ist eine häufige Begleiterscheinung der Schwangerschaft. Sie entsteht vor allem durch hormonelle Veränderungen und eine verlangsamte Darmbewegung. Die Therapie erfolgt stufenweise:zunächst Ernährung, Flüssigkeit und Bewegung, anschließend bei Bedarf sichere Laxanzien wie Flohsamenschalen oder Lactulose. Verstopfung muss nicht „ausgehalten“ werden. Eine frühzeitige, sachgerechte Behandlung kann Beschwerden deutlich lindern und Folgeprobleme vermeiden.  
Schwangerschaft früh erkennen - typische Anzeichen im Überblick

Schwangerschaft früh erkennen - typische Anzeichen im Überblick

Schwangerschaftsanzeichen sind oft die ersten Hinweise darauf, dass sich dein Körper auf eine spannende Reise vorbereitet. Jede Frau erlebt diese Zeichen unterschiedlich und zu verschiedenen Zeitpunkten. In diesem Blogbeitrag geben wir dir einen Überblick über unsichere und sichere Anzeichen einer Schwangerschaft. Die unsicheren Schwangerschaftsanzeichen 1. Übelkeit und Erbrechen (Morgenübelkeit)Viele Frauen verspüren zwischen der 4. und 6. Schwangerschaftswoche Übelkeit, die oft morgens auftritt. Diese hormonell bedingte Veränderung, insbesondere durch den Anstieg von hCG (Humanes Choriongonadotropin), kann sich jedoch über den gesamten Tag verteilen. Häufig bessert sich die Übelkeit nach der 12. Schwangerschaftswoche. 2. Ziehen im UnterleibEin leichtes Ziehen oder Krämpfe können auftreten, wenn sich die befruchtete Eizelle in die Gebärmutter einnistet. Diese Einnistung, auch als Nidiation bekannt, kann ebenfalls leichte Blutungen verursachen. 3. Häufiger HarndrangIn den ersten Schwangerschaftswochen bewirkt ein erhöhter Hormonspiegel, dass die Nieren verstärkt arbeiten. Dies führt dazu, dass die Blase schneller gefüllt wird und der Harndrang häufiger auftritt. 4. Müdigkeit und ErschöpfungProgesteron, ein Hormon, das während der Schwangerschaft in hoher Konzentration produziert wird, sorgt dafür, dass viele Frauen sich müde und erschöpft fühlen. Dieses Hormon hilft, die Gebärmutter auf die Schwangerschaft vorzubereiten, verlangsamt jedoch auch andere Körperfunktionen. 5. StimmungsschwankungenEmotionale Höhen und Tiefen sind in der Frühschwangerschaft keine Seltenheit. Hormonschwankungen können dazu führen, dass Frauen sich reizbarer oder weinerlicher als gewöhnlich fühlen. Sichere Anzeichen einer Schwangerschaft 1. Positiver SchwangerschaftstestEin sicherer Hinweis auf eine Schwangerschaft ist der Nachweis von hCG im Blut oder Urin. Dies kann durch einen Schwangerschaftstest bestätigt werden. 2. Ultraschallbild des EmbryosEin Ultraschall, der den Embryo oder später den Herzschlag zeigt, ist ein definitives Zeichen. 3. Fühlen der KindsbewegungenAb der 18. Schwangerschaftswoche spüren viele Frauen die ersten Bewegungen des Babys – ein aufregender Moment, der die Schwangerschaft eindeutig bestätigt. Fazit Die ersten Schwangerschaftsanzeichen können verwirrend und aufregend zugleich sein. Sie fallen von Frau zu Frau unterschiedlich aus. Wenn du dir unsicher bist, mache einen Schwangerschaftstest oder wende dich an deine Hebamme oder deinen Arzt. Dies gibt dir die Sicherheit, ob du tatsächlich schwanger bist und ermöglicht dir den besten Start in diese aufregende Zeit. Alles Liebe für Dich, Deine baybies-Hebamme Ana
Erkältung in der Schwangerschaft: Was hilft wirklich und was solltest du vermeiden?

Erkältung in der Schwangerschaft: Was hilft wirklich und was solltest du vermeiden?

Eine Erkältung ist nicht gefährlich, aber sie verunsichert Schnupfen, Halsschmerzen, Husten und plötzlich ist sie da: diese Unsicherheit.Darf ich überhaupt etwas nehmen? Schadet das meinem Baby? Als Apothekerin werde ich genau das ständig gefragt. Und als zweifache Mama kenne ich dieses Gefühl selbst: Du willst dich nicht unnötig belasten, aber du willst auch nichts falsch machen. Die gute Nachricht: Eine gewöhnliche Erkältung ist in der Schwangerschaft in der Regel harmlos.Wichtig ist nur, dass du Symptome sinnvoll behandelst und bestimmte Wirkstoffe vermeidest. Ist eine Erkältung in der Schwangerschaft gefährlich? Eine Erkältung wird meist durch harmlose Viren ausgelöst und betrifft die oberen Atemwege. Für dein Baby ist das normalerweise kein Problem. Wichtig wird es bei: hohem Fieber sehr starken Schmerzen Atemnot Beschwerden, die länger als 7–10 Tage anhalten deutlicher Verschlechterung Dann solltest du ärztlich abklären lassen. Was du zuerst tun kannst Gerade in der Schwangerschaft gilt: Erst die einfachen Maßnahmen. Viele Symptome bessern sich deutlich durch: ausreichend trinken (Wasser, Kräutertee, Brühe) Ruhe und Schlaf Nasenspülung mit Kochsalzlösung Nasentropfen mit Kochsalzlösung Inhalation mit Wasserdampf oder Kochsalz Das klingt banal, ist aber tatsächlich der wirksamste „Therapieblock“, weil er die Schleimhäute stabilisiert und den Körper entlastet. Schnupfen: Was ist erlaubt? Kochsalzspray & Nasenspülung Kochsalzsprays oder Nasenduschen sind die erste Wahl. Sie sind gut verträglich und können mehrmals täglich angewendet werden. Abschwellendes Nasenspray Wenn du nachts nicht schlafen kannst, ist ein abschwellendes Nasenspray kurzfristig möglich. Wichtig: nur wenige Tage Dosierung einhalten idealerweise nur abends Ziel ist nicht „Erkältung weg“, sondern Schlaf und Atmung sichern. Halsschmerzen: sanft, aber wirksam Bei Halsschmerzen helfen: warme Getränke Gurgeln mit Salzwasser milde Lutschpastillen Stimmschonung Ggf. Schmerzmittel - welche, kommt gleich Wenn du starke Schluckbeschwerden, hohes Fieber oder eitrige Beläge bemerkst, ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll. Husten: Reizhusten oder Schleimhusten? Husten ist oft das Symptom, das am längsten bleibt. Reizhusten (trocken) Hier helfen: Inhalation Honig warme Getränke ggf. ein Hustenstiller, wenn Schlaf unmöglich ist Produktiver Husten (mit Schleim) Hier gilt: Nicht unterdrücken, sondern unterstützen. Hilfreich: viel trinken Inhalation ggf. schleimlösende Wirkstoffe nach Rücksprache Fieber und Schmerzen: Was darf ich nehmen? Paracetamol Paracetamol ist das Mittel der Wahl bei: Fieber Kopf- und Gliederschmerzen Wichtig: niedrigste wirksame Dosis so kurz wie möglich Ibuprofen Ibuprofen ist in der Schwangerschaft nur eingeschränkt geeignet: im 1. und 2. Trimester nur nach Rücksprache im 3. Trimester nicht empfohlen Was du vermeiden solltest Kombinationspräparate („Erkältungskomplex“) orale abschwellende Mittel ohne ärztliche Rücksprache Daueranwendung von Nasenspray unnötige Selbstmedikation über viele Tage Je weniger Wirkstoffe, desto besser.  
So gelingt die Bauchmassage in der Schwangerschaft - einfach erklärt

