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Warum dein Baby ständig an die Brust will - Clusterfeeding erklärt

Warum dein Baby ständig an die Brust will - Clusterfeeding erklärt

Gerade dachtest du, ihr hättet euren Rhythmus gefunden und plötzlich möchte dein Baby den ganzen Abend an die Brust. Kaum löst du es, sucht es wieder. Du fragst dich, ob du zu wenig Milch hast oder ob dein Baby nicht richtig satt wird. Gleichzeitig fühlst du dich unsicher, voller Fragen und auch einfach müde vom vielen Anlegen, besonders abends und nachts. Die gute Nachricht: Dieses Verhalten hat einen Namen - Clusterfeeding - und es ist vollkommen normal. Was bedeutet Clusterfeeding überhaupt? Beim Clusterfeeding möchte dein Baby in kurzen Abständen immer wieder gestillt werden. Es handelt sich dabei nicht um regelmäßige Mahlzeiten alle zwei bis drei Stunden, sondern um mehrere Stillsequenzen, die direkt hintereinander stattfinden. Häufig zeigt sich das am Nachmittag oder Abend, manchmal auch in intensiven Entwicklungs- oder Wachstumsphasen. Clusterfeeding ist keine Störung, kein „Fehlverhalten“ und schon gar kein Zeichen dafür, dass dein Baby nicht genug bekommt. Es ist ein ganz normales, biologisches Bedürfnis. Manche Babys zeigen es sehr ausgeprägt, andere nur leicht - alles liegt im Rahmen und alles ist richtig so, wie es ist. Warum Babys so oft an die Brust wollen In den ersten Lebenswochen stellt sich die Milchproduktion noch ein. Dein Körper arbeitet nach dem Prinzip von Angebot und Nachfrage: Je häufiger dein Baby trinkt, desto mehr Milch wird gebildet. Wenn die Brust regelmäßig entleert wird, erhält dein Körper das Signal, dass eine größere Menge produziert werden soll. Häufiges Anlegen bedeutet also nicht, dass du zu wenig Milch hast, im Gegenteil: Dein Baby hilft dir, genau die richtige Menge für seinen wachsenden Bedarf zu produzieren. Besonders in Wachstumsphasen, oft um die 2., 6. und 12. Lebenswoche, aber individuell sehr unterschiedlich, benötigen Babys mehr Energie. Durch häufiges Stillen bekommen sie außerdem mehr der besonders fettreichen Hintermilch, die am Ende jeder Stillmahlzeit fließt und besonders gut sättigt. Und nicht zu vergessen: Babys stillen nicht nur, weil sie Hunger haben. Sie stillen auch ihre emotionalen Bedürfnisse: Nähe, Geborgenheit und Sicherheit. Brust und Körperkontakt sind für sie ein sicherer Hafen. Warum besonders die Abende so intensiv sind Viele Eltern kennen es: Gegen Abend wird das Stillen gefühlt zum Dauereinsatz. Das liegt daran, dass der Milchspendereflex zu dieser Tageszeit bei vielen Frauen etwas träger ist, sodass das Baby länger saugen muss, bis die Milch fließt. Gleichzeitig verarbeiten Babys abends all die Eindrücke des Tages - Stillen beruhigt, hilft beim Runterkommen und schenkt Nähe. Für Eltern ist diese Kombination oft herausfordernd. Gerade dann, wenn man selbst vom Tag erschöpft ist und die Akkus leer sind. Umso wichtiger ist es zu wissen: Diese Phasen sind vorübergehend. Sie kommen, gehen und sie bedeuten nicht, dass etwas nicht stimmt. Aber sie dürfen sich anstrengend anfühlen. Ich kenne das sehr gut, sowohl aus eigener Erfahrung mit meiner Tochter als auch aus der Begleitung vieler Familien im Wochenbett. Deshalb möchte ich dir ein paar praktische, tröstende Hebammen-Tipps mitgeben. Wie du Clusterfeeding entspannter überstehen kannst Mach es dir so gemütlich wie möglich. Bereite dir etwas zu trinken, Snacks, ein Kissenmeer oder eine kuschelige Decke vor und richte dir einen kleinen Wohlfühlplatz ein. Viele Frauen lesen, hören Podcasts oder lassen sich von einer Serie berieseln. Alles, was dich entspannt, ist willkommen, Hauptsache, du fühlst dich wohl und dein Baby spürt diese Ruhe. Auch Tragen kann in dieser Phase Wunder wirken. Ein Tragetuch oder eine Tragehilfe sorgt für Nähe, beruhigt dein Baby und gibt dir gleichzeitig die Hände frei. Wenn dein Baby unruhig wirkt, kann es helfen, die Brust zu wechseln. Und bitte: Vertraue deinem Körper. Häufiges Stillen bedeutet nicht automatisch „zu wenig Milch“. Du und dein Baby seid ein eingespieltes Team, auch wenn es sich zwischendurch holprig anfühlt. Hol dir Unterstützung. Lass den Haushalt liegen, bitte deinen Partner oder dein Umfeld um Hilfe und sprich mit deiner Hebamme, wenn du dir Sorgen machst. Gerade nachts ist Stillen im Liegen eine große Entlastung für Rücken und Körper - übe es, wenn du magst, auch tagsüber, bis es sich sicher anfühlt. Wenn du sehr oft anlegst, können die Brustwarzen empfindlich reagieren. Das ist nicht ungewöhnlich. Lass sie zwischendurch an der Luft trocknen, trage ein paar Tropfen Muttermilch auf, sie ist ein kleines Heilwunder, und gönn dir bei Bedarf sanfte Pflege. Unser baybies Nipple Balm eignet sich hier wunderbar: Er beruhigt, pflegt und unterstützt die Hautregeneration ganz ohne unnötige Zusätze. So können sich deine Brustwarzen erholen und das Stillen bleibt angenehm. Wann du genauer hinschauen solltest Clusterfeeding ist meistens völlig normal. Trotzdem solltest du deine Hebamme oder Kinderärztin kontaktieren, wenn dein Baby nicht zunimmt, weniger nasse Windeln hat oder dauerhaft sehr unruhig wirkt. In solchen Fällen lohnt es sich, gemeinsam genauer hinzuschauen. Ein kleiner Reminder für dein Herz Clusterfeeding kann anstrengend sein, manchmal sogar zermürbend - aber es ist ein Zeichen dafür, dass dein Baby und dein Körper wunderbar zusammenarbeiten. Diese intensiven Phasen gehen vorüber. Dein Baby wächst, gedeiht und holt sich genau das, was es braucht. Und du machst das großartig. Love, eure baybies Hebamme Ana 💛
Alles rund um Zwillinge - von der Schwangerschaft bis zum Stillen

Alles rund um Zwillinge - von der Schwangerschaft bis zum Stillen

Manchmal schenkt uns das Leben nicht ein Baby, sondern gleich zwei. Zwei Herzschläge, die wir direkt mit dem ersten Ultraschall sehen können und wissen: es werden Zwillinge! Aktuell werden weltweit jedes Jahr 1,6 Millionen Zwillingspaare geboren. Zwillinge sind aber nicht gleich Zwillinge. Es gibt Unterschiede. Der größte und bedeutendste ist die Unterscheidung zwischen eineiigen Zwillingen und zweieiigen Zwillingen. In diesem Artikel findet ihr Informationen rund um Zwillinge: Zweieiige Zwillinge und eineiige Zwillinge Wie kommt es zu Zwillingen? Woher weiß man, dass man Zwillinge bekommt? Schwangerschaft mit Zwillingen Die Geburt von Zwillingen Kann man Zwillinge stillen? Wissenswertes: Von Elternzeit bis Kindergeld Zweieiige Zwillinge Etwa 75% der Zwillinge sind zweieiig und sogenannte dizygote Zwillinge. Sie entstehen aus zwei Eizellen und werden von zwei unterschiedlichen Spermien befruchtet, was bedeutet, dass sie unterschiedliches Erbmaterial haben. Die Befruchtung findet mehr oder weniger gleichzeitig und in einem Zyklus statt. Beide Embryonen haben ihre eigene Fruchthöhle und eine eigene Plazenta. Im Fachjargon bezeichnet man dies als dichorial diamniot. Eineiige Zwillinge Eineiige sind in etwa 25% Prozent aller Zwillinge, hier spricht man von monozygoten Zwillingen. Sie entstehen aus einer Eizelle, die von einem Spermium befruchtet wird und sich nach der Befruchtung in zwei Zellkerne teilt. Beide Zellkerne wandern in die Gebärmutter, in der sich dann