So gelingt die Bauchmassage in der Schwangerschaft - einfach erklärt

Die Schwangerschaft ist eine besondere Phase, in der Körper und Geist eine enorme Veränderung durchlaufen. Eine Bauchmassage kann nicht nur körperlich wohltuend sein, sondern auch die emotionale Verbindung zwischen dir und deinem Baby stärken. Diese liebevolle Routine bietet dir die Möglichkeit, bewusst Zeit für dich und dein Baby zu schaffen, und schenkt dir Momente der Entspannung. Anleitung für die Bauchmassage Die beste Zeit für eine Bauchmassage ist direkt nach dem Duschen, wenn die Haut noch leicht feucht ist und Pflegeprodukte besser einziehen können. Du kannst dir dafür täglich 5 bis 10 Minuten Zeit nehmen – es ist eine kleine, aber wertvolle Auszeit nur für euch. Finde eine bequeme Position, die für dich und dein Baby angenehm ist. Ob sitzend oder liegend, wichtig ist, dass du dich wohlfühlst. Wärm deine Hände, indem du sie unter warmes Wasser hältst oder sanft aneinanderreibst. Das sorgt für ein angenehmes Gefühl auf der Haut. Beginne mit sanften, kreisenden Bewegungen im Uhrzeigersinn. Alternativ kannst du die Haut leicht zwischen den Fingern zupfen, um die Durchblutung zu fördern. Spüre dabei, was sich für euch gut anfühlt. Nimm dir bewusst Zeit für diese Massage. Sprich liebevoll mit deinem Baby, spüre, wie es reagiert und genieße die Nähe. Es ist ein ganz besonderer Moment nur für euch beide.  Die richtige Pflege Für eine Bauchmassage eignen sich milde Pflegeprodukte wie eine reichhaltige Körperbutter oder natürliche Öle. Wichtig ist, dass die Produkte duftstofffrei sind, insbesondere wenn du während der Schwangerschaft empfindlich auf Gerüche reagierst. Auch sollte darauf geachtet werden, dass die Pflegeprodukte frei von unnötigen Inhaltsstoffen sind. Deine Haut ist während der Schwangerschaft besonders empfindlich, und du möchtest sicherstellen, dass dein ungeborenes Baby nicht mit schädlichen Stoffen in Kontakt kommt. Die Körperbutter von mother by baybies ist eine wunderbare Wahl für diese Routine. Sie spendet intensive Feuchtigkeit, stärkt die natürliche Hautbarriere und beruhigt empfindliche oder gereizte Haut. Gleichzeitig lindert sie Juckreiz und pflegt nachhaltig – ein echter Alleskönner für werdende Mütter. Die Vorteile der Bauchmassage Eine regelmäßige Bauchmassage bringt zahlreiche Vorteile mit sich. Wissenschaftliche Studien belegen, dass Massagen in der Schwangerschaft nicht nur die körperliche, sondern auch die emotionale Gesundheit fördern. Durch die sanften Berührungen wird Stress reduziert, da der Cortisolspiegel (das Stresshormon) sinkt und gleichzeitig die Produktion von Glückshormonen wie Serotonin und Dopamin angeregt wird. Diese hormonellen Veränderungen wirken sich positiv auf deine emotionale Verbindung zu deinem Baby aus. Darüber hinaus verbessert eine Bauchmassage die Durchblutung in der Bauchregion. Dadurch wird dein Baby besser mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt, während Schwellungen und Wassereinlagerungen bei dir reduziert werden können. Auch körperliche Beschwerden wie Rückenschmerzen und Muskelverspannungen können durch eine Massage gelindert werden. Insbesondere die Veränderungen der Körperhaltung durch die Gewichtszunahme in der Schwangerschaft machen solche Entspannungsmomente besonders wertvoll. Ein weiterer Vorteil: Die Hautelastizität wird durch die Massage gefördert. Kombiniert mit pflegenden Produkten kann das Risiko für Dehnungsstreifen minimiert werden. Aber selbst, wenn Schwangerschaftsstreifen entstehen – sie sind ein Zeichen der unglaublichen Leistung, die dein Körper vollbringt und ein Teil des Wunders Schwangerschaft. Zusätzlich hilft eine Bauchmassage dabei, die Bindung zwischen Mutter und Baby zu stärken. Die bewusste Berührung und der achtsame Umgang mit deinem Körper schaffen eine tiefe emotionale Verbindung. Viele werdende Mütter berichten, dass sie während dieser Massagen besonders innige Momente mit ihrem Baby erleben. Nicht zuletzt kann eine regelmäßige Massage auch deinen Schlaf verbessern. Die Aktivierung des Parasympathikus – der Teil des Nervensystems, der für Entspannung zuständig ist – sorgt dafür, dass du leichter zur Ruhe kommst und erholsamer schläfst. Sicherheitsaspekte Bevor du mit der Bauchmassage beginnst, sprich mit deinem Arzt oder deiner Hebamme, ob diese Routine für dich geeignet ist, vor allem bei einer Risikoschwangerschaft. Bei einer unauffälligen Schwangerschaft kannst du ausprobieren, was sich für dich gut anfühlt. Achte darauf, sanfte Bewegungen ohne starken Druck auszuführen.  Falls dein Partner die Massage übernehmen möchte, ist eine gute Kommunikation entscheidend. Sag ihm, was dir angenehm ist, und achte darauf, dass er keine zu kräftigen Bewegungen ausführt. Wenn du eine professionelle Massage in Anspruch nehmen möchtest, stelle sicher, dass die Fachkraft Erfahrung mit Schwangerenmassagen hat und deine Schwangerschaftswoche kennt. Schwangerschaftsstreifen: Ein Zeichen von Stärke Viele Frauen fragen sich, ob Massagen Schwangerschaftsstreifen verhindern können. Der medizinische Begriff dafür lautet Striae gravidarum und sie entstehen durch hormonelle Veränderungen und das Dehnen der Haut, das das Bindegewebe schwächt. Pflegende Öle, Cremes und Körperbutter spenden Feuchtigkeit und fördern die Elastizität der Haut. Sie können jedoch nicht garantieren, dass keine Schwangerschaftsstreifen entstehen – und das ist auch vollkommen in Ordnung. Schwangerschaftsstreifen sind ein sichtbares Zeichen der unglaublichen Leistung, die dein Körper vollbringt. Sie erzählen die Geschichte deiner Schwangerschaft und sind ein Teil des Wunders, das in dir geschieht. Tipps für gesunde Haut in der Schwangerschaft Neben der regelmäßigen Bauchmassage kannst du deine Haut mit weiteren einfachen Maßnahmen stärken. Trink ausreichend Wasser – 2 bis 3 Liter pro Tag – um die Haut geschmeidig zu halten. Eine ausgewogene Ernährung mit viel Vitamin C, Vitamin E, Zink und Omega-3-Fettsäuren fördert die Hautelastizität und unterstützt die Regeneration. Auch regelmäßige Bewegung spielt eine wichtige Rolle. Sport verbessert die Durchblutung und stärkt die Muskulatur, was das Bindegewebe entlastet. Eine langsame und gleichmäßige Gewichtszunahme kann außerdem dazu beitragen, die Haut weniger zu belasten. Fazit: Liebevolle Pflege für dich und dein Baby Eine Bauchmassage ist mehr als nur Hautpflege – sie ist ein Ritual der Verbindung, der Entspannung und der Achtsamkeit. Sie stärkt nicht nur deine Haut, sondern auch die emotionale Bindung zu deinem Baby. Dennoch ist das Wichtigste, deinen Körper für die unglaubliche Leistung zu schätzen, die er vollbringt. Sei stolz auf jedes Zeichen der Veränderung – dein Körper erzählt die Geschichte des Lebens, das in dir heranwächst.   Alles Liebe für Dich, Deine baybies-Hebamme Ana
Selbstfürsorge mit Körperöl - deiner Haut etwas Gutes tun