beide Embryonen einnisten. Das Erbmaterial ist bei Beiden identisch. Es gibt drei, genau genommen sogar vier, verschiedene Formen von monozygoten Zwillingen: Monochorial diamniote Zwillingsschwangerschaft 1 Plazenta, 2 Fruchthöhlen Es handelt sich um monochoriale Zwillinge, wenn sich die befruchtete Eizelle erst nach der Einnistung in der Gebärmutter teilt. Hierdurch entwickelt sich nur eine Plazenta, die sich beide Embryos teilen. Jedes hat dennoch seine eigene Fruchthöhle. Dies ist mit ca. 65% die häufigste Form von eineiigen Zwillingen. Da sich beide Embryos eine Plazenta teilen, kann es bei dieser Schwangerschaft zu Komplikationen, wie beispielsweise einer Unterversorgung der Zwillinge, kommen. Monochoriale Schwangerschaften werden besonders engmaschig kontrolliert, um mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Dichorial diamniote Zwillingsschwangerschaft 2 Plazenten, 2 Fruchthöhlen 35% der eineiigen Zwillinge sind dichorial diamniot. Das bedeutet, dass beide Embryos eine eigene Plazenta haben und jeweils von einer eigenen Eihaut umgeben sind (Amnion und Chorion). Monochorial monoamniote Zwillinge 1 Plazenta, 1 Fruchthöhle Bei dieser Zwillingsschwangerschaft teilen sich beide Feten eine Fruchthöhle und eine Plazenta. Dies kommt selten vor und macht nur ein Prozent der eineiigen Zwillingsschwangerschaften aus. Eine solche Schwangerschaft birgt ein erhöhtes Risiko durch zum Beispiel Nabelschnurkomplikationen. Siamesische Zwillinge Siamesische Zwillinge sind ebenfalls monochorial monoamniote Zwillinge, die sich eine Plazenta und eine Fruchthöhle teilen. Hinzu kommt, dass diese Feten in unterschiedlichem Grad miteinander verwachsend sind. Siamesische Zwillinge machen etwa 0,1% aller Zwillinge aus. Insgesamt sind sie aber extrem selten und laut Fachliteratur werden bei einer von einer Million Geburten zusammengewachsene Zwillinge zur Welt gebracht. Wie kommt es zu Zwillingen? Die Häufigkeit von Mehrlingen durch Spontankonzeption liegt bei etwa 1,18%. Die Wahrscheinlichkeit Mehrlinge zu bekommen, steigt ab einem Alter von 35 Jahren an. Ab diesem Alter der Frau kann es häufiger zu mehreren Eisprüngen pro Zyklus kommen. Außerdem nehmen mit steigendem Alter künstliche Befruchtungen oder Fertilitätsbehandlungen zu, wodurch oftmals mehrere Eizellen befruchtet werden. Eineiige Zwillinge sind ein Zufallsprodukt der Natur, so sagt man. Zweieiige Zwillinge kommen in manchen Familien häufiger vor. Hierbei spielt also auch ein erblicher Faktor eine Rolle. Woher weiß man, dass man Zwillinge bekommt? Heutzutage sind Zwillingsschwangerschaften schon sehr früh durch Ultraschall erkennbar. Meist erfährst du hiervon direkt bei deiner ersten Schwangerschafts-Vorsorgeuntersuchung. Manche Eltern haben sich Zwillinge gewünscht und manche, nun ja, sind über diese Nachricht vielleicht erstmal erschrocken und geschockt. Und das ist vollkommen okay. Da du bereits so früh davon erfährst, hast du Zeit dich mit dem Gedanken anzufreunden. Und dich darauf vorzubereiten, dass nicht nur ein kleiner Mensch, sondern direkt zwei einen Teil deines Lebens einnehmen werden. Schwanger mit Zwillingen! Wenn du erfahren hast, dass du Zwillinge erwartest, kümmere dich am besten direkt um eine Hebamme. Sie kann dir zur Seite stehen, Sorgen mit dir besprechen und dir Antworten auf all die vielen Fragen geben. Eine Zwillingsschwangerschaft wird von Ärzten immer als Risikoschwangerschaft eingestuft – darüber musst du dir keinen Kopf machen, es bedeutet erstmal nur, dass du engmaschiger bei deinem Gynäkologen untersucht wirst. Wie häufig und in welchen