Selbstfürsorge mit Körperöl - deiner Haut etwas Gutes tun

Selbstliebe. Ein großes Wort. Ein großer Wert. Eine Bewegung, die sich auf Social Media Plattformen mit Body Positivity bezeichnet, die ermutigen und bestärken soll. Was bedeutet Selbstliebe? Und: kann man seinen Kindern Selbstliebe beibringen, so dass sie voller Selbstbewusstsein durchs Leben gehen? In diesem Artikel gehen wir dem großen Wort Selbstliebe auf die Spur. Entdecken Selbstliebe in Familien und verraten Dir, warum wir unser Körperöl Körperliebe genannt haben. Body Positivity – wie kann ich meinen Körper lieben? Werbeslogans, Influencerpostings, Headlines in Frauenzeitschriften. Die  Body Positivity Bewegung verdrängt perfekt anmutende Modelbilder und ruft uns entgegen: Jeder Körper ist schön. Ob dick oder dünn, ob mit oder ohne Streifen, Dellen oder starken Adern: Ein Bikinikörper entsteht durch die Kombination aus Körper und Bikini, und nicht durch 60-90-60. Ja, das klingt toll. Und ja, wir geben es zu, manchmal tut es gut nicht nur lupenreine und perfekte Körper zu sehen. Aber bringt uns körperliche Selbstannahme wirklich mehr Selbstliebe? Helfen uns Bilder von normalen Frauen, so dass wir uns selbst schöner finden und unsere mangelnde Selbstliebe gestärkt wird? Was bedeutet Selbstliebe? Body Positivity-Bilder und Kampagnen demonstrieren, dass Schönheit vielseitig ist. Halten gesellschaftlichen Schönheitsidealen diese Botschaft entgegen. Aber dennoch ist Body Positivity nur ein kleiner Teil einer gesunden Selbstliebe. Der Teil, der sich mit der Liebe für sein eigenes Äußeres befasst. Selbstliebe aber geht noch weiter darüber hinaus. Sie beschränkt sich nicht auf unsere Körpermaße, sie geht im Inneren weiter. Oder anders gesagt: Selbstliebe entsteht im Inneren, aus der Beziehung zu uns selbst. Selbstliebe bedeutet sich selbst zu lieben, klar – das sagt bereits das Wort an sich. Gemeint ist, sich selbst anzunehmen und zu schätzen. Trotz aller Dinge, Facetten und Eigenschaften, die man an sich selbst nicht mag. Selbstliebe bedeutet die eigenen Stärken und Schwächen zu akzeptieren und sich trotzdem zu lieben. Selbstliebe bedeutet Selbstakzeptanz. Akzeptanz von Stärken und Schwächen. Dabei geht es nicht darum, alles schön zu reden. Es geht nicht darum krampfhaft alles an sich gut finden zu müssen. Es geht darum sich selbst anzunehmen. Selbstannahme. Ja, vielleicht sind wir manchmal neidisch und ein wenig zickig, vielleicht könnten wir ein wenig mehr auf uns achten und unsere Laune nicht an unserem Partner auslassen. Aber weißt du was? Wir sind Menschen. Wir können an uns arbeiten, aber ja manchmal verhalten wir uns doof.  Dennoch bringt es niemandem etwas, wenn wir uns dafür selbst verurteilen. Lerne dich selbst zu lieben, kommt uns vielleicht schon wie eine Floskel vor. Wir dürfen uns diese Botschaft aber mal bewusst machen. Wenn wir lernen uns selbst Fehler zu verzeihen. Nicht so hart zu uns selbst zu sein, sondern wohlwollend und liebevoll. Wenn wir anfangen uns selbst mit dem gleichen gutmütigen Blick zu sehen, mit dem wir unserer besten Freundin Tipps geben, dann - ja genau dann, wächst die Liebe für uns selbst. "Die wichtigste Beziehung in deinem Leben ist die zu dir selbst“  Wie bringen wir unseren Kindern Selbstliebe bei? Fakt ist, Kinder lernen deutlich besser durch Vorbilder als durch Worte. Dass was wir Ihnen vorleben, übernehmen sie. Und hierin liegt einerseits die gute Nachricht und andererseits die sehr herausfordernde. Denn unsere Kinder beobachten sehr genau, sie fühlen, wie es mit unserer eigenen Selbstliebe steht. Sie merken, wenn Mama sich für ein Körperteil schämt oder Papa sich selbst verurteilt. Selbstliebe können wir unseren Kindern nicht erklären. Wir können sie nur vorleben. Und dabei geht es nicht darum unseren Kindern vorzuleben, dass immer alles perfekt ist. Dass wir perfekt sind. Denn so ist es nicht. Es geht nicht darum unseren Kindern auf Biegen und Brechen zeigen zu wollen, dass sie sich und alles an sich lieben müssen. Denn das tun wir auch nicht. Es geht darum ehrlich zu sein. Zu zeigen, dass es in Ordnung ist manches nicht gut zu finden, Fehler zu machen und sich trotzdem selbst zu lieben. Denn das schafft Selbstvertrauen. Und wer sich selbst vertrauen kann, der kann sich auch lieben. Wir wünschen uns keine perfekten Kinder, wir wünschen uns Kinder voller Selbstvertrauen, oder? Wir wünschen uns Kinder, die das Selbstbewusstsein haben die Welt mit Anlauf zu erkunden. Die keine Angst vor ein paar Schrammen haben. Die wissen, dass sie Fehler machen dürfen, weil sie felsenfest davon überzeugt sind, dass sie so wie sie sind richtig und wundervoll sind.  Kann man Selbstliebe lernen? Wenn wir unseren Kindern Selbstvertrauen und Selbstliebe mitgeben möchten, leben wir dies am besten vor. "Nun gut", denkst du dir vielleicht – "… und wie mache ich das, wenn es um meine eigene Selbstliebe nicht so gut bestellt ist?". Als Schwangere, als Mama, als Frau, als Eltern – wir haben eine Reihe an Aufgaben. Wir sorgen nicht nur für uns selbst, sondern kümmern uns auch um Andere. Wir teilen unseren Körper neun Monate lang mit einem kleinen Wesen und manchmal hinterlässt diese Zeit ihre Spuren an uns. Elternsein bringt uns manchmal an den Rand unserer Kräfte. Wir nehmen uns selbst aus dem Fokus und stellen Andere hinein – wie um Himmelswillen sollen wir da noch an unserer Selbstliebe und Ich-Beziehung feilen? Tipps für mehr Selbstliebe, trotz Elternalltag Denke an dich und an deine Bedürfnisse. Verliere nicht den Blick für dich selbst. Ja, theoretisch kannst du rund um die Uhr für deine Kinder und deine Familie da sein. Ja, es gibt immer was zu tun. Sich um sich selbst zu kümmern, für die eigenen Bedürfnisse zu sorgen hat nichts mit Egoismus zu tun. Denn mache dir bewusst: Nur wenn es dir selbst gut geht, kannst du gut für andere da sein. Verliere dich selbst und deine Bedürfnisse nicht aus dem Blick und stehe für sie ein. Nimm dir Zeit dafür, auch wenn es nur ein paar Minuten am Tag sind. Mache dir selbst Komplimente. Es gibt die Tage, da sehen wir uns an und denken "Ja, das passt, heute fühl ich mich gut". Und dann gibt es andere Momente, an denen wir uns einfach nur grauenvoll vorkommen. Erstens ist das normal und zweitens kannst du an den guten Tagen vorsorgen. Mache dir an guten Tagen selbst Komplimente: Was gefällt dir heute an dir? Diese positiven Gedanken werden deinen Feel-good-Tag noch besser machen. On top kannst du dir deine Komplimente aufschreiben und dir diese an den fiesen Tagen wieder ansehen. Schaffe dir Rituale, die dir an schlechten Tagen gut tun – hierfür kannst du auch wundervoll unser Körperöl verwenden, aber dazu später mehr. Hör auf dich zu vergleichen. Eigentlich gibt es weder gut noch schlecht. Diese Bewertungen und Beurteilungen haben sich irgendwann in unsere Gesellschaft eingeschlichen. Wie will man gut oder schlecht definieren? Richtig, es geht nicht. Also hör auf zu bewerten und dich mit anderen zu vergleichen. Jeder Mensch ist anders, jeder hat seine Päckchen zu tragen und seine Themen zu bewältigen, auch wenn dies nicht sichtbar ist. Ohne vergleichende Bewertung wird unser Blick entspannter. Unsere Einstellung liebevoller und der Druck geringer. Wir glauben, dass Mamas und Eltern, die sich selbst lieben, eine nächste Generation heranziehen, die voller Selbstliebe ist. Wir glauben, dass eine Mama, die sich um sich selbst kümmert und ihren Kindern vorlebt, wie wichtig es ist auf die eigenen Bedürfnisse zu achten, starke Persönlichkeiten prägt. Du als Mama, ihr als Eltern, seid die wichtigste Instanz für eure Kinder. Erlaubt es euch, euch selbst zu lieben und eure Bedürfnisse ernst zu nehmen – dann werden es eure Kinder ebenfalls tun. Körperöl – Selbstliebe beginnt mit den kleinen Dingen Deine Selbstliebe kannst du schon mit kleinen Dingen und Ritualen bestärken. Mit den Minuten am Morgen, die du dir für dich selbst nimmst, dem Tee, den du bewusst genießt und das "Nein", das du mal aussprichst, wenn du erschöpft bist. Wir von baybies stellen natürliche Pflegeprodukte für Babies her. Wir möchten, dass die Generation von Morgen, heute die beste und wohltuendste Pflege bekommt. Und dabei, ja, dabei haben wir natürlich auch an die Mamas gedacht. An die Menschen, die die nächste Generation in die Welt bringen. Für euch gibt es unser Körperöl das "Körperliebe Öl“. Unser Körperöl ist ein Öl, das besonders pflegend für Schwangere und Babybäuche ist, das wohltuend das Bindegewebe unterstützt. Mit dem dein Partner dich massieren kann oder du dir ein paar Minuten nur für dich nehmen kannst. Alle Inhaltsstoffe des Körperöls sind natürlich, nachhaltig und vegan. Es wirkt beruhigend und macht deine Haut geschmeidig. Wir alle dürfen uns mehr verwöhnen und uns bewusst machen, was unser Körper tagtäglich leistet. Was für ein Wunderwerk er ist. Selbstliebe bedeutet auch Körperliebe – und als Erinnerung dafür haben wir unser Körperöl Körperliebe-Öl genannt. Mehr Selbstliebe – eine Generation voller Selbstvertrauen Das Schönste, was wir unseren Kindern mitgeben können, ist Liebe und Vertrauen. Liebe, die wir für sie und für uns selbst empfinden und Vertrauen in das Leben. Wir wünschen euch liebe Mamas, liebe Eltern und Alle, die es noch werden wollen, einen liebevollen Blick für euch selbst. Denn diesen werden eure Kinder sehen. Wir wünschen uns eine Generation an Kindern, in der es normal ist sich selbst gut zu finden und die eigenen Bedürfnisse als groß und wichtig zu nehmen. Lass es dir gutgehen, dein baybies Team
Schmerzmittel in der Schwangerschaft - was ist sicher?

Schmerzmittel in der Schwangerschaft - was ist sicher?

Schmerzen und Fieber können auch in der Schwangerschaft auftreten, zum Beispiel bei Kopfschmerzen, Zahnprobleme oder einer begleitenden Infektion. Viele Schwangere fragen sich dann: Welches Schmerzmittel darf ich nehmen? Paracetamol - der Standard bei Schmerzen und Fieber Paracetamol gilt als das bevorzugte Schmerz- und Fiebermittel in der Schwangerschaft, wenn eine medikamentöse Behandlung notwendig ist. In der Europäischen Union wird Paracetamol weiterhin als Mittel der Wahl empfohlen, wenn Schmerzen oder Fieber auftreten und eine Arzneimitteltherapie erforderlich ist. Dabei wird es in der niedrigsten wirksamen Dosis und für die kürzest mögliche Zeit eingesetzt. Zahlreiche Daten aus klinischen Erfahrungen und epidemiologischen Studien zeigen, dass Paracetamol über Jahrzehnte hinweg bei Schwangeren angewendet wurde, ohne Hinweise auf ein erhöhtes Risiko für Fehlbildungen beim Kind zu liefern. Auch wenn es in der medizinischen Literatur Diskussionen über mögliche Zusammenhänge mit Langzeitentwicklung gibt, bestätigt die aktuelle wissenschaftliche Bewertung, dass Paracetamol bei richtiger Anwendung weiterhin als gut verträglich gilt. Wichtig ist es, Paracetamol nur dann einzunehmen, wenn es wirklich nötig ist, und - wie bei allen Arzneimitteln - nicht „blind“ über längere Zeiträume oder ohne ärztliche Rücksprache. Ibuprofen und andere NSAR - eingeschränkt einsetzbar Ibuprofen gehört zur Gruppe der nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) und wirkt schmerzlindernd, entzündungshemmend und fiebersenkend. In den ersten beiden Schwangerschaftsdritteln (etwa bis zur 28. Schwangerschaftswoche) gehört Ibuprofen neben Paracetamol zu den Analgetika, die bei Bedarf eingesetzt werden können, aber auch hier gilt: nur nach ärztlicher Empfehlung und nicht über längere Zeiträume. Ab dem dritten Trimester wird von der Einnahme von Ibuprofen und anderen NSAR in der Schwangerschaft in der Regel abgeraten, da hier bekannte Risiken bestehen. Dazu gehört unter anderem ein möglicher vorzeitiger Verschluss des Ductus arteriosus (ein wichtiger fetaler Gefäßweg) und Auswirkungen auf die Nierenfunktion des Fötus, weshalb diese Wirkstoffe im letzten Drittel der Schwangerschaft oft nicht eingesetzt werden. Zusammengefasst - wenn Schmerzen auftreten Paracetamol kann in allen Phasen der Schwangerschaft genutzt werden, wenn Schmerzen oder Fieber medikamentös behandelt werden müssen. Es gilt als gut erforschte und häufig empfohlene Option, solange es in der niedrigsten wirksamen Dosis und nur kurzfristig verwendet wird Ibuprofen kann im ersten und zweiten Drittel der Schwangerschaft bei Bedarf eingesetzt werden, sollte aber nur mit ärztlicher Absprache erfolgen und im dritten Trimester vermieden werden Andere Kombinationspräparate, starke Schmerzmittel oder langfristige Einnahmen sollten grundsätzlich nur nach ärztlicher Rücksprache erfolgen.  
Hyperemesis gravidarum: Wenn Übelkeit in der Schwangerschaft nicht mehr „normal“ ist

Hyperemesis gravidarum: Wenn Übelkeit in der Schwangerschaft nicht mehr „normal“ ist

Übelkeit in der Schwangerschaft ist extrem häufig – und für viele Schwangere ein fester Bestandteil des ersten Trimesters. Bis zu 70 % erleben Übelkeit, oft auch mit Erbrechen. Im Alltag wird das schnell als „Morgenübelkeit“ abgetan, obwohl die Beschwerden zu jeder Tageszeit auftreten können. In den meisten Fällen bessert sich die Übelkeit zwischen der 12. und 20. Schwangerschaftswoche deutlich. Doch bei einem kleinen Teil der Betroffenen wird daraus eine ernstzunehmende Erkrankung: Hyperemesis gravidarum. Wenn du das Gefühl hast, dass deine Beschwerden „zu stark“ sind, du kaum noch trinken kannst oder Gewicht verlierst, ist das kein Zeichen von Schwäche – sondern ein medizinisches Warnsignal. Hilfe ist möglich und sinnvoll. Was ist Hyperemesis gravidarum? Hyperemesis gravidarum (HG) ist die schwere Form von Schwangerschaftsübelkeit. Sie geht deutlich über das hinaus, was viele als normale Übelkeit in der Frühschwangerschaft kennen. Während bei der „klassischen“ Emesis gravidarum meist noch kleine Mengen Essen und Trinken möglich sind, kann Hyperemesis gravidarum den Alltag komplett lahmlegen – und sogar eine stationäre Behandlung notwendig machen. Unterschied: Emesis gravidarum vs. Hyperemesis gravidarum Emesis gravidarum (typische Schwangerschaftsübelkeit) Übelkeit, manchmal Erbrechen meist im 1. Trimester Essen und Trinken grundsätzlich möglich häufig Besserung bis zur 20. SSW Hyperemesis gravidarum (schwere Form) Typisch sind: starkes, anhaltendes Erbrechen (oft mehrfach täglich) kaum mögliche Nahrungs- oder Flüssigkeitsaufnahme Gewichtsverlust von mehr als 5 % des Ausgangsgewichts Dehydratation (Austrocknung) Ketonkörper im Urin Elektrolytstörungen deutlich eingeschränkter Allgemeinzustand Hyperemesis gravidarum betrifft etwa 0,5 bis 3 % aller Schwangeren. Ursachen: Warum entsteht Hyperemesis gravidarum? Die genaue Ursache ist nicht vollständig geklärt. Wahrscheinlich spielen mehrere Faktoren zusammen: sehr hohe hCG-Spiegel (Schwangerschaftshormon) hormonelle Veränderungen im ersten Trimester individuelle Empfindlichkeit des Brechzentrums genetische Faktoren Viele Betroffene erleben die stärksten Symptome zwischen der 8. und 12. Woche - genau in dem Zeitraum, in dem hCG besonders stark ansteigt. Warnzeichen: Wann solltest du unbedingt zum Arzt? Übelkeit ist nicht automatisch gefährlich – aber bestimmte Symptome sollten ernst genommen werden. Ärztliche Abklärung ist wichtig bei: deutlichem Gewichtsverlust dunklem, konzentriertem Urin kaum möglicher Flüssigkeitsaufnahme Schwindel, Kreislaufproblemen ausgeprägter Schwäche Erbrechen mit Galle oder Blut Wenn du dich fragst, ob du „übertreibst“: Nein.Hyperemesis gravidarum ist eine reale Erkrankung und du hast ein Recht auf Behandlung. Diagnose: Wie wird Hyperemesis gravidarum festgestellt? Die Diagnose erfolgt klinisch. Ärztinnen und Ärzte beurteilen dabei: Häufigkeit und Intensität des Erbrechens Ausmaß des Gewichtsverlusts Zeichen der Dehydratation Ketonkörper im Urin Elektrolytwerte im Blut Außerdem werden andere Ursachen ausgeschlossen, z. B. Magen-Darm-Infektionen oder Schilddrüsenstörungen. Therapie: Was hilft bei Hyperemesis gravidarum?  Die Behandlung richtet sich nach dem Schweregrad.Ziel ist es, Übelkeit und Erbrechen zu kontrollieren und gleichzeitig den Stoffwechsel zu stabilisieren - damit du wieder trinken, essen und Kraft sammeln kannst. 1) Leichte Beschwerden: konservative Maßnahmen Bei milderen Verläufen stehen zunächst nicht-medikamentöse Strategien im Vordergrund: kleine, häufige Mahlzeiten leicht verdauliche, kohlenhydratreiche Kost Trigger vermeiden (Gerüche, Fettiges, Scharfes) ausreichend trinken (in kleinen Schlucken) Elektrolytlösungen, wenn nötig Ergänzend können helfen (Evidenz begrenzt, aber oft als unterstützend erlebt): Vitamin B6 (Pyridoxin) Ingwer in moderaten Mengen Akupressur (z. B. P6-Punkt am Handgelenk) Wichtig: Bei Hyperemesis gravidarum reichen diese Maßnahmen allein häufig nicht aus. 2) Medikamentöse Therapie: wenn die Übelkeit stärker wird Wenn konservative Maßnahmen nicht reichen, sind Medikamente oft notwendig – und das ist in der Schwangerschaft grundsätzlich möglich. Embryotox nennt mehrere Wirkstoffe, die als bewährt gelten. Die Therapie erfolgt stufenweise. Erste Wahl Doxylamin + Pyridoxin (Vitamin B6) gut untersucht seit 2019 in Deutschland zugelassen langjährige sichere Anwendung in der Schwangerschaft Weitere Optionen (je nach Schweregrad und Ansprechen) Dimenhydrinat Meclozin (teilweise über Ausland verfügbar) Promethazin Bei unzureichender Wirkung / stärkeren Verläufen Metoclopramid wirksam, aber wegen möglicher Nebenwirkungen nicht als erste Wahl bevorzugt Ondansetron kann bei therapierefraktären Fällen sinnvoll sein Einsatz nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung Die Auswahl erfolgt individuell – am besten gemeinsam mit gynäkologischer Betreuung. 3) Schwere Hyperemesis gravidarum: stationäre Behandlung Wenn du kaum noch trinken kannst oder bereits Stoffwechselstörungen vorliegen, ist eine stationäre Therapie oft der sicherste Weg. Typische Maßnahmen sind: intravenöse Flüssigkeitsgabe Elektrolytausgleich ggf. Glukosegabe engmaschige Überwachung Ganz wichtig: Thiamin (Vitamin B1) Bei länger anhaltendem, starkem Erbrechen kann es zu einem Thiaminmangel kommen.Das ist selten, aber potenziell gefährlich – weil ein schwerer Mangel neurologische Komplikationen (z. B. Wernicke-Enzephalopathie) auslösen kann. Deshalb wird bei schweren Verläufen eine Thiamin-Substitution empfohlen, insbesondere bevor Glukose gegeben wird. Weitere Optionen bei sehr schweren Verläufen enterale oder parenterale Ernährung, wenn Essen länger nicht möglich ist Kortikosteroide in therapieresistenten Fällen (nach der 10. SSW) Ist Hyperemesis gravidarum gefährlich fürs Baby? Eine gut behandelte Hyperemesis gravidarum führt in der Regel nicht zu Fehlbildungen. Wichtig ist, dass: Flüssigkeitsmangel Elektrolytstörungen Gewichtsverlust Vitaminmangel frühzeitig erkannt und ausgeglichen werden. Unbehandelt kann ein schwerer Mangelzustand Risiken erhöhen - deshalb lohnt es sich, früh Unterstützung zu holen. Die psychische Belastung ist real und nicht „Einbildung“ Hyperemesis gravidarum ist nicht nur körperlich belastend. Viele Betroffene erleben: völlige Erschöpfung Isolation depressive Verstimmungen Schuldgefühle („Ich sollte mich doch freuen…“) Das ist kein persönliches Versagen – sondern eine verständliche Reaktion auf eine extreme Situation. Unterstützung durch Partner, Familie, Hebamme und medizinisches Fachpersonal kann enorm entlasten. Fazit Übelkeit in der Schwangerschaft ist häufig - Hyperemesis gravidarum ist jedoch eine ernstzunehmende Erkrankung, die medizinische Hilfe braucht. Die Therapie erfolgt stufenweise:von Ernährung und unterstützenden Maßnahmen über bewährte Antiemetika bis hin zu stationärer Behandlung mit Infusionen und Thiamin bei schweren Verläufen. Wenn du kaum trinken kannst, Gewicht verlierst oder dich körperlich und psychisch am Limit fühlst:Du musst da nicht alleine durch. Es gibt wirksame Behandlungsmöglichkeiten.
Die Rolle der Hebamme - Aufgaben und Bedeutung im Überblick