Abständen Schwangerschaftskontrollen stattfinden, ist abhängig davon, ob du eineiige oder zweieiige Zwillinge bekommst. Der beste Tipp ist immer: bleib’ entspannt. Mach’ dir keine Sorgen. Viele Zwillingsschwangerschaften verlaufen völlig normal und ohne Komplikationen. Auch als werdende Mama von Zwillingen kannst du eine ganz normale Schwangerschaft und eine vaginale Geburt haben. Schwangerschaft mit Zwillingen Durch die Doppelbelastung wird dein Körper mehr beansprucht, als bei einer einfachen Schwangerschaft. Zwei Babys bedeuten doppeltes Gewicht, was besonders deinen Beckenboden und die Muskulatur in bestimmten Bereichen beansprucht. Da der Babybauch ebenfalls größer wird, als bei nur einem Baby, steht auch dein Bauch unter stärkerer Dehnung. Auch die Gewichtszunahme ist verständlicherweise höher, als bei einer Einlingsschwangerschaft. Manche Frauen leiden bei einer Zwillingsschwangerschaft stärker an Übelkeit. Dies liegt an der erhöhten Hormonausschüttung, die aber mit Ende des dritten Monats in der Regel nachlässt. Zwillingsschwangerschaft = Risikoschwangerschaft? Als Risikoschwangerschaften werden Zwillingsschwangerschaften daher eingestuft, da bei der Mutter ein erhöhtes Risiko an schwangerschaftsinduzierter Hypertonie (Bluthochdruck) besteht, es zu Wassereinlagerungen oder Frühgeburten kommen kann. Zum Anderen können auch für die Zwillinge spezifische Risiken bestehen. Mögliche Komplikationen kann ein fetofetales Transfusionssyndrom (FFTS) oder eine Wachstumsverzögerung eines Zwillings sein. Dein Frauenarzt und deine Hebamme werden die Entwicklung deiner Kinder und natürlich auch dein Wohlbefinden regelmäßig checken. Und dich bestmöglich betreuen, entsprechend deines Schwangerschaftsverlaufs. Die Geburt von Zwillingen Wie du dich am besten auf die Geburt vorbereiten kannst, besprichst du am besten mit deiner Hebamme. Es gibt extra Geburtsvorbereitungskurse für Zwillingseltern. Vielleicht finden in deiner Region auch Treffen statt, in denen du dich mit anderen Zwillingseltern austauschen kannst. Bei Zwillingen empfiehlt es sich, alles etwas früher zu planen und vorzubereiten, da sie häufig etwas zeitiger zur Welt kommen. Überlegt euch rechtzeitig, welche Anschaffungen ihr braucht und habt die Krankenhaustasche griffbereit (Artikel Krankenhaustasche verlinken). Die meisten Zwillinge kommen häufig vor dem errechnetem Geburtstermin zur Welt, oft um die 37. Schwangerschaftswoche. Vereinbare also am besten frühzeitig ein Geburtsplanungsgespräch in der Klinik, in der du entbinden möchtest. Dies ist eine wunderbare Gelegenheit, um mit Gynäkologen und Hebammen Vorort alle Möglichkeiten deiner bevorstehenden Geburt zu besprechen und Wünsche und Fragen zu klären. Ist eine vaginale Geburt bei Zwillingen möglich? Grundsätzlich: ja. Auch bei Zwillingen ist eine vaginale Geburt möglich. Erwartest du Drillinge oder mehr Babys wird dir in den meisten Fällen zu einem geplanten Kaiserschnitt geraten. Bei Zwillingen kommt es auf deine Situation und Zustand an. Voraussetzungen für eine vaginale Geburt bei Zwillingen: Unkomplizierte diaminale Zwillingsschwangerschaft, bei der jedes Baby seine eigene Fruchthöhle hat. Du als Mama solltest gesund und mindesten in der 32. Schwangerschaftswoche (SSW) sein. Das führende Baby muss in Schädellage, also mit Kopf nach unten, liegen. Die Zwillinge haben keinen relevanten Wachstumsunterschied im Ultraschall.  