Die Rolle der Hebamme - Aufgaben und Bedeutung im Überblick

Eine Schwangerschaft ist ein Geschenk, der Prozess im Körper ein Wunder und die Geburt eines neuen Menschen ein Meisterwerk. Und doch gibt es da auch all die  Unsicherheiten und Sorgen. Eine Schwangerschaft – und alles was dazu gehört – kann eine Achterbahn der Erfahrungen sein. Und darum gibt es sie: die Expertinnen, die dich durch diese Zeit, wie eine Freundin, begleiten: Hebammen. Aber, was macht eine Hebamme eigentlich? Und, wie wichtig ist eine Hebamme während der Schwangerschaft und der Zeit danach? Darum und um diese Themen geht es in diesem Artikel:  Was macht eine Hebamme? Was sind die Aufgaben einer Hebamme? Begleitung durch eine Hebamme in der Schwangerschaft Welche Untersuchungen kann eine Hebamme durchführen? Eine Hebamme für die Geburt Hebammen Begleitung im Wochenbett Brauche ich eine Hebamme? Wo findet man eine Hebamme? Was macht eine Hebamme? Was sind die Aufgaben einer Hebamme? Eine Hebamme steht dir (und deiner Familie) von Anfang der Schwangerschaft bis zum Ende der Stillzeit beziehungsweise bis zum Beginn der Beikost zur Seite. Hebammen sind qualifizierte Fachkräfte für alle Themen rund um Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Stillzeit. Eine Hebamme ist eine Expertin, die werdende und junge Eltern medizinisch und psychosozial berät und Ihnen zur Seite steht. Sie unterstützt den natürlichen Verlauf von Schwangerschaft und Geburt und steht euch mit Rat und Tat zur Seite. Sollte etwas nicht physiologisch, also nicht regelrecht, verlaufen, zieht sie einen Arzt hinzu. Oft arbeiten Hebammen und Gynäkologinnen eng zusammen. Die meisten Hebammen in Deutschland sind Frauen. Es gibt ein paar ganz wenige Männer, diese hat man Entbindungspfleger genannt, aber seit 2020 nennt man männliche Geburtshelfer auch Hebammen – was ja auch Sinn macht, denn die Tätigkeit geht eben weit über die Entbindung hinaus. Kann eine Hebamme alleine eine Geburt betreuen? Eine natürliche, regelrechte Geburt kann eine Hebamme alleine begleiten und ist vollumfänglich medizinisch dazu ausgebildet. Wenn du Interesse an einer Hausgeburt hast, informiere dich am besten vorab, welche Hebammen dies in deiner Region anbieten. Auch wenn alle Hebammen entsprechend ausgebildet sind, bietet nicht jede die Begleitung einer Hausgeburt an. (Dazu weiter unten mehr.) Eine Hebamme darf eine Geburt alleine betreuen, Ärzte dürfen dies nicht (außer in Notfällen). Es ist in Deutschland durch die Hinzuziehungspflicht gesetzlich geregelt, dass bei einer Geburt immer eine Hebamme anwesend sein muss. Wann sollte man sich um eine Hebamme kümmern? Am besten so früh, wie möglich. Du kannst dich bereits ab einem positiven Schwangerschaftstest auf die Suche nach einer Hebamme machen! Warum das teilweise super wichtig ist, erfährst du weiter unten.  Wie findet man eine passende Hebamme? Jede Hebamme arbeitet anders, hat ihren individuellen Schwerpunkt und bietet unterschiedliche Leistungen an. Es gibt Hebammen, die Vor- und Nachsorgen anbieten, es gibt welche, die ‚nur‘ Kurse geben oder sogar Hausgeburten begleiten. Informiere dich vorab oder in einem Erstgespräch mit der Hebamme, wie sie arbeitet und was sie anbietet. Überlege dir, was dir wichtig ist. Viele Hebammen haben Zusatzqualifikationen, beispielsweise als Stillberaterin oder Yogatrainerin für Schwangere. Je genauer du weißt, was du möchtest, desto einfacher wird es, eine passende Hebamme zu finden. Begleitung durch eine Hebamme in der Schwangerschaft  Von Beginn an deiner Schwangerschaft hast du Anrecht auf die Betreuung durch eine Hebamme. Du kannst dich direkt ab deinem positiven Schwangerschaftstest auf die Suche nach einer passenden Hebamme machen. Was viele nicht wissen: Eine Hebamme kann deine Schwangerschaft offiziell feststellen und dir den Mutterpass ausstellen. Welche Untersuchungen kann eine Hebamme durchführen? Deine Hebamme kann alle notwendigen Vorsorgeuntersuchungen in der Schwangerschaft durchführen (vorausgesetzt es liegt keine Risikoschwangerschaft vor und du bist gesund). Die einzigen Ausnahmen sind die in den Mutterschaftsrichtlinien festgelegten drei Ultraschall-Untersuchungen, die von einem Gynäkologen oder einer Frauenärztin gemacht werden müssen. Bei einer Vorsorgeuntersuchung misst die Hebamme deinen Blutdruck. Sie tastet deinen Bauch ab und fühlt die Lage und Größe deines Kindes im Bauch. Außerdem misst sie deinen Bauchumfang, hört die Herztöne des Kindes ab (mit einem Pinard-Rohr oder einem Dopton), testet mit Urinstreifen deinen Urin und misst eventuell den vaginalen pH-Wert. Neben diesen physiologischen Untersuchungen berät sie dich im Hinblick auf Schwangerschaftsbeschwerden oder wenn dir sonst etwas am Herzen liegt. Viele Hebammen bieten darüberhinaus auch Blutuntersuchungen an, beispielsweise für den empfohlenen Zuckertest. Sie arbeiten mit einem Labor zusammen und können dir Zuhause Blut abnehmen. Ein großer Vorteil die Vorsorgeuntersuchungen von einer Hebamme machen zu lassen: Sie kommen meistens zu dir nach Hause. Das bedeutet für dich also kein Fahren zu und Warten in einer gynäkologischen Praxis. Und: Hebammen haben oft mehr Zeit für ein persönliches Gespräch, können individuell auf dich eingehen und dir auch bei Sorgen und Kummer zur Seite stehen.  Eine Hebamme für die Geburt Hebammen arbeiten sehr unterschiedlich und bieten nicht alle die gleiche Geburtsbetreuung an: manche begleiten Geburten, anderen betreuen dich ‚nur’ davor und danach. Je nachdem, wie du dein Baby zur Welt bringen möchtest, solltest du eine passende Hebamme für dich auswählen. Ich stelle dir gleich die verschiedenen Möglichkeiten vor. Eine Hebamme kann dir dabei helfen, den für dich richtigen und passenden Geburtsort zu wählen. Sie kann dich über unterschiedliche Möglichkeiten aufklären und mit dir Vor- und Nachteile verschiedener Geburtsorte besprechen (Krankenhaus, Geburtshaus, Hausgeburt). Für was du dich letztlich entscheidest, liegt natürlich bei dir. Einige Hebammen bieten auch Geburtsvorbereitungskurse an oder können dir einen solchen Kurs vermitteln.  Eine Hebamme für die Geburt im Krankenhaus Krankenhaus-Hebammen Im Krankenhaus arbeiten Hebammen im Schichtdienst. Das bedeutet die Hebamme wechselt, sobald eine Schicht zu Ende ist. Während deiner Geburt im Krankenhaus hast du stets eine Hebamme an deiner Seite, je nachdem wie lange deine Geburt dauert, können dies aber mehrere und unterschiedliche sein. Beleghebammen Darüberhinaus gibt es Beleghebammen. Diese haben einen Vertrag mit einer bestimmten Klinik, arbeiten aber freiberuflich. Eine Beleghebamme ist sozusagen deine eigene Hebamme, die du mit in den Kreißsaal bringst und die sich während der gesamten Geburt nur um dich kümmert – solange bis dein Kind geboren ist. Deine Beleghebamme übernimmt in der Regel auch die Vorsorgeuntersuchungen und die Wochenbettbetreuung. Eine Beleghebamme musst du dir selbst vorab suchen. Und dies am besten sehr, sehr früh! Ich empfehle Schwangeren, sobald sie einen positiven Schwangerschaftstest haben, sich nach einer Beleghebamme umzusehen.  Funfact dazu: Ich habe selbst in Berlin als Beleghebamme gearbeitet – viele Schwangere haben erzählt, dass sie uns Beleghebammen als Erstes kontaktiert haben – sogar noch bevor sie ihrem Mann von der Babynachricht erzählt haben. Mit einer Beleghebamme hast du unter der Geburt eine 1-zu-1-Betreuung. Das finde ich wichtig und wertvoll. Die Kosten einer Beleghebamme werden von den Krankenkassen übernommen. Ausgenommen davon ist die Rufbereitschaft, wofür die Hebammen selbst eine Pauschale festsetzen. Leider gibt es in Deutschland nicht viele Beleghebammen und in manchen Regionen ist es schwierig eine zu finden. Viele Frauen wissen außerdem gar nicht, von dieser Art der Hebammenbetreuung. Ich kann dir dies nur ans Herz legen! Eine Hebamme für die Geburt im Geburtshaus In den allermeisten Städten und Regionen gibt es Geburtshäuser, als Alternative zum Kreißsaal im Krankenhaus. In Geburtshäusern arbeiten Hebammen in kleinen Teams zusammen. Wenn du dich für eine Geburt im Geburtshaus entscheidest, lernst du während deiner Schwangerschaft alle Hebammen kennen. Während deiner Geburt im Geburtshaus, wirst du von der Hebamme begleitet, die dort ist, wenn du ankommst. Diese betreut dich 1-zu-1 während deiner Geburt. Auch in Geburtshäusern sind die Plätze schnell vergeben, so dass du dich auch hier am besten frühzeitig anmeldest. ..und ja, ich weiß, gerade als Erstgebärende wirkt es absurd sich direkt nach einem positiven Schwangerschaftstest, um die Geburt zu kümmern – die Erfahrung zeigt aber, wie wichtig das ist! Eine Hebamme für eine Hausgeburt Als Drittes gibt es Hebammen, die anbieten dich komplett Zuhause zu betreuen und Hausgeburten begleiten. Auch hier, du ahnst es: Kümmere dich frühzeitig! Hausgeburtshebammen bieten, ähnlich wie Beleghebammen, das ‚Komplettpaket‘ an und betreuen dich rundum: Von der Vorsorge, über die Geburt bis zur Nachsorge, im Wochenbett und der Stillzeit. Hebammen Begleitung im Wochenbett  Nach der Geburt kommt deine Hebamme zur Nachsorge zu dir nach Hause. Wenn du im Krankenhaus oder in einem Geburtshaus entbunden hast, kommt deine Hebamme direkt zu dir, sobald du Zuhause bist. In den ersten Tagen kommen die meisten Hebammen täglich vorbei und dann in immer größeren Abständen. Deine Hebamme schaut während deines Wochenbetts, zum einen wie es dir geht. Sie beobachtet deine Rückbildung und überprüft ob entstandene Wunden, wie Geburtsverletzungen oder Narben, richtig abheilen. Sie schaut nach deinem Wochenfluss und tastet deine Gebärmutter ab. Zum anderen kontrolliert die Hebamme dein Neugeborenes. Sie wiegt es, guckt seine Haut an und pflegt, wenn nötig, den Nabelschnurrest. Eine Hebamme schaut medizinisch nach euch und berät euch im Handling und alltäglichen Fragen!  Außerdem gibt sie dir und deinem Partner Tipps im Handling mit dem Neugeborenen. Das ist gerade für Paare, die das erste Mal Eltern geworden sind, so wichtig. Denn besonders in den ersten Wochen wirken Babys so zart und zerbrechlich. Da ist wertvoll jemanden zu haben, der euch zeigt, wie ihr es wickelt, wie ihr es am besten baden und im Tragetuch tragen könnt. Eine große Rolle in der Nachsorge Betreuung spielt auch die Ernährung des Babys. Wenn du stillst ist deine Hebamme deine Ansprechpartnerin für Anlegetechniken und bei Stillschwierigkeiten. Eine Hebamme hilft auch bei allen Fragen rund ums Fläschchen zubereiten und geben. Neben all dieser praktischen Unterstützung spielt auch der psychosoziale Aspekt eine Rolle. Deine Hebamme spricht mit dir über die Geburt und hilft dir (und dem Baby) Erlebnisse der Geburt zu verarbeiten. Sie unterstützt euch beim Bonding zu eurem Baby und ist für alle Fragen da, die bei euch aufkommen. Deine Hebamme ist bis zum Ende der Stillzeit deine Ansprechpartnerin. Du kannst sie jederzeit alles fragen und Termine vereinbaren. Einige Hebammen bieten auch nach der Geburt unterschiedliche Kurse an. Hierzu gehören zum Beispiel Rückbildungskurse, Babymassagekurse oder Stillgruppen. Solche Gruppen sind für viele junge Mütter über den Inhalt hinaus toll, um Gleichgesinnte mit Babys kennenzulernen. Brauche ich eine Hebamme? Du siehst: Hebammen bieten viele unterschiedliche Leistungen an und können dich von Beginn deiner Schwangerschaft, bis zur Einführung von Beikost begleiten. Sie sind Expertinnen für alle physiologischen Prozesse der Schwangerschaft, Geburt und des Wochenbetts und sind außerdem Ansprechpartnerinnen für jeden Kummer und jede Frage. Deswegen rate ich: Ja, du solltest eine Hebamme haben. Sie kann in dieser aufregenden Zeit eine so wichtige Stütze und Unterstützung sein! Wichtig ist, dass du dich frühzeitig um eine Hebamme kümmerst, die das anbietet, was dir wichtig ist. Informiere dich über unterschiedliche Leistungen und besprich mit potentiellen Hebammen, was du dir wünschst und wie du dir deine Geburt vorstellst. Die meisten Hebammen-Leistungen werden von gesetzlichen Krankenversicherungen übernommen, die Hebamme rechnet direkt mit deiner Krankenkasse ab. Wenn du privat versichert bist, informiere dich, welche Leistungen übernommen werden. In Deutschland hat zwar jede Schwangere Anspruch auf eine Hebamme – in der Realität sieht das aber manchmal anders aus. Übrigens: Auch wenn du eine Fehlgeburt hattest, hast du Anspruch auf Hebammen-Leistungen. Eine Hebamme begleitet dich in dieser Zeit bei all deinen Fragen und vermittelt dir Hilfsangebote. Und auch Eltern, die ein Kind adoptiert haben, haben Anspruch auf die Betreuung durch eine Hebamme.  Wo findet man eine Hebamme? Um eine passende Hebamme zu finden, hast du verschiedenen Möglichkeiten. Toll ist, wenn du im Freundes- oder Bekanntenkreis Empfehlungen bekommst. Du kannst aber auch deinen Frauenarzt nach Kontakten fragen oder du googelst. Die meisten Hebammen haben inzwischen eine Onlinepräsenz über die du sie findest und auch direkt einen Eindruck über ihre Leistungen erhältst. Alternativ kannst du auch in deinem nächstgelegenen Krankenhaus nachfragen oder Hebammenkontakte über deine Krankenkasse erhalten.  Die Hebamme an deiner Seite Eine Hebamme ist, wie das Geländer einer Treppe. Du kannst jede Stufe auch alleine nehmen, sie aber kann dir Halt und Unterstützung geben, wenn es mal wackelig wird. Sie ist an deiner Seite und jederzeit da, wenn du sie brauchst – sowohl körperlich, als auch mental. Ich bin seit vielen Jahren Hebamme und ich bin selbst Mama. Ich könnte so viele Geschichten erzählen von den Frauen, die ich begleitet und von den Babys, die ich unterstützt habe mit auf die Welt zu holen. Das Entscheidende aber ist, dass du deine eigene Geschichte schreibst. Deine Geschichte von dem Wunder der Schwangerschaft und der Geburt. Ich wünsche dir von Herzen, dass du hierfür deine passende Hebamme findest. Alles Liebe, deine baybies Hebamme Ana
Alles rund um Zwillinge - von der Schwangerschaft bis zum Stillen

Alles rund um Zwillinge - von der Schwangerschaft bis zum Stillen

Manchmal schenkt uns das Leben nicht ein Baby, sondern gleich zwei. Zwei Herzschläge, die wir direkt mit dem ersten Ultraschall sehen können und wissen: es werden Zwillinge! Aktuell werden weltweit jedes Jahr 1,6 Millionen Zwillingspaare geboren. Zwillinge sind aber nicht gleich Zwillinge. Es gibt Unterschiede. Der größte und bedeutendste ist die Unterscheidung zwischen eineiigen Zwillingen und zweieiigen Zwillingen. In diesem Artikel findet ihr Informationen rund um Zwillinge: Zweieiige Zwillinge und eineiige Zwillinge Wie kommt es zu Zwillingen? Woher weiß man, dass man Zwillinge bekommt? Schwangerschaft mit Zwillingen Die Geburt von Zwillingen Kann man Zwillinge stillen? Wissenswertes: Von Elternzeit bis Kindergeld Zweieiige Zwillinge Etwa 75% der Zwillinge sind zweieiig und sogenannte dizygote Zwillinge. Sie entstehen aus zwei Eizellen und werden von zwei unterschiedlichen Spermien befruchtet, was bedeutet, dass sie unterschiedliches Erbmaterial haben. Die Befruchtung findet mehr oder weniger gleichzeitig und in einem Zyklus statt. Beide Embryonen haben ihre eigene Fruchthöhle und eine eigene Plazenta. Im Fachjargon bezeichnet man dies als dichorial diamniot. Eineiige Zwillinge Eineiige sind in etwa 25% Prozent aller Zwillinge, hier spricht man von monozygoten Zwillingen. Sie entstehen aus einer Eizelle, die von einem Spermium befruchtet wird und sich nach der Befruchtung in zwei Zellkerne teilt. Beide Zellkerne wandern in die Gebärmutter, in der sich dann beide Embryonen einnisten. Das Erbmaterial ist bei Beiden identisch. Es gibt drei, genau genommen sogar vier, verschiedene Formen von monozygoten Zwillingen: Monochorial diamniote Zwillingsschwangerschaft 1 Plazenta, 2 Fruchthöhlen Es handelt sich um monochoriale Zwillinge, wenn sich die befruchtete Eizelle erst nach der Einnistung in der Gebärmutter teilt. Hierdurch entwickelt sich nur eine Plazenta, die sich beide Embryos teilen. Jedes hat dennoch seine eigene Fruchthöhle. Dies ist mit ca. 65% die häufigste Form von eineiigen Zwillingen. Da sich beide Embryos eine Plazenta teilen, kann es bei dieser Schwangerschaft zu Komplikationen, wie beispielsweise einer Unterversorgung der Zwillinge, kommen. Monochoriale Schwangerschaften werden besonders engmaschig kontrolliert, um mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Dichorial diamniote Zwillingsschwangerschaft 2 Plazenten, 2 Fruchthöhlen 35% der eineiigen Zwillinge sind dichorial diamniot. Das bedeutet, dass beide Embryos eine eigene Plazenta haben und jeweils von einer eigenen Eihaut umgeben sind (Amnion und Chorion). Monochorial monoamniote Zwillinge 1 Plazenta, 1 Fruchthöhle Bei dieser Zwillingsschwangerschaft teilen sich beide Feten eine Fruchthöhle und eine Plazenta. Dies kommt selten vor und macht nur ein Prozent der eineiigen Zwillingsschwangerschaften aus. Eine solche Schwangerschaft birgt ein erhöhtes Risiko durch zum Beispiel Nabelschnurkomplikationen. Siamesische Zwillinge Siamesische Zwillinge sind ebenfalls monochorial monoamniote Zwillinge, die sich eine Plazenta und eine Fruchthöhle teilen. Hinzu kommt, dass diese Feten in unterschiedlichem Grad miteinander verwachsend sind. Siamesische Zwillinge machen etwa 0,1% aller Zwillinge aus. Insgesamt sind sie aber extrem selten und laut Fachliteratur werden bei einer von einer Million Geburten zusammengewachsene Zwillinge zur Welt gebracht. Wie kommt es zu Zwillingen? Die Häufigkeit von Mehrlingen durch Spontankonzeption liegt bei etwa 1,18%. Die Wahrscheinlichkeit Mehrlinge zu bekommen, steigt ab einem Alter von 35 Jahren an. Ab diesem Alter der Frau kann es häufiger zu mehreren Eisprüngen pro Zyklus kommen. Außerdem nehmen mit steigendem Alter künstliche Befruchtungen oder Fertilitätsbehandlungen zu, wodurch oftmals mehrere Eizellen befruchtet werden. Eineiige Zwillinge sind ein Zufallsprodukt der Natur, so sagt man. Zweieiige Zwillinge kommen in manchen Familien häufiger vor. Hierbei spielt also auch ein erblicher Faktor eine Rolle. Woher weiß man, dass man Zwillinge bekommt? Heutzutage sind Zwillingsschwangerschaften schon sehr früh durch Ultraschall erkennbar. Meist erfährst du hiervon direkt bei deiner ersten Schwangerschafts-Vorsorgeuntersuchung. Manche Eltern haben sich Zwillinge gewünscht und manche, nun ja, sind über diese Nachricht vielleicht erstmal erschrocken und geschockt. Und das ist vollkommen okay. Da du bereits so früh davon erfährst, hast du Zeit dich mit dem Gedanken anzufreunden. Und dich darauf vorzubereiten, dass nicht nur ein kleiner Mensch, sondern direkt zwei einen Teil deines Lebens einnehmen werden. Schwanger mit Zwillingen! Wenn du erfahren hast, dass du Zwillinge erwartest, kümmere dich am besten direkt um eine Hebamme. Sie kann dir zur Seite stehen, Sorgen mit dir besprechen und dir Antworten auf all die vielen Fragen geben. Eine Zwillingsschwangerschaft wird von Ärzten immer als Risikoschwangerschaft eingestuft – darüber musst du dir keinen Kopf machen, es bedeutet erstmal nur, dass du engmaschiger bei deinem Gynäkologen untersucht wirst. Wie häufig und in welchen Abständen Schwangerschaftskontrollen stattfinden, ist abhängig davon, ob du eineiige oder zweieiige Zwillinge bekommst. Der beste Tipp ist immer: bleib’ entspannt. Mach’ dir keine Sorgen. Viele Zwillingsschwangerschaften verlaufen völlig normal und ohne Komplikationen. Auch als werdende Mama von Zwillingen kannst du eine ganz normale Schwangerschaft und eine vaginale Geburt haben. Schwangerschaft mit Zwillingen Durch die Doppelbelastung wird dein Körper mehr beansprucht, als bei einer einfachen Schwangerschaft. Zwei Babys bedeuten doppeltes Gewicht, was besonders deinen Beckenboden und die Muskulatur in bestimmten Bereichen beansprucht. Da der Babybauch ebenfalls größer wird, als bei nur einem Baby, steht auch dein Bauch unter stärkerer Dehnung. Auch die Gewichtszunahme ist verständlicherweise höher, als bei einer Einlingsschwangerschaft. Manche Frauen leiden bei einer Zwillingsschwangerschaft stärker an Übelkeit. Dies liegt an der erhöhten Hormonausschüttung, die aber mit Ende des dritten Monats in der Regel nachlässt. Zwillingsschwangerschaft = Risikoschwangerschaft? Als Risikoschwangerschaften werden Zwillingsschwangerschaften daher eingestuft, da bei der Mutter ein erhöhtes Risiko an schwangerschaftsinduzierter Hypertonie (Bluthochdruck) besteht, es zu Wassereinlagerungen oder Frühgeburten kommen kann. Zum Anderen können auch für die Zwillinge spezifische Risiken bestehen. Mögliche Komplikationen kann ein fetofetales Transfusionssyndrom (FFTS) oder eine Wachstumsverzögerung eines Zwillings sein. Dein Frauenarzt und deine Hebamme werden die Entwicklung deiner Kinder und natürlich auch dein Wohlbefinden regelmäßig checken. Und dich bestmöglich betreuen, entsprechend deines Schwangerschaftsverlaufs. Die Geburt von Zwillingen Wie du dich am besten auf die Geburt vorbereiten kannst, besprichst du am besten mit deiner Hebamme. Es gibt extra Geburtsvorbereitungskurse für Zwillingseltern. Vielleicht finden in deiner Region auch Treffen statt, in denen du dich mit anderen Zwillingseltern austauschen kannst. Bei Zwillingen empfiehlt es sich, alles etwas früher zu planen und vorzubereiten, da sie häufig etwas zeitiger zur Welt kommen. Überlegt euch rechtzeitig, welche Anschaffungen ihr braucht und habt die Krankenhaustasche griffbereit (Artikel Krankenhaustasche verlinken). Die meisten Zwillinge kommen häufig vor dem errechnetem Geburtstermin zur Welt, oft um die 37. Schwangerschaftswoche. Vereinbare also am besten frühzeitig ein Geburtsplanungsgespräch in der Klinik, in der du entbinden möchtest. Dies ist eine wunderbare Gelegenheit, um mit Gynäkologen und Hebammen Vorort alle Möglichkeiten deiner bevorstehenden Geburt zu besprechen und Wünsche und Fragen zu klären. Ist eine vaginale Geburt bei Zwillingen möglich? Grundsätzlich: ja. Auch bei Zwillingen ist eine vaginale Geburt möglich. Erwartest du Drillinge oder mehr Babys wird dir in den meisten Fällen zu einem geplanten Kaiserschnitt geraten. Bei Zwillingen kommt es auf deine Situation und Zustand an. Voraussetzungen für eine vaginale Geburt bei Zwillingen: Unkomplizierte diaminale Zwillingsschwangerschaft, bei der jedes Baby seine eigene Fruchthöhle hat. Du als Mama solltest gesund und mindesten in der 32. Schwangerschaftswoche (SSW) sein. Das führende Baby muss in Schädellage, also mit Kopf nach unten, liegen. Die Zwillinge haben keinen relevanten Wachstumsunterschied im Ultraschall.  