Sind diese Voraussetzungen gegeben spricht nichts gegen den Versuch einer vaginalen Geburt, wenn du dich gut damit fühlst. Werden Zwillinge früher geholt? Je nach Schwangerschaftsverlauf kann es sein, dass die Geburt vor dem errechneten Termin (ET) eingeleitet wird. Besonders dann, wenn sich die Zwillinge eine Plazenta teilen, es sich also um eine monochoriale Zwillingsschwangerschaft handelt. Dann wird eine Geburt in der Regel zwischen der 34. und der 37. SSW angestrebt. Hierdurch wird das Risiko einer Unterversorgung für einen Zwilling vermieden, welches insbesondere in den letzten Wochen einer Schwangerschaft steigt. Bei einer mochochorial monoamnioten Zwillingsschwangerschaft, bei der sich deine Babys eine Fruchthöhle und eine Plazenta teilen, wird ein geplanter Kaiserschnitt meist um die 32. bis 34. SSW durchgeführt. Da sich beide Kinder in einer Fruchtblase befinden, wird sonst die Gefahr einer Nabelschnurverknotung zu hoch. Kann man Zwillinge stillen? Eine häufige Sorge von werdenden Zwillingsmamas ist das Stillen. Kann man bei zwei Babys voll stillen? Ist das möglich? Und wird die Milch reichen? Stillen von Zwillingen ist möglich! Sogar bei Drillingen kann das funktionieren. Dein Körper kann ausreichend Muttermilch produzieren und funktioniert nach dem Angebot-Nachfrage-Prinzip.  Die wichtigste Frage ist meiner Meinung nach aber: MÖCHTEST du deine Zwillinge stillen? Passt es zu deiner Situation? Sind es dir der Zeitaufwand und die „Belastung“ wert? Wenn ja, dann wunderbar – probiere es aus und schau’, wie ihr euch eingroovt. Und wenn nein, ist das auch vollkommen in Ordnung. Nimm dir selbst den Druck und erlaube dir Dinge so zu handhaben, wie sie sich für dich richtig anfühlen. Zu hohe Erwartungen und gedachte Zwänge haben noch keinem geholfen. ;) Wenn du stillen möchtest, hol’ dir unbedingt Hilfe und Beratung von deiner Hebamme oder einer Stillberaterin. Ein gutes Stillmanagement ist bei Zwillingen super wichtig – und kann ganz unterschiedlich und individuell aussehen. Manche Frauen befürworten beispielsweise das synchrone Stillen der Babys, andere raten davon ab. Beides kann Vor- und Nachteile haben: Zwillinge stillen: Babys nacheinander die Brust geben Wenn du deine Zwillinge nacheinander und nicht (immer) parallel stillst, bekommen deine Babys Milch nach ihrem individuellen Hunger und Bedarf. Gerade als Stillanfänger ist abwechselndes Stillen leichter. Hierbei kannst du dich auf ein Baby konzentrieren und leichter auf die optimale Anlegetechnik achten. Der Nachteil beim einzelnen Stillen ist der doppelte Zeitaufwand. Außerdem kann es durchaus vorkommen, dass beide Babys gleichzeitig Hunger haben und schnellstmöglich an die Brust wollen. Zwillinge gleichzeitig stillen Du kannst versuchen deine Babys zu synchronisieren und möglichst oft gleichzeitig zu stillen. Es gibt verschiedene Stillpositionen, in denen du Zwillinge gleichzeitig anlegen kannst. Lass’ dir hierbei unbedingt von deiner Hebamme helfen. Es braucht etwas Übung zwei Babys gleichzeitig zu stillen und korrekt an die Brust anzulegen. Hilfreich ist dabei ein gutes Stillkissen. Der großer Vorteil beim synchronen Stillen ist der geringere Zeitaufwand. Außerdem profitiert ein eher saugschwaches Baby von dem parallelen Stillen, da das kräftigere Baby durch sein starkes Saugen den Milchspendereflex auslöst. Der Nachteil ist, dass es häufig gar nicht so einfach ist, einen guten Stillrhythmus zu finden, der zu beiden Babys passt und allen gerecht wird. Fazit: Wie stillt man Zwillinge am besten? Letztlich musst du dich gar nicht für eine Variante entscheiden, sondern kannst alles ausprobieren, was für dich und euch passt. Teste gerne unterschiedliche Varianten und Rhythmen. Der Austausch mit anderen Zwillingsmüttern tut meistens auch sehr gut – vernetze dich und lass dich inspirieren. Und: achte unbedingt auch auf deine Bedürfnisse: Was brauchst du? Was tut dir gut? Lass dein Vertrauen wachsen, dass ihr, du und deine Babys gemeinsam immer mehr herausfinden werdet, was und wie für euch am besten funktioniert.  Wissenswertes für Zwillinge und Zwillingsschwangerschaften Mutterschutz bei Zwillingsschwangerschaften In Deutschland beginnt der Mutterschurz sechs Wochen vor dem errechneten Entbindungstermin, genau wie bei Einlingsschwangerschaften auch. Er verlängert sich nach der Geburt aber auf zwölf, anstelle von acht, Wochen. Kommt dein Baby vor dem errechneten Termin zur Welt, was bei Zwillingen häufig der Fall ist, verlierst du diese Zeit nicht, sondern sie wird hinten dran gehängt. Nachsorge durch die Hebamme Die Nachsorgebetreuung durch die Hebamme kann bei Zwillingen verlängert werden und wird von den meisten Krankenkassen vollständig übernommen. Erkundige dich hierzu vorab bei deiner Versicherung. Du hast bei Zwillingen außerdem die Möglichkeit eine Haushaltshilfe über deine Krankenkasse zu beantragen. Auch hierüber informiert ihr euch am besten vor der Geburt. Elternzeit bei Zwillingen Da die Elternzeit pro Kind gerechnet wird, habt ihr als Eltern von Zwillingen das Anrecht auf bis zu sechs Jahren Elternzeit ingesamt. Voraussetzung dafür ist, dass pro Kind mindestens zwölf Monate Elternzeit innerhalb der ersten drei Lebensjahre genommen werden. Das bedeutet für euch als Zwillingseltern: Bis zum dritten Geburtstag der Zwillinge müssen mindestens 24 Monate Elternzeit genommen werden. Elterngeld bei Zwillingen Es gibt zwar die doppelte Elternzeit, allerdings kein doppeltes Elterngeld. Bei Zwillingen erhaltet ihr aber einen Mehrlingszuschlag: Gemäß § 2a Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz (BEEG) gilt: „Bei Zwillingen besteht nur Anspruch auf den einfachen Elterngeldsatz plus 300 Euro Mehrlingszuschlag im Monat (bei Elterngeld Plus: 150 Euro im Monat). So sollen zusätzliche Ausgaben gedeckt werden, die für Babynahrung, Windeln und Co. bei zwei Kindern anfallen.“ Kindergeld bei Zwillingen Kindergeld wird pro Kind ausgezahlt. Aktuell erhaltet ihr für jedes anspruchsberechtigte Kind 250 Euro im Monat, unabhängig von eurem Einkommen. Kindergeld kann nur von einem Elternteil beantragt werden. Deine Zwillinge und du Vielleicht hattest du das anders geplant. Vielleicht fühlst du dich mit der Nachricht über Zwillinge erst einmal überfordert. Und vielleicht war es das, was du dir immer gewünscht hast. Sicher ist eines: diese zwei kleinen Menschlein haben sich dich als Elternteil ausgesucht. Und sie werden dein Leben bereichern. Ich wünsche euch von Herzen alles Gute für diese spannende Zeit! Und denk’ immer daran: locker bleiben. Perfekt gibt es nicht und du, du wirst das wunderbar meistern! Alles Liebe, eure baybies-Hebamme Ana

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mother matters – weil alles, was Frauen durchleben, Aufmerksamkeit verdient. Dieser Blog ist der Ort, an dem wir über Frauengesundheit reden, wie es sonst zu selten passiert: offen, fundiert und ohne Beschönigung.

Wir begleiten dich durch jede Lebensphase. Beim Kinderwunsch sprechen wir über Zyklus, Fruchtbarkeit und die emotionale Achterbahn auf dem Weg zum positiven Test. In der Schwangerschaft geht es um wachsende Bäuche, hormonelle Veränderungen und die Pflege, die deine Haut jetzt wirklich braucht. Im Wochenbett und in der Stillzeit reden wir über Heilung, Schlafmangel, Nährstoffbedarf und die neue Identität als Mutter.

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