Sind diese Voraussetzungen gegeben spricht nichts gegen den Versuch einer vaginalen Geburt, wenn du dich gut damit fühlst. Werden Zwillinge früher geholt? Je nach Schwangerschaftsverlauf kann es sein, dass die Geburt vor dem errechneten Termin (ET) eingeleitet wird. Besonders dann, wenn sich die Zwillinge eine Plazenta teilen, es sich also um eine monochoriale Zwillingsschwangerschaft handelt. Dann wird eine Geburt in der Regel zwischen der 34. und der 37. SSW angestrebt. Hierdurch wird das Risiko einer Unterversorgung für einen Zwilling vermieden, welches insbesondere in den letzten Wochen einer Schwangerschaft steigt. Bei einer mochochorial monoamnioten Zwillingsschwangerschaft, bei der sich deine Babys eine Fruchthöhle und eine Plazenta teilen, wird ein geplanter Kaiserschnitt meist um die 32. bis 34. SSW durchgeführt. Da sich beide Kinder in einer Fruchtblase befinden, wird sonst die Gefahr einer Nabelschnurverknotung zu hoch. Kann man Zwillinge stillen? Eine häufige Sorge von werdenden Zwillingsmamas ist das Stillen. Kann man bei zwei Babys voll stillen? Ist das möglich? Und wird die Milch reichen? Stillen von Zwillingen ist möglich! Sogar bei Drillingen kann das funktionieren. Dein Körper kann ausreichend Muttermilch produzieren und funktioniert nach dem Angebot-Nachfrage-Prinzip.  Die wichtigste Frage ist meiner Meinung nach aber: MÖCHTEST du deine Zwillinge stillen? Passt es zu deiner Situation? Sind es dir der Zeitaufwand und die „Belastung“ wert? Wenn ja, dann wunderbar – probiere es aus und schau’, wie ihr euch eingroovt. Und wenn nein, ist das auch vollkommen in Ordnung. Nimm dir selbst den Druck und erlaube dir Dinge so zu handhaben, wie sie sich für dich richtig anfühlen. Zu hohe Erwartungen und gedachte Zwänge haben noch keinem geholfen. ;) Wenn du stillen möchtest, hol’ dir unbedingt Hilfe und Beratung von deiner Hebamme oder einer Stillberaterin. Ein gutes Stillmanagement ist bei Zwillingen super wichtig – und kann ganz unterschiedlich und individuell aussehen. Manche Frauen befürworten beispielsweise das synchrone Stillen der Babys, andere raten davon ab. Beides kann Vor- und Nachteile haben: Zwillinge stillen: Babys nacheinander die Brust geben Wenn du deine Zwillinge nacheinander und nicht (immer) parallel stillst, bekommen deine Babys Milch nach ihrem individuellen Hunger und Bedarf. Gerade als Stillanfänger ist abwechselndes Stillen leichter. Hierbei kannst du dich auf ein Baby konzentrieren und leichter auf die optimale Anlegetechnik achten. Der Nachteil beim einzelnen Stillen ist der doppelte Zeitaufwand. Außerdem kann es durchaus vorkommen, dass beide Babys gleichzeitig Hunger haben und schnellstmöglich an die Brust wollen. Zwillinge gleichzeitig stillen Du kannst versuchen deine Babys zu synchronisieren und möglichst oft gleichzeitig zu stillen. Es gibt verschiedene Stillpositionen, in denen du Zwillinge gleichzeitig anlegen kannst. Lass’ dir hierbei unbedingt von deiner Hebamme helfen. Es braucht etwas Übung zwei Babys gleichzeitig zu stillen und korrekt an die Brust anzulegen. Hilfreich ist dabei ein gutes Stillkissen. Der großer Vorteil beim synchronen Stillen ist der geringere Zeitaufwand. Außerdem profitiert ein eher saugschwaches Baby von dem parallelen Stillen, da das kräftigere Baby durch sein starkes Saugen den Milchspendereflex auslöst. Der Nachteil ist, dass es häufig gar nicht so einfach ist, einen guten Stillrhythmus zu finden, der zu beiden Babys passt und allen gerecht wird. Fazit: Wie stillt man Zwillinge am besten? Letztlich musst du dich gar nicht für eine Variante entscheiden, sondern kannst alles ausprobieren, was für dich und euch passt. Teste gerne unterschiedliche Varianten und Rhythmen. Der Austausch mit anderen Zwillingsmüttern tut meistens auch sehr gut – vernetze dich und lass dich inspirieren. Und: achte unbedingt auch auf deine Bedürfnisse: Was brauchst du? Was tut dir gut? Lass dein Vertrauen wachsen, dass ihr, du und deine Babys gemeinsam immer mehr herausfinden werdet, was und wie für euch am besten funktioniert.  Wissenswertes für Zwillinge und Zwillingsschwangerschaften Mutterschutz bei Zwillingsschwangerschaften In Deutschland beginnt der Mutterschurz sechs Wochen vor dem errechneten Entbindungstermin, genau wie bei Einlingsschwangerschaften auch. Er verlängert sich nach der Geburt aber auf zwölf, anstelle von acht, Wochen. Kommt dein Baby vor dem errechneten Termin zur Welt, was bei Zwillingen häufig der Fall ist, verlierst du diese Zeit nicht, sondern sie wird hinten dran gehängt. Nachsorge durch die Hebamme Die Nachsorgebetreuung durch die Hebamme kann bei Zwillingen verlängert werden und wird von den meisten Krankenkassen vollständig übernommen. Erkundige dich hierzu vorab bei deiner Versicherung. Du hast bei Zwillingen außerdem die Möglichkeit eine Haushaltshilfe über deine Krankenkasse zu beantragen. Auch hierüber informiert ihr euch am besten vor der Geburt. Elternzeit bei Zwillingen Da die Elternzeit pro Kind gerechnet wird, habt ihr als Eltern von Zwillingen das Anrecht auf bis zu sechs Jahren Elternzeit ingesamt. Voraussetzung dafür ist, dass pro Kind mindestens zwölf Monate Elternzeit innerhalb der ersten drei Lebensjahre genommen werden. Das bedeutet für euch als Zwillingseltern: Bis zum dritten Geburtstag der Zwillinge müssen mindestens 24 Monate Elternzeit genommen werden. Elterngeld bei Zwillingen Es gibt zwar die doppelte Elternzeit, allerdings kein doppeltes Elterngeld. Bei Zwillingen erhaltet ihr aber einen Mehrlingszuschlag: Gemäß § 2a Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz (BEEG) gilt: „Bei Zwillingen besteht nur Anspruch auf den einfachen Elterngeldsatz plus 300 Euro Mehrlingszuschlag im Monat (bei Elterngeld Plus: 150 Euro im Monat). So sollen zusätzliche Ausgaben gedeckt werden, die für Babynahrung, Windeln und Co. bei zwei Kindern anfallen.“ Kindergeld bei Zwillingen Kindergeld wird pro Kind ausgezahlt. Aktuell erhaltet ihr für jedes anspruchsberechtigte Kind 250 Euro im Monat, unabhängig von eurem Einkommen. Kindergeld kann nur von einem Elternteil beantragt werden. Deine Zwillinge und du Vielleicht hattest du das anders geplant. Vielleicht fühlst du dich mit der Nachricht über Zwillinge erst einmal überfordert. Und vielleicht war es das, was du dir immer gewünscht hast. Sicher ist eines: diese zwei kleinen Menschlein haben sich dich als Elternteil ausgesucht. Und sie werden dein Leben bereichern. Ich wünsche euch von Herzen alles Gute für diese spannende Zeit! Und denk’ immer daran: locker bleiben. Perfekt gibt es nicht und du, du wirst das wunderbar meistern! Alles Liebe, eure baybies-Hebamme Ana

Das mother magazine

mother matters – weil alles, was Frauen durchleben, Aufmerksamkeit verdient. Dieser Blog ist der Ort, an dem wir über Frauengesundheit reden, wie es sonst zu selten passiert: offen, fundiert und ohne Beschönigung.

Wir begleiten dich durch jede Lebensphase. Beim Kinderwunsch sprechen wir über Zyklus, Fruchtbarkeit und die emotionale Achterbahn auf dem Weg zum positiven Test. In der Schwangerschaft geht es um wachsende Bäuche, hormonelle Veränderungen und die Pflege, die deine Haut jetzt wirklich braucht. Im Wochenbett und in der Stillzeit reden wir über Heilung, Schlafmangel, Nährstoffbedarf und die neue Identität als Mutter.

Doch mother matters denkt weiter. Auch die Jahre nach der aktiven Mutterschaft – Perimenopause, Wechseljahre, hormonelle Umstellungen ab 40 – gehören zur Geschichte einer Frau. Wir liefern dir Wissen zu Symptomen, Mythen und sinnvoller Unterstützung durch Pflege und Nahrungsergänzung.
Hier findest du Beiträge von Hebammen, Gynäkologinnen und Frauen, die genau das durchleben, worüber sie schreiben. Praktisch, ehrlich, evidenzbasiert.
Denn Frauen sein ist kein Lebensabschnitt, sondern ein lebenslanger Prozess. Und genau darum geht es bei